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Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Umweltschutz, Ökologie, Entsorgung

Kurzcharakteristik des Studienbereichs

Das Studienangebot ist in den vergangenen Jahren, v.a. im Zuge der weltweiten Klima-Debatte, spürbar erweitert worden. Umweltschutzbezogene Studieninhalte finden sich in vielen Studiengängen, z.B. im Maschinenbau, in der Chemie und der Physik. Daher ist es nicht immer leicht, umweltbezogene Studiengänge von herkömmlichen abzugrenzen. Auch Uneinheitlichkeit in der Terminologie macht das Studienangebot unübersichtlich.

Hinweise zu Studienangebot und Anforderungen

Umweltbezogene Studienangebote lassen sich vier Hauptrichtungen zuordnen:

Naturwissenschaftlich-analytische Ausrichtung:
Dabei steht das Verständnis der in Umwelt und Natur ablaufenden Prozesse und der zugehörigen Methoden und Erkenntnisse im Vordergrund. Derartige Studiengänge bauen auf einem naturwissenschaftlichen Grundlagenstudium (Mathematik, Physik, Chemie, Biologie) auf und betonen dann unterschiedliche Schwerpunkte. Beispiele hierfür sind die speziellen Studiengänge für Geoökologie sowie die Studienrichtung Ökologie (wissenschaftlicher Naturschutz) im Rahmen von Biologie-Studiengängen. Bei der Geoökologie sind insbesondere Atmosphäre und Böden als wesentliche Bestandteile eines Ökosystems von wissenschaftlichem Interesse. Eine fächerübergreifende Ausbildung (u.a. Biogeographie, Bodenphysik, Geomorphologie, Hydrologie, Geochemie) verbessert das Verständnis für die vielfältigen Zusammenhänge. Das gilt auch für den Studiengang Angewandte Systemwissenschaft, in dem auch sozioökonomische Themen einbezogen sind und in dem der Schwerpunkt auf der Erstellung und Anwendung mathematischer Modelle liegt.

Bodenkundlich-pflanzenbauliche Ausrichtung:
Derartige Studienangebote haben sich aus den Agrar- und Forstwissenschaften entwickelt. Ihr Profil ist von den angewandten Naturwissenschaften geprägt und wird teilweise durch die agrar- und forstwissenschaftlichen Produktionsverfahren und deren Bezug zu Umwelt und Natur bestimmt. Beispiele hierfür sind Studienrichtungen wie Agrarökologie, Landwirtschaft und Umwelt, die mit diesen oder ähnlichen Bezeichnungen an landwirtschaftlichen Fakultäten und Fachbereichen eingerichtet wurden.

Planerisch-gestalterische Ausrichtung:
Hier kommen naturwissenschaftliche, sozioökonomische und gestaltende Fachgebiete zusammen. Beispiele hierfür sind die Studiengänge Landespflege, Landschaftsnutzung und Naturschutz, Regionalentwicklung und Naturschutz, Landschaftsökologie, Landschaftsarchitektur.

Ingenieurwissenschaftlich-technische Ausrichtung:
Hier ist ein ingenieurwissenschaftlicher Studiengang (meist Bauingenieurwesen oder Maschinenbau/Verfahrenstechnik) auf die Konstruktion umwelttechnischer Anlagen zur Luftreinhaltung, Lärmminderung, Abfallbeseitigung bzw. -entsorgung und Wasserreinhaltung ausgerichtet. Es gibt aber auch eigenständige Studiengänge für Umweltschutz/Umwelttechnik, z.B. mit Schwerpunkt menschliche Lebensräume, nachwachsende Rohstoffe, Bodenschutz, Luftreinhaltung, Entsorgungstechnik, Abfallbehandlungstechnik, Recyclingtechnik, Wasser- und Abwassertechnologie, Entsorgungswirtschaft. Verwandt ist auch das Technische Gesundheitswesen. Im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen werden ebenfalls Studiengänge mit Schwerpunkt Umweltschutz angeboten.

Darüber hinaus besteht ein großes Angebot an Masterstudiengängen mit umweltbezogenen Inhalten. Ferner gibt es auch spezielle Lehrveranstaltungen zu Umweltthemen in einer Vielzahl anderer Studiengänge, auch der Wirtschafts-, Gesellschafts- und Rechtswissenschaften.

Beschäftigungsmöglichkeiten

Umweltschutzingenieure/-innen beraten in den verschiedensten Bereichen des Umweltschutzes. Sie wirken mit bei der Entwicklung von umweltfreundlicheren Produktionsverfahren und kümmern sich um die Minimierung von Emissionen beim laufenden Betrieb von Anlagen unterschiedlicher Produktionsbereiche. Das Erstellen von Umweltbilanzen und Vorschläge zur Veränderung von Produktionsgütern unter Umweltschutzgesichtspunkten gehören ebenfalls zu ihren Tätigkeiten. Sie überprüfen Anlagen und Betriebsstätten auf die Einhaltung von Umweltauflagen und erarbeiten umwelttechnische Stellungnahmen.

Sie arbeiten vorrangig sowohl bei Unternehmen unterschiedlicher Branchen, die eine besondere Umweltrelevanz haben, z.B. in der

  • Energiewirtschaft,

  • Chemischen Industrie,

  • Papierindustrie,

  • Galvanoindustrie,

  • Baustoffindustrie,

  • Entsorgungs- und Abfallwirtschaft,

als auch bei Behörden, z.B. bei

  • Kommunalen Umweltbehörden, Ver- und Entsorgungsbetrieben, Gewerbeaufsichtsämtern,

  • Bezirks-, Landes- und Bundesbehörden, Ministerien.

Für analysierende, beratende und gutachterliche Tätigkeitsschwerpunkte auch bei

  • Beratungs- und Ingenieurbüros.

Studium an Universitäten

Praktische Tätigkeit:

Unterschiedlich geregelt.

Studium:

Die Studieninhalte reichen – je nach fachlicher Ausrichtung – von naturwissenschaftlich-technischen Fächern über die Wirtschafts- und Rechtswissenschaften bis hin zu den Sozialwissenschaften. Im Grundlagenstudium werden aufbauend auf einer naturwissenschaftlichen bzw. ingenieurwissenschaftlichen Basisausbildung fachspezifische Inhalte im Hinblick auf die Schwerpunktthemen vermittelt.

Im Vertiefungsstudium erfolgt dann die Erweiterung des Wissens in einem der Schwerpunktfächer des Studiums, z.B. Energie und Umwelt, Umweltverfahrenstechnik, Wassermanagement, Recycling oder Biodiversität und Ökologie.

Studium an Fachhochschulen

Praktische Tätigkeit:

Je nach Studiengang und schulischer/beruflicher Vorbildung werden mehrwöchige Vorpraktika verlangt. Während des Studiums Praxisphasen von unterschiedlicher Dauer.

Studium:

Studieninhalte im Grundlagenstudium sind vorwiegend Fächer der angewandten Naturwissenschaft und Technik, z.B. Verfahrenstechnik, Technologien für umweltgerechte Produktion, umweltgerechte Energietechnik. Im Vertiefungsstudium werden Spezialisierungen geboten, z.B. in Umweltanalytik, technischer Thermodynamik oder nachhaltiger Energietechnik bzw. -wirtschaft.

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