Unter dem Begriff "Studium im Praxisverbund" werden verschiedene Formen der Kombination von Studium und betrieblicher Praxis zusammengefasst. Die Bezeichnungen derartiger Studiengänge sind aufgrund vielfältiger organisatorischer und inhaltlicher Konzepte recht unterschiedlich. Neben dem "Dualen Studium" finden sich z.B. Begriffe wie "Berufsintegrierendes Studium", "Verbund-/Integrationsmodell" oder das "Kooperative Studium".
Folgende Typen können unterschieden werden:
Ausbildungsintegrierte Studiengänge, bei denen i.d.R. zusätzlich eine berufliche Erstausbildung absolviert wird.
In kooperativen bzw. praxisintegrierenden Studiengängen schließen die Studierenden mit einem Unternehmen einen Vertrag ab und arbeiten neben ihrem Studium in diesem Unternehmen. Ziel ist es, eine stärkere Einbindung der Studierenden in eine praktische Tätigkeit zu erreichen.
Berufsbegleitende oder berufsintegrierende Studienangebote. Sie können neben einer bestehenden Berufstätigkeit absolviert werden oder beziehen die ausgeübte Berufstätigkeit in die hochschulische Ausbildung mit ein.
Die Kombination aus betrieblicher Praxis und Studium ist an Fachhochschulen und Universitäten möglich (siehe Abschnitt 7.2 "Berufspraxis plus Studium").
In einigen Ländern gibt es auch Berufsakademien (siehe Abschnitt 7.3 "Studium an Berufsakademien"), die duale Bildungsgänge für Studienberechtigte anbieten. In Baden-Württemberg wurden die Berufsakademien in die „Duale Hochschule Baden-Württemberg“ (DHBW) umgewandelt, die den Status einer Fachhochschule hat (siehe Abschnitt 3.1 "Hochschularten").