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Newsletter 14. September 2010

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Editorial

Studieren lohnt sich - für jeden Einzelnen und für die gesamte Gesellschaft. Das wurde jetzt erneut durch die Ergebnisse einer Länderauswertung der OECD-Bildungsstudie bestätigt. Wie in allen anderen Industrienationen schützt auch in Deutschland ein Hochschulstudium am besten vor Arbeitslosikkeit. 2008 lag die Erwerbslosenquote bei Akademikern und Akademikerinnen in Deutschland bei 3,4 %, bei Personen ohne Schul- oder Berufsabschluss hingegen bei 16,5 %. Und auch wirtschaftlich zahlt sich ein Studium aus. Seit 1998 hat sich der Einkommensvorsprung der Akademiker/innen gegenüber Erwerbstätigen, die "nur" über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen, mehr als verdoppelt: Wer ein Studium abgeschlossen hat, verdient durchschnittlich 67 % mehr. Nicht so positiv: Auch wenn im kommenden Wintersemester mit einer Rekordzahl von 2,2 Mio. Studierenden gerechnet wird, bleibt Deutschland in der OECD ein Land mit relativ geringer Studierneigung.

In China kennt man diese Sorgen nicht. Hier wuchs die Zahl der Studierenden rasant: Von 2000 bis 2008 um 19,3 Mio. auf 26,7 Mio. bzw. um 262 %. China hat damit absolut gesehen die meisten Studierenden. Unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl sind dies allerdings nur 20 Studierende pro 1.000 Einwohner. Hier haben die USA mit 59 Studierenden auf 1.000 Einwohner weiterhin die Nase vorn.

Viel Spaß beim Lesen dieses Newsletters wünschen die Herausgeber und die Redaktion von "Studien- und Berufswahl".

Inhalt

Junior-Uni, Schnupperstudium & Co.

Schülercampus "Mehr Migranten werden Lehrer" in Oldenburg

Bild: Im Klassenzimmer © SXC/Ruth ElkinAuf dem Schülercampus Mehr Migranten werden Lehrer an der Universität Oldenburg können Schüler/innen mit Migrationshintergrund Einblicke in ein Lehramtsstudium sowie in die Chancen und Möglichkeiten des Lehrerberufs gewinnen.
Vom 6. bis 9. November erfahren sie, welche Anforderungen der Arbeitsalltag als Lehrer/in mit sich bringt und welche Karrierechancen sich eröffnen. Darüber hinaus erhalten sie Informationen über Fördermöglichkeiten im Studium. Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 30. September 2010.

Frühstudium für künftige Informatiker/innen in Senftenberg

Bild: IT-Unterricht © Manfred Jahreis/pixelio.deStudienluft können Computer begeisterte Schüler/innen im Rahmen eines neuen Angebotes des Studiengangs Informatik der Hochschule Lausitz schnuppern: Am 27. September beginnt das Frühstudium Informatik in Senftenberg. Die Schüler/innen nehmen an der Seite Studierender an regulären Lehrveranstaltungen teil. So lernen sie Studierende, Dozenten und den Hochschulalltag kennen und machen sich mit den Studienbedingungen und der modernen Laborausstattung vertraut. Im Falle eines späteren Informatik-Studiums an der Hochschule werden die abgelegten Prüfungsleistungen anerkannt.

"Probieren vor dem Studieren" für Schülerinnen in Magdeburg

Bild: Teilnehmerinnen des Herbstkurses am Institut für Apparate- und Umwelttechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg © Karin Lange/Universität MagdeburgWer sich als Abiturientin bei der Wahl des Studienfaches nicht sicher ist, ob Logistik, Elektrotechnik, Biomedizin oder Informatik das Richtige ist, für den bietet die Universität Magdeburg während der Herbstferien eine einmalige Entscheidungshilfe: eine Woche lang auf Probe studieren. Der so genannte Herbstkurs für Abiturientinnen findet vom 18. bis 22. Oktober 2010 statt. Dabei können sich junge Frauen über Studieninhalte und -abläufe informieren und erhalten aus erster Hand Informationen zu Berufs- und Karrierechancen. Eine Anmeldung ist bis 20. September erforderlich.

"pea*nuts" für Schülerinnen in Bielefeld

Bild: Flyer "pea*nuts" © Universität Bielefeld"pea*nuts" steht für "probieren, erfahren, anwenden - Naturwissenschaften und Technik für Schülerinnen".
Das können Schülerinnen der 11. bis 13. Klassen während der pea*nuts-Herbsthochschule vom 18. bis 21. Oktober an der Universität Bielefeld und sich dabei über die naturwissen-schaftlichen und technischen Studienmöglichkeiten informieren. Neben Vorlesungen, Workshops und Laborbesuchen gibt es ein allgemeines Studieninformations- und Abendprogramm, bei dem man sich mit Studentinnen und Wissenschaftlerinnen der Hochschule austauschen kann. Anmeldeschluss ist der 24. September.

TIPP: Noch mehr aktuelle Veranstaltungshinweise für Schüler/innen und Studieninteressierte gibt's bei Studienwahl.de.

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Neue Studiengänge

Technische Informatik

Bild: Handys © Harald Wanetschka/www.pixelio.de Vom Handy bis zur Produktionsstraße sind Soft- und Hardware heute in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens präsent. Je mehr Software in komplizierte Geräte eingebettet wird, umso wichtiger wird die interdisziplinäre Beherrschung der Technik (= Hardware) und der Informatikprinzipien. An dieser Schnittstelle zwischen Informationstechnik und Informatik setzt der Bachelorstudiengang Technische Informatik an, den die Universität Hannover zum kommenden Wintersemester erstmals anbietet. Studierende lernen die Grundlagen in beiden Disziplinen kennen und erfahren, wie die jeweiligen Fachgebiete voneinander abhängen. Absolventinnen und Absolventen können in verschiedensten Anwendungsbereichen der technischen Informatik tätig werden – von der Automobiltechnik über die Robotik oder Medizintechnik bis hin zur Unterhaltungselektronik. Die Bewerbungsfrist endet am 30. September.

Musikmanagement

Bild: Audio Mixer © iStockphoto.com/deepblue4youAn der Universität des Saarlandes wird zum kommenden Wintersemester der Bachelorstudiengang Musikmanagement eingerichtet. Das interdisziplinäre Fach, das in Kooperation mit der Hochschule für Musik Saar angeboten wird, vermittelt eine fundierte musikwissenschaftliche Ausbildung. Zugleich werden praktische Kenntnisse über die Funktionen und Strukturen von Institutionen erworben, die das gegenwärtige Musik- und Kulturleben prägen. Ein Zusatzangebot aus den Bereichen Wirtschaft und Recht sowie Kulturmanagement und -marketing ergänzen die musikwissenschaftlichen und -praktischen Lehrveranstaltungen. Absolventen und Absolventinnen sollen in Berufen arbeiten können, bei denen es um den qualifizierten Umgang mit Musik und insbesondere ihrer Vermittlung in den Institutionen des gegenwärtigen Musik- und Kulturlebens geht. Eine Einschreibung ist noch bis zum 30. September möglich.

Energie- und Gebäudetechnik (dual)

Bild: Solarzellen an modernem Gebäude © iStockphoto.com/david hills Der Bachelorstudiengang Energie- und Gebäudetechnik der Fachhochschule Köln kann ab Wintersemester 2011/2012 auch dual studiert werden – mit einer kaufmännischen Ausbildung in einem Bauunternehmen parallel zum Studium. Die Studien- und Prüfungsinhalte entsprechen dem "Vollstudiengang".
Die Studierenden können als Schwerpunkt Technische Gebäudeausrüstung, Elektrische Gebäudesystemtechnik oder Green Building Engineering wählen. Der erste Ausbildungsblock in einem Unternehmen beginnt am 1. Juni 2011. Das mit der FH Köln kooperierende Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW e.V. empfiehlt allen Interessierten, sich bereits ab Herbst 2010 um einen Ausbildungsplatz in einem Unternehmen der Baubranche zu bewerben.

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Bild: Banner © Provadis School of International Management and Technology AG

Perfekt auf mich zugeschnitten: Studium mit integriertem Karrierecoaching

Sind Sie für 2010 noch auf der Suche nach einem passenden Studienplatz in BWL oder Wirtschaftsinformatik? Bei der Provadis Hochschule in Frankfurt gibt es noch mehrere Plätze für ein duales Studium bei attraktiven Partnerunternehmen. Und das Tolle: Ins Studium integriert sind Module mit persönlicher Beratung zur Karriereentwicklung – Für einen erfolgreichen Berufseinstieg in Wirtschaft und IT.

www.studium-karrierecoaching.de

TIPP: Infos über neue Studienangebote gibt's auch bei Studienwahl.de.

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Studium, Ausbildung & Beruf

Auf in die Zukunft – der 13. DASA-Jugendkongress

Bild: Stimmung in der Stahlhalle 2009: Rund 10.000 Jugendliche starteten in der DASA in Richtung Zukunft. Foto: Andreas WahlbrinkWie werde ich fit für die Jobs, die mich interessieren? Und wie schaffe ich den ersten Schritt in meinen "Traumjob"? Auf dem DASA-Jugendkongress, der am 22. und 23. September in Dortmund stattfindet, können Jugendliche ab 14 Jahren praxisnahe Ideen für ihre berufliche Zukunft erhalten und mehr über neue Berufsbilder, Berufswege und Ausbildungsmöglichkeiten abseits der üblichen Hitliste der Wunschberufe erfahren. Auf dem Programm steht ein bunter Mix aus Gesprächen und Präsentationen von Schulen, Unternehmen und Institutionen. Angeboten werden außerdem Workshops zu den Themen "Bewerben mit Benimm", "Medienberufe" und "Theater". Vier "Zukunftsrouten" verbinden die Stände der Aussteller thematisch und sorgen so für eine gezielte Informationssuche. Der Eintritt ist an beiden Tagen frei. Um eine Anmeldung wird gebeten.

Damit die Berufswahl nicht zur Qual wird

Orientierungshilfe für den Übergang von der Schule in das Berufsleben will das Berufsorientierungsportal der Industrie- und Handelskammer Cottbus geben. Schüler/innen finden eine ganze Menge Informationen rund um ihre berufliche Zukunft in Brandenburg: Ausbildungsberufe und -wege werden erklärt, Ausbildungs- und Praktikumsplätze werden angeboten, und der "Fahrplan zur Ausbildung" hilft bei der rechtzeitigen Orientierung und Bewerbung. Im "Testcenter" gibt es eine Auswahl an Berufswahl- und Kompetenztests, die dabei helfen können, herauszufinden, was man will und was man kann.

Das "Deutschlandstipendium" kommt

Bild: Geldautomat © Dieter Schütz/www.pixelio.deIm Sommersemester 2011 soll das "Deutschlandstipendium", das nationale deutsche Stipendiumprogramm, an den deutschen Hochschulen mit rund 10.000 Stipendiaten starten. Der Bund zahlt den Stipendiaten 150 Euro pro Monat, wenn die jeweilige Hochschule den gleichen Beitrag von privater Seite einwirbt. Mittelfristig sollen acht Prozent der Studierenden in Deutschland, also 160.000 junge Frauen und Männer, mit jeweils 300 Euro im Monat gefördert werden. Demnächst wird auch die Internetseite www.stip.de eingerichtet, auf der Stipendieninteressierte weitere Informationen einholen können.

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Bild: Banner der Deutschen Bundesbank

Jetzt noch schnell bewerben für die dualen Studiengänge:

Betriebswirtschaftslehre – Fachrichtung Notenbankwesen
Bewerbungsschluss: 1. Oktober 2010
Hier erfährst Du, wie Finanzmarktkrisen entstehen und verhindert werden können oder warum ein funktionierendes Bankensystem für eine Volkswirtschaft so wichtig ist.

Angewandte Informatik oder Wirtschaftsinformatik
Bewerbungsschluss: 26. September 2010
Wenn Du Dich für IT in all ihren Facetten interessierst und wissen möchtest, welche besonderen Herausforderungen dabei in einer Notenbank zu meistern sind, dann bist Du hier genau richtig.

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Projekte, Infos & Tipps

Wettstreit für Nachwuchsinformatiker

Bild: Leiterplatte © Peter Kirchhoff/pixelio.deNeuer Start beim Bundeswettbewerb Informatik (BWINF): Seit 1. September können Jugendliche bis 21 Jahre, die sich noch in der Ausbildung an einer deutschen Schule befinden, wieder an dem bundesweiten Schülerwettbewerb teilnehmen. BWINF dauert etwa ein Jahr und geht über drei Runden. Wer in der ersten Runde – auch in Gruppenarbeit – mindestens drei der fünf Aufgaben richtig gelöst hat, kommt in Runde 2. Die etwa 30 bundesweit Besten aus dieser Runde werden schließlich zu einem Kolloquium in die Universität Freiburg eingeladen. Dort können sie sich für die Teilnahme an der Internationalen Olympiade in Informatik (IOI) qualifizieren. Den Siegern winken Stipendien von der Studienstiftung des deutschen Volkes und attraktive Geldpreise. Außerdem erhalten die Teilnehmer/innen der ersten beiden Runden Zugang zu spannenden Informatik-Camps an führenden Universitäten und Forschungseinrichtungen.

"mailmentoring+": RUB-Studierende geben Tipps zum Studium

Bild: Computer, Internet und Kommunikation © Geralt/Photoopia.comWer nach dem Abitur studieren möchte, aber bei der Wahl des Faches vielleicht noch schwankt oder sich fragt, wie ein Studium eigentlich abläuft, der ist beim mailmentoring+ der Ruhr-Universität Bochum (RUB) genau richtig. Denn auf die meisten Fragen wissen Studierende Antwort. Die stehen nämlich bereits im Uni-Leben und haben längst ihre Erfahrungen gemacht, die sie gerne weitergeben. Die Studieninteressierten bekommen Infos von "Insidern", Einblicke ins Studium, Tipps zum Studienalltag und Unterstützung bei der Studienfachwahl. Per E-Mail treten sie in Kontakt mit Studierenden aus ihrer Wunschfakultät, die sie auch persönlich treffen und in Seminare oder in die Mensa begleiten können, um das Campusleben hautnah zu erleben. Das bisher nur für Schülerinnen im MINT-Bereich angebotene Mailmentoring richtet sich zum kommenden Wintersemester erstmals auch an Schüler und wird auf alle 20 Fakultäten der RUB ausgeweitet.

Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Bild: Schülerin im Archiv © David AusserhoferMit dem Thema "Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte" startete Anfang September der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, der von der Körber-Stiftung in Hamburg ausgerichtet wird. Alle Kinder und Jugendlichen unter 21 Jahren sind aufgerufen, allein oder in Gruppen auf Spurensuche nach regionalen historischen Skandalen in ihren Wohnorten zu gehen. Dabei sollen sie eigene Fragen an ihr Lebensumfeld stellen, mit Zeitzeugen und Experten sprechen und in Archiven recherchieren. Die einzureichenden Beiträge können in Schriftform, als Multimediapräsentation, Video-DVD oder als Fotodokumentation eines dreidimensionalen Projektergebnisses (z.B. eine Ausstellung, ein Spiel oder ein Modell) eingereicht werden. Es gibt Preise im Gesamtwert von 250.000 Euro zu gewinnen. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2011.

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ISSN 1860-1847

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(Rubrik Aktuelles — Newsletter — Siehe auch…).

Der nächste Newsletter erscheint voraussichtlich am 23. September 2010.

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