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Neun bunte Quadrate auf einem roten Hintergrund.

Offizieller Studienführer für Deutschland

Hauptgebäude der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.
Foto: Andreas Bund
Hochschultypen im Überblick

Die verschiedenen Hochschultypen und ihre Aufgaben werden durch die Bundesländer in ihren jeweiligen Hochschulgesetzen definiert. Dort wird i.d.R. zwischen folgenden Typen unterschieden:

  • Universitäten und Hochschulen mit vergleichbarer Aufgabenstellung, dazu gehören Technische Universitäten, die Fernuniversität, Universitäten der Bundeswehr, Hochschulen für Medizin, Tiermedizin oder Sport, Kirchliche und Philosophisch-Theologische Hochschulen und Pädagogische Hochschulen
  • Kunst-, Musik- und Filmhochschulen
  • Fachhochschulen bzw. Hochschulen für angewandte Wissenschaften
  • Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung
  • Duale Hochschule

Die einzelnen Hochschulen sind meist in Fachbereiche, Fakultäten oder auch Departments gegliedert.

Bitte beachten Sie: Die im Buch „Studienwahl“ sowie im Portal www.studienwahl.de aufgeführten Hochschulen und Studiengänge verfügen, sofern nicht ohnehin staatlich, alle über eine staatliche Anerkennung. Es treten aber auch immer wieder neue Anbieter am Bildungsmarkt auf, bei denen nicht auf Anhieb erkennbar ist, ob ein staatlich anerkannter (Hochschul-)Abschluss erworben werden kann. Wenn dem nicht so ist, kann es zu Problemen beim Berufseinstieg und bei der Verwendung eines akademischen Titels kommen. Im Zweifelsfall erteilen Ihnen die Wissenschaftsministerien der Länder Auskunft zur Anerkennung.

Universitäten

Kennzeichnend für Universitäten ist ihre breite wissenschaftlich-theoretische und forschungsorientierte Ausrichtung.

Neben den Disziplinen Medizin, Rechtswissenschaft, Theologie, Natur- und Geisteswissenschaften werden auch Gesellschafts- und Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Mathematik und Informatik, Ingenieurwissenschaften sowie Agrar- und Forstwissenschaften gelehrt. Hinzu kommt die Ausbildung für die verschiedenen Lehrämter.

Manche Universitäten konzentrieren ihr Angebot aber auf bestimmte Fachbereiche, etwa die Hochschulen für Medizin, Tiermedizin und Sport. An einigen Universitäten werden auch duale Studiengänge angeboten. Fast alle Universitäten verfügen zudem über das Promotionsrecht – d.h. man kann dort einen Doktorgrad erwerben.

Universitäten der Bundeswehr

An den beiden Universitäten der Bundeswehr in Hamburg und München erhalten Offiziersanwärter/-innen und Offiziere eine wissenschaftliche Ausbildung in universitären Studiengängen oder Fachhochschulstudiengängen (nur UniBw München), die den Abschlüssen an anderen Hochschulen gleichwertig sind. Mit dieser Ausbildung können die Absolvent(inn)en nach Ablauf ihrer Verpflichtungszeit (mindestens 13 Jahre) einen zivilen akademischen Beruf ergreifen.

Kirchliche/Theologische Hochschulen

An Kirchlichen Hochschulen (evangelisch), Philosophisch-Theologischen Hochschulen (katholisch) und sonstigen Theologischen Hochschulen werden – ebenso wie an den entsprechenden Fakultäten der Universitäten – Theolog(inn)en ausgebildet. Außerdem gibt es eine ganze Reihe kirchlicher (Fach-)Hochschulen, die Studiengänge im sozialen Bereich anbieten.

Pädagogische Hochschulen

An Pädagogischen Hochschulen, die es nur in Baden-Württemberg gibt, werden Studiengänge angeboten, die auf eine Lehrtätigkeit an den Schularten Grund-, Haupt-, (Werk-)Real-, Gemeinschafts- und Sonderschulen vorbereiten. Bei der Ausbildung für das gymnasiale Lehramt und das Lehramt für Berufsschulen kooperieren die Pädagogischen Hochschulen mit Universitäten und Fachhochschulen (siehe „Lehramt in Baden-Württemberg“). Das Studienangebot umfasst außerdem eine Reihe weiterer, nicht auf das Lehramt bezogener Studiengänge.

Kunst- und Musikhochschulen, Filmhochschulen

Kunst- und Musikhochschulen bieten Studiengänge in den bildenden und darstellenden Künsten bzw. in musikalischen Fächern an. Die Kurse finden teils in kleinen Gruppen („Klassen“) oder auch als Einzelunterricht statt.

Kunsthochschulen

An vielen Kunsthochschulen können Bachelor-, Master- oder Diplomabschlüsse erworben werden. An anderen Hochschulen ist das Studium hingegen sehr frei, wenig strukturiert und sieht keine Abschlussprüfung vor. Wird im Rahmen des Studiums für ein Lehramt ein künstlerisches Fach studiert, so wird das Studium – je nach Bundesland – entweder mit der Staatsprüfung oder einem Bachelor bzw. Master (of Education) abgeschlossen. Einige Studiengänge sehen eine Probezeit von zwei Semestern zu Beginn des Studiums vor.

Musikhochschulen

Beim Studium der Musik und darstellenden Kunst (Musiktheater, Tanz, Schauspiel) an Musikhochschulen sind i.d.R. eine Zwischen- und eine Abschlussprüfung vorgesehen. Letztere ist je nach Hochschule ein Hochschulexamen (Bachelor-, Master- oder Diplomprüfung, künstlerische Reifeprüfung) bzw. eine staatliche oder kirchliche Prüfung. Um zugelassen zu werden, muss man i.d.R. eine Eignungsprüfung bestehen. Die Musikhochschulen bilden ihre Studierenden oft an einembestimmten Instrument oder im Gesang aus. Die Musikrichtung ist meist klassisch, aber auch Jazz, Pop oder Rock sind manchmal vertreten. Die Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim z.B. bietet Studiengänge in den Fachbereichen Populäre Musik sowie Musik- und Kreativwirtschaft an.

Filmhochschulen, Hochschulen der Medien

Bundesweit gibt es drei staatliche Filmhochschulen: die Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg, die Hochschule für Fernsehen und Film in München und die Filmuniversität Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg. Sie bieten Studiengänge rund um die Filmproduktion an, etwa in den Bereichen Drehbuch, Regie, Kamera oder Filmmusik. Man kann Bachelor-, Master- und Diplomabschlüsse erwerben. Daneben existieren zahlreiche weitere private Akademien und Institute, deren Angebote mit einem Zertifikat abschließen Um zum Studium zugelassen zu werden, müssen die Bewerber/-innen oft ein Praktikum oder Arbeitsproben nachweisen sowie erfolgreich eine Eignungsprüfung absolvieren.

Außerdem bilden (private) medienorientierte Hochschulen für verschiedene Berufsfelder in audiovisuellen bzw. elektronischen Medien aus, teils eher künstlerisch, teils eher technisch orientiert. Neben den klassischen Medien wie Fotografie und Film gibt es Angebote zu Mediengattungen wie Computergrafik und -animation sowie 3D-Simulation. In diesen Studiengängen werden neben ästhetischen Gesichtspunkten auch medienwissenschaftliche, wirtschaftliche sowie rechtliche Fragen behandelt.

Schauspielschulen

Einige staatliche Hochschulen und Universitäten sowie zahlreiche private Schulen bieten ein Schauspielstudium an. Meist wird in einer künstlerischen Aufnahmeprüfung über die Zulassung der Bewerber/-innen entschieden. Darüber hinaus legen einige Hochschulen eine Altersbegrenzung fest. Je nach Hochschule bzw. Universität schließt das Studium mit einer Bachelor-, Master- oder Diplomprüfung ab.

Fachhochschulen / Hochschulen für angewandte Wissenschaften

Fachhochschulen (FH) verfolgen einen anwendungsorientierten wissenschaftlichen Ansatz. Das heißt, das Studium dort beleuchtet weniger den wissenschaftlich-theoretischen Hintergrund, sondern orientiert sich verstärkt an den Anforderungen in der Praxis.

Deshalb bezeichnen sich mittlerweile viele FHs als „Hochschule für angewandte Wissenschaften“ (HAW), z.T. auch nur „Hochschule“ oder aber auf Englisch als „University of Applied Sciences“.

Fachhochschulen bieten ebenso wie Universitäten überwiegend Bachelor- und Masterstudiengänge an. Das Fächerspektrum an FHs ist allerdings eingeschränkter, denn bestimmte Studiengänge (z.B. Human-, Tier-, Zahnmedizin und Pharmazie sowie Lehrämter) werden nur an Universitäten angeboten. Häufig findet an FHs eine Konzentration auf die Fachbereiche Technik/Ingenieurwissenschaften, Wirtschaft, Medien und Soziales statt.

Die integrierten Praxisphasen können mehrwöchige Praktika, Projektphasen oder ein ganzes Semester umfassen und werden in Betrieben und Einrichtungen absolviert. So wird der praktische Anwendungsbezug des Studiums verstärkt. Eine zuvor absolvierte Berufsausbildung oder Berufspraxis kann teilweise oder ganz auf die Praxiszeiten angerechnet werden.

Zahlreiche Fachhochschulen bieten auch duale Studiengänge an.

Fachhochschulen für (öffentliche) Verwaltung

An Fachhochschulen für (öffentliche) Verwaltung des Bundes und der Länder werden Studierende für die Laufbahnen des gehobenen Dienstes in der öffentlichen Verwaltung ausgebildet.

Das dreijährige Studium ist dual aufgebaut und findet im Wechsel an der Hochschule und in der Ausbildungsbehörde statt. Deswegen ist der Zugang zu diesen Fachhochschulen nur über die Ausbildungsbehörde möglich. Diese sind i.d.R. auch Ansprechpartner bei allen Fragen zum Studium und zur Bewerbung.

Während des Studiums an einer Fachhochschule für (öffentliche) Verwaltung sind Sie bereits Beamter/-in auf Widerruf und erhalten Anwärterbezüge (siehe dazu „Öffentliche Verwaltung“).


Hinweis

Informationen zum Studium an Berufsakademien sowie Anschriften und Kontaktdaten finden Sie unter "Duales Studium".

Den Status einer Fachhochschule hat auch die Duale Hochschule in Baden-Württemberg (DHBW). Ausführliche Informationen dazu finden Sie unter "Duales Studium".


Weitere Informationen

Statistische Angaben zu den Hochschulen
z.B. zur Zahl der Studierenden veröffentlicht das Statistische Bundesamt:
www.destatis.de > Zahlen & Fakten > Gesellschaft & Staat > Bildung, Forschung, Kultur > Hochschulen

abi>> Hochschulpanorama
Über die interaktive Deutschlandkarte gibt es hier Informationen zu etwa 150 Hochschulorten:
panorama.abi.de

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