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Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Eine Hand fährt über eine Deutschlandkarte
Foto: Sonja Trabandt
Berufsakademien: Länderspezifische Besonderheiten

Hamburg

Mit dem Hamburgischen Berufsakademiegesetz vom Juni 2005 wurde die Einrichtung von Berufsakademien in staatlicher und nicht-staatlicher Trägerschaft ermöglicht. Die mindestens dreijährigen Studienangebote sind modularisiert und umfassen ein Leistungspunktesystem. Die Berufsakademien verleihen nach der erfolgreichen Akkreditierung ihrer Ausbildungsgänge die staatliche Abschlussbezeichnung Bachelor nach den Regeln für entsprechende Fachhochschulstudiengänge.

An der privaten Berufsakademie Hamburg werden die beiden dualen Bachelorstudiengänge „Betriebswirtschaft KMU“ und „ Management Erneuerbarer Gebäudeenergietechnik“ angeboten (www.ba-hamburg.de). Ausbildungsbeginn ist i.d.R. der 1. Oktober.

Hessen

In Hessen wurde mit dem Gesetz über die staatliche Anerkennung von Berufsakademien vom 12. Juni 2001 der Weg für die Einrichtung von Berufsakademien als nichtstaatliche Bildungseinrichtungen des tertiären Bereichs geebnet. Sie vermitteln eine praxisorientierte, wirtschaftsnahe und wissenschaftsbezogene Ausbildung. Nach Maßgabe der jeweiligen Prüfungsordnung wird in vielen Fällen ein IHK-Ausbildungsabschluss, teilweise auch der Abschluss als Assistent/-in, als erster berufsqualifizierender Abschluss vergeben, bevor der Studienabschluss der Berufsakademie erreicht wird.

Mit der Teilnovelle zum Gesetz über die staatliche Anerkennung von Berufsakademien vom 20.12.2004 wurde den Berufsakademien die Möglichkeit eröffnet, nach Akkreditierung Bachelorstudiengänge einzurichten. Deren Abschlüsse sind den Bachelorabschlüssen von Hochschulen gleichgestellt. An allen hessischen Berufsakademien wird der Bachelorabschluss vergeben. Ausbildungsbeginn ist je nach Standort der 1. August oder 1. September. Informationen gibt es unter www.dualesstudium-hessen.de.

Mecklenburg-Vorpommern

Seit kurzem bietet die University of Cooperative Education Mecklenburg-Vorpommern (Berufsakademie) mit vier Standorten (Rostock, Greifswald, Neubrandenburg und Schwerin) neben wirtschaftlichen Aufstiegsqualifizierungen im berufsbegleitenden Studium auch ein duales Studienmodell an. Hierbei können sowohl ein Bachelorabschluss als auch ein Berufsabschluss mit IHK-Prüfung erworben werden (siehe www.bamv-edu.org).

Niedersachsen

In Niedersachsen sind die Berufsakademien, neben den Hochschulen, besondere Einrichtungen des tertiären Bildungsbereichs. Die Berufsakademien bedürfen der staatlichen Anerkennung. Die Ausbildung besteht aus einer praktischen Ausbildung in Betrieben der Wirtschaft oder vergleichbaren Einrichtungen der Berufspraxis und aus einem mit der praktischen Ausbildung abgestimmten Studium an der Berufsakademie. Mit der Novellierung des Niedersächsischen Berufsakademie-Gesetzes vom 26. Oktober 2002 können Berufsakademien nach erfolgreicher Akkreditierung und Anerkennung durch das Ministerium für Wissenschaft und Kultur die Abschlussbezeichnung Bachelor mit einem die Fachrichtung bezeichnenden Zusatz vergeben. Der Abschluss eines Bachelor-Ausbildungsgangs vermittelt dieselben Berechtigungen wie der Bachelorabschluss einer Hochschule. Mittlerweile wird von allen niedersächsischen Berufsakademien der Bachelorabschluss angeboten. Ausbildungsbeginn ist i.d.R. der 1. August.

Einen Überblick über die niedersächsischen Berufsakademien und ihr Studienangebot finden Sie im Internet unter www.studieren-in-niedersachsen.de/berufsakademien.htm.

Saarland

Im Saarland bietet die in privater Trägerschaft (Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer, Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände) stehende ASW Berufsakademie Saarland für Inhaber der Hochschulreife eine praxisorientierte Alternative zum Hochschulstudium an. Außerdem werden an der Berufsakademie für Gesundheits- und Sozialwesen sowie an der Internationalen Studien- und Berufsakademie Studiengänge im sozialen, pflegerischen und therapeutischen Bereich angeboten. Wer an der Berufsakademie studieren möchte, muss sich bei einem der Ausbildungsunternehmen um einen Studienplatz mit dem Hinweis auf die entsprechende Studienrichtung bewerben. Die theoretisch-wissenschaftliche Ausbildung findet parallel dazu an der Akademie statt und schließt, je nach Fachrichtung, mit dem Titel Bachelor of Arts oder Bachelor of Engineering ab. Angeboten werden die Ausbildungsgänge Betriebswirtschaft, Maschinenbau, Wirtschaftsinformatik sowie Wirtschaftsingenieurwesen. Ausbildungsbeginn ist i.d.R. der 1. Oktober.

An der Berufsakademie im Saarland können auch beruflich besonders qualifizierte Bewerber/-innen ohne Hochschulreife zugelassen werden. Weitere Informationen gibt es unter www.asw-berufsakademie.de.

Sachsen

Die Berufsakademien in Sachsen unterscheiden sich von denen in Hessen, Niedersachsen, Hamburg, im Saarland und in Schleswig-Holstein hinsichtlich der Trägerschaft: Die sächsischen Berufsakademien sind staatliche Bildungseinrichtungen des tertiären Bereichs.

Die Berufsakademien in Sachsen sind dadurch geprägt, dass ...

  • die Ausbildung wesentlich von staatlichen Studienakademien getragen wird,
  • die gleichen Zugangsvoraussetzungen wie im Hochschulbereich gelten,
  • ein hoher Anteil der Lehre (40%) von hauptberuflichen Lehrkräften erbracht wird, die die Einstellungsvoraussetzungen für Professor(inn)en erfüllen,
  • sie über mehrere Studien- bzw. Ausbildungsbereiche verfügen,
  • theoretische und praktische Ausbildungsphasen etwa gleichgewichtet sind.

Die Ausbildung in Sachsen ist an sieben Standorten möglich. Studienbeginn ist jeweils zum 1. Oktober des Jahres.

 

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein sind staatlich anerkannte Berufsakademien Einrichtungen des tertiären Bildungsbereichs neben den Hochschulen. Die z.Zt. einzige Berufsakademie im Lande, die Berufsakademie an der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein, ermöglicht eine modularisierte Ausbildung in den Fachrichtungen Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik.

Nach einer Ausbildungszeit von drei Jahren wird von der Berufsakademie der Bachelorgrad als staatliche Abschlussbezeichnung vergeben. Dieser ist dem Bachelorabschluss von Hochschulen gleichwertig und gleichgestellt. Das Studium an der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein beginnt jeweils am 1. Oktober. Weitere Informationen gibt es unter www.wak-sh.de.

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Hinweis

Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW)
Duale Studienangebote in Baden-Württemberg bietet die DHBW.
www.studienwahl.de/de/chduales_studium/DHBW/dhbw01549.htm

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