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Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Forstwissenschaft, Forstwirtschaft

Kurzcharakteristik des Studienbereichs

Dabei geht es auch um die Bedeutung des Waldes für die Umwelt, insbesondere für die nachhaltige Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes, für das Klima, den Wasserhaushalt, die Reinhaltung der Luft, die Bodenfruchtbarkeit, das Landschaftsbild, die Agrar- und Infrastruktur sowie die Erholung der Bevölkerung.

Die Bedeutung für die Volkswirtschaft ergibt sich u.a. aus der Tatsache, dass ein Drittel der Fläche Deutschlands mit Wald bedeckt ist. Holz ist als nachwachsender Rohstoff wirtschaftlich wichtig. Die Nutzung dient u.a. der Versorgung der heimischen Holz- und Papierindustrie. Von zunehmender Bedeutung sind Aufgabenfelder im internationalen Bereich. Kenntnisse über die verschiedenen Waldformationen – von den tropischen Regenwäldern bis zu den borealen Nadelwäldern – werden ebenso wie internationale Marketingkonzepte vermittelt. Insgesamt strebt die Forstwirtschaft auf ökologischer Grundlage eine optimale Holzproduktion bei gleichzeitiger Gewährleistung der Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes an.

Die vielseitigen Aufgaben von Forstexpert(inn)en fordern nicht nur die Lösung biologischer und ökologischer Probleme, wie die globale Herausforderung des Klimawandels, sondern setzen technisches und wirtschaftliches Verständnis sowie juristisches Wissen, kaufmännische Fähigkeiten und umfangreiche Kenntnisse in der Verwaltung voraus.

Das Studium der Forstwirtschaft an einer Fachhochschule konzentriert sich stärker auf die praktische Waldbewirtschaftung und die betriebstechnische Durchführung forstlicher Maßnahmen als auf Aufgaben in der Leitung eines Forstreviers.

Beschäftigungsmöglichkeiten

Absolvent(inn)en der Forstwissenschaft/Forstwirtschaft arbeiten traditionell bei öffentlich-rechtlichen Arbeitgebern, z.B. in Revierförstereien und Forstämtern, in Forstverwaltungen des Bundes, der Länder oder der Kommunen, in Forstdirektionen, Forstabteilungen bei Regierungen und Ministerien, in forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalten, bei Landwirtschaftskammern und bei Ämtern, Behörden und Anstalten aus dem Bereich Umwelt- und Naturschutz sowie Landschaftspflege. Hinzu kommen Tätigkeiten im privatwirtschaftlichen Umfeld, z.B. in der Holzindustrie und im Holzhandel, bei Ingenieurbüros und Unternehmensberatungen, in großen Privatforstbetrieben, bei botanischen Gärten und Naturparks oder bei forstlichen Interessenverbänden. Auch Dienstleistungen  wie Gutachten, Planungen oder Auslandstätigkeiten  bei Wiederaufforstungsprojekten sind denkbar.

Studium an Universitäten

Praktische Tätigkeit:

Studienbegleitendes mehrmonatiges Betriebspraktikum in Forstämtern und Forstbetrieben.

Studium:

Im Grundlagenstudium (Bachelor) erhalten die Studierenden  eine naturwissenschaftliche und methodische Basisausbildung in  Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement durch die Module  Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Bodenkunde und Standortlehre, Forstbotanik und -zoologie, Dendrologie (Lehre von den Bäumen und Gehölzen), Klimatologie und Forstmeteorologie, Waldinventur, Jagdkunde, wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen und Forstrecht.

Im Vertiefungsstudium (Master) können sie sich durch Studienmodule u.a.  auf Forstbetriebsmanagement, Management von Waldressourcen, Waldnaturschutz, Biodiversität, Holzbiologie und Holztechnologie, Holzwirtschaft, Ökosystemanalyse, forstliche Umweltsysteme und Internationale Forstwirtschaft spezialisieren.

Studium an Fachhochschulen

Praktische Tätigkeit:

Je nach schulischer/beruflicher Vorbildung meist mehrwöchiges Vorpraktikum, z.B. bei Forstämtern oder Forstbetrieben. Während des Studiums integriertes berufsbezogenes Praxissemester.

Studium:

Im Grundlagenstudium (Bachelor) erhalten die Studierenden eine ökologische, naturwissenschaftliche, ökonomische und technische Basisausbildung mit Studienmodulen zu: Botanik, Zoologie, Wildökologie, Waldarbeitslehre, Angewandte Forsttechnik, Bodenkunde und Standortlehre, Waldökologie, Klimatologie, Holzartenkunde, Mathematik, Vermessungslehre, Statistik, EDV, Betriebswirtschaftslehre, Arbeitsschutz. Anschließend erfolgt die anwendungsbezogene Vertiefung in Produktion, Waldbautechnik, Waldmanagement, Betriebsführung, Waldökologie. Masterstudienangebote ermöglichen eine Profilbildung in Bereichen wie Forst- und Kommunalwirtschaft, Geografische Informationssysteme und Landschaftsmanagement, Tropische Forstwirtschaft, Internationaler Holzhandel u.Ä.

Ergänzende Module gibt es zu Themen wie Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Waldpädagogik.

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