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Neun bunte Quadrate auf einem roten Hintergrund.

Offizieller Studienführer für Deutschland

Eine Frau lernt am medizinischen Modell mit einem Buch.
Foto: Julia Hendrysiak
Bundesweite Zulassungsbeschränkung

Nach Abzug von Vorabquoten für bestimmte Bewerbergruppen (u.a. für Ausländer/-innen, Zweitstudienbewerber/-innen und Studieninteressierte mit Behinderung) werden 20% der Studienplätze an die Abiturbesten eines jeden Bundeslandes vergeben. Über die Verteilung von weiteren 20% der Plätze entscheidet die angesammelte Wartezeit. Der Großteil (60%) der verfügbaren Studienplätze wird von den Hochschulen nach dem Ergebnis eines hochschuleigenen Auswahlverfahrens vergeben.

Die Studienplätze in den drei Quoten werden zeitlich nacheinander vergeben: zuerst die Plätze in der Abiturbestenquote, danach die in der Wartezeitquote und im Anschluss daran die im Auswahlverfahren der Hochschulen. Wer also z.B. in der Quote der Abiturbesten bereits einen Studienplatz erhalten hat, nimmt am weiteren Verfahren nicht mehr teil.

Bundesweite Studienplatzvergabe durch hochschulstart.de: Abiturbestenquote (20%), Wartezeitquote (20%), Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) 60%. Zu den Details vergleiche bitte den ausführlichen Text in diesem Abschnitt.

(Klicken Sie, um zu vergrößern, PDF 257 KB)

"Abiturbestenquote" (20%)

Die Auswahl der Bewerber/-innen erfolgt nach der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung (umgangssprachlich: „Abiturnote“). Im Zulassungsantrag können bis zu sechs Studienorte angegeben werden. Die in dieser Quote verfügbaren Studienplätze teilt hochschulstart.de noch einmal in Landesquoten auf. Diese werden für jedes Bundesland aus Bewerber/-innen- und Bevölkerungsanteil errechnet. Dadurch befindet sich jede/-r Bewerber/-in nur mit denjenigen auf einer Notenrangliste, die die Hochschulzugangsberechtigung im gleichen Bundesland erworben haben.

Die Entscheidung über den Studienort richtet sich vorrangig nach den im Zulassungsantrag genannten Studienortwünschen. Wollen mehr Bewerber/-innen an einen Ort, als dort Plätze verfügbar sind, entscheidet die Durchschnittsnote. Eine Umverteilung an von Bewerber(inne)n nicht genannte Studienorte findet nicht statt. Wer in der Abiturbestenquote an keiner genannten Hochschule zugelassen werden konnte, nimmt am weiteren Auswahlverfahren (Wartezeitquote und Auswahlverfahren der Hochschulen) teil, wenn die entsprechenden Optionen im Rahmen der Bewerbung gewählt wurden.

Wartezeitquote (20%)

Durch die Berücksichtigung der Wartezeit können sich nach und nach die Chancen auf einen Studienplatz verbessern. Hochschulstart.de berechnet die Wartezeit in Halbjahren, die seit dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung (z.B. Abitur) vergangen sind.

Ein Beispiel: Wer im Frühsommer 2018 die Hochschulzugangsberechtigung erlangt, bekommt, wenn er/sie sich zum Wintersemester 2019/20 um einen Studienplatz bewirbt, zwei Wartesemester angerechnet (Wintersemester 2018/19 sowie Sommersemester 2019). Dafür ist es nicht nötig, sich in eine Warteliste o.ä. einzutragen oder sich zu jedem Semester zu bewerben – die Berücksichtigung der Wartezeit geschieht bei der Bewerbung automatisch. Wer also zum Beispiel eine Berufsausbildung absolviert hat und sich danach das erste Mal über hochschulstart.de bewirbt, bekommt automatisch die Zeit seit dem Abitur in Wartesemestern gutgeschrieben (es ist also nicht so, dass sich die Abiturnote „mit der Zeit verbessert“). Wenn zu viele Bewerber/-innen dieselbe Wartezeit vorweisen, werden weitere Kriterien wie z.B. soziale, wirtschaftliche oder familiäre Bindungen berücksichtigt.

Wichtig: Als Wartezeit wird nur die Zeit gewertet, die Sie nicht an einer deutschen Hochschule eingeschrieben waren. Wer in seinem Wunschfach keinen Studienplatz erhält und daher ein „Parkstudium“ in einem anderen Studiengang beginnt, erhöht seine Wartezeit also nicht. Das gilt auch für ein Fernstudium.

Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) in bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen (60%)

Der Großteil der verfügbaren Studienplätze in den bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen wird von den Hochschulen nach dem Ergebnis eines Auswahlverfahrens selbst vergeben.

In einigen Bundesländern können die Hochschulen eine Vorauswahl der Bewerber/-innen treffen, z.B. anhand der Durchschnittsnote und/oder der genannten Ortspräferenz.

Tipp: Informieren Sie sich vor der Festlegung der (maximal sechs) Ortswünsche unbedingt auf der Internetseite von hochschulstart.de darüber, nach welchen Kriterien die einzelnen Hochschulen die Vorauswahl durchführen. Auf diese Weise können bereits im Vorfeld nicht realisierbare Studienortwünsche ausgeschlossen werden.

Bei der Auswahl im AdH hat die Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung maßgeblichen Einfluss auf die Auswahl. Daneben können insbesondere folgende Kriterien in die Auswahlentscheidung mit einfließen: Einzelnoten des Zeugnisses, Berufsausbildung, Tests, Auswahlgespräche oder eine Kombination dieser Kriterien. Welche Auswahlkriterien die betreffende Hochschule anwendet, können Sie auf www.hochschulstart.de unter „Studiengänge mit bundesweitem Numerus Clausus“ im Bereich „Informieren & Planen“ (Menüpunkt „Studienangebot“) oder im E-Paper einsehen, das im Bereich „Download“ (Menüpunkt „Infomaterial“) zur Verfügung steht.

Nur Online-Bewerbung

Die Bewerbung um einen Studienplatz erfolgt bei hochschulstart.de ausschließlich online über das Dialogsystem AntOn (= Antrag Online). Die Bewerber/-innen werden programmgestützt durch den Antrag geführt und bereits während der Eingabe auf mögliche Fehler hingewiesen. Dabei wird auch die Vollständigkeit der Angaben überprüft.

Die zur rechtsgültigen Antragstellung notwendige Unterschrift sowie die zum Antrag gehörenden Unterlagen (z.B. beglaubigte Kopie des Abiturzeugnisses) müssen per Post nachgereicht werden.

Auf www.hochschulstart.de finden Sie alle wichtigen Infos zu den Bewerbungsfristen und anderen Bewerbungsmodalitäten.

Chancen erhöhen mit dem Medizinertest (TMS)

Wer seine Chancen auf eine Zulassung im Auswahlverfahren vieler Hochschulen erhöhen möchte, kann einmalig an einem gebührenpflichtigen Test für Medizinische Studiengänge (TMS) teilnehmen. Für die Zulassung zum Studium ist die Teilnahme nicht verbindlich. Wenn Sie aber nicht am Test teilnehmen, können sich Bewerber/-innen, die sehr gut im Test abgeschnitten haben, in der Rangfolge vor Ihnen platzieren, auch wenn Sie eine sehr gute Abiturnote haben.

Der TMS findet einmal jährlich Anfang Mai zeitgleich an rund 50 Testorten in Deutschland statt. Anmeldeschluss ist jeweils der 15. Januar. Alt-Abiturient(inn)en können, wenn sie sich bei hochschulstart.de fristgerecht für das Auswahlverfahren der Hochschulen beworben haben, das TMS-Ergebnis bei hochschulstart.de nachreichen und in Kenntnis ihres TMS-Ergebnisses auch ihre ursprünglich angegebenen Studienortwünsche und Ortspräferenzen einmalig ändern.

Weitere Informationen erhalten Sie bei den beteiligten Medizinischen Fakultäten, hochschulstart.de und der TMS-Koordinationsstelle auf www.tms-info.org.

 

Überblick über die Bewerbungstermine.

(Klicken Sie, um zu vergrößern, PDF 186 KB)


Hinweis

Auch Bewerber/-innen mit ausländischen Schulabschlüssen eines EU-Landes, Islands, Liechtensteins oder Norwegens bzw. Ausländer/-innen, die eine Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland erworben haben, bewerben sich über hochschulstart.de. Das gilt auch für deutsche Staatsangehörige, die ihren Schulabschluss im Ausland erworben haben. Die Entscheidungen der Hochschulen und der Stiftung für Hochschulzulassung werden in der Regel gegenseitig anerkannt.

Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 19. Dezember 2017 wird das Auswahlverfahren in einigen Punkten geändert werden. So muss beispielsweise die bisherige Regelung der Wartezeit angepasst werden. Das bisherige Verfahren bleibt in seiner bisherigen Form aber noch bis einschließlich Wintersemester 2019/20 in Kraft.

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