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Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Lehramtsausbildung in Hessen

Die Ausbildung in den Lehramtsstudiengängen bis zur Ersten Staatsprüfung findet in Hessen an den fünf Universitäten, für das Fach Musik an Gymnasien auch an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt a.M. statt. Die Studieninteressentin oder der Studieninteressent kann wählen zwischen fünf verschiedenen Lehrämtern.

Lehramt an Grundschulen

Das Studium für das Lehramt an Grundschulen kann in Hessen an den Universitäten in Frankfurt, Gießen und Kassel durchgeführt werden und dauert mindestens sechs Semester (Regelstudienzeit: dreieinhalb Jahre). Es sind die Fächer Deutsch und Mathematik sowie ein weiteres Fach zu wählen. Daneben umfasst das Studium Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften, Didaktik der Grundschule sowie musisch-ästhetische Bildung und Bewegungserziehung.

Lehramt an Hauptschulen und Realschulen

Das Studium für das Lehramt an Hauptschulen und Realschulen kann in Hessen an den Universitäten Frankfurt, Gießen und Kassel durchgeführt werden und dauert mindestens sechs Semester (Regelstudienzeit: dreieinhalb Jahre). Es werden zwei Fächer miteinander kombiniert. Das Studium dieser Fächer erstreckt sich auf die Fachwissenschaft und die Fachdidaktik. Daneben sind Studienleistungen in Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften zu erbringen.

Lehramt an beruflichen Schulen

Die Studiengänge für das Lehramt an beruflichen Schulen sind in Hessen in die gestufte Struktur überführt worden.

An der TU Darmstadt werden die Studiengänge „Bachelor of Education - Gewerblich-technische Bildung“ (B.Ed.) und „Master of Education - Lehramt an beruflichen Schulen“ (M.Ed.) angeboten. Hier ist der Nachweis eines Praktikums im Umfang von 52 Wochen zu erbringen. An der U Frankfurt gibt es den konsekutiven Bachelor-/Masterstudiengang Wirtschaftspädagogik, an der U Gießen gestuft „Berufliche und Betriebliche Bildung“ einerseits mit den Fachrichtungen „Hauswirtschaft“, „Landwirtschaft“, „Nahrungsgewerbe“ und andererseits in Kooperation mit der TH Mittelhessen mit den Fachrichtungen „Metalltechnik“ und „Elektrotechnik“. Für den Einstieg ins Masterstudium werden hier elf Wochen Vorpraktikum verlangt. Die U Kassel bietet die konsekutiven Bachelor-/Masterstudiengänge Wirtschaftspädagogik und Berufspädagogik (mit den Fachrichtungen Elektrotechnik oder Metalltechnik) an.

Die Masterabschlüsse sind der Ersten Staatsprüfung gleichgestellt und ermöglichen den Einstieg in den Vorbereitungsdienst des Lehramts an beruflichen Schulen.

Lehramt an Gymnasien

Das Studium dauert mindestens acht Semester (Regelstudienzeit: viereinhalb Jahre) und umfasst neben dem erziehungs- und gesellschaftswissenschaftlichen Studium das fachwissenschaftliche Studium mit fachdidaktischen Anteilen für (mindestens) zwei Unterrichtsfächer.

Lehramt an Förderschulen

Das Studium für das Lehramt an Förderschulen kann in Hessen an den Universitäten Frankfurt a.M. und Gießen durchgeführt werden und dauert mindestens acht Semester (Regelstudienzeit: viereinhalb Jahre). Die Studierenden wählen zwei Fachrichtungen sowie ein Unterrichtsfach, dessen Studium lediglich sechs Semester dauert. Das Studium umfasst außerdem Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften sowie sonderpädagogische Fachgebiete.

Lehramt in Hessen

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Erläuterungen

Im Rahmen der Lehramtsstudiengänge sind schulpraktische Studien abzuleisten. Zudem sind für alle Lehramtsstudiengänge in Hessen ein vierwöchiges Orientierungspraktikum sowie ein achtwöchiges Betriebspraktikum verbindlich vorgesehen, wobei das Orientierungspraktikum möglichst vor Beginn des Studiums zu absolvieren ist, um Verzögerungen im Studienverlauf zu vermeiden (siehe http://la.hessen.de/iri/LSA_Internet). Seit dem Wintersemester 2014/15 beteiligen sich die U Frankfurt mit dem Studium für das Lehramt an Gymnasien sowie die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main hinsichtlich der Studierenden für das Lehramt an Gymnasien im Fach Musik, die U Gießen mit dem Studium für das Lehramt an Förderschulen und die U Kassel mit dem Studium für das Lehramt an Grundschulen sowie dem Studium für das Lehramt an Hauptschulen und Realschulen am Pilotprojekt Praxissemester, das die bisherigen Praktika ablöst.

Für das Studium einiger Lehramtsfächer sind Nachweise über bestandene Eignungsprüfungen oder Sprachkenntnisse teilweise bereits vor Beginn des Studiums erforderlich.

Für die Anrechnung bereits erbrachter Studien-/ Prüfungsleistungen auf ein Lehramtsstudium in Hessen liegt die Zuständigkeit für das Lehramt an beruflichen Schulen bei der jeweiligen Universität, für alle anderen Lehrämter bei der Prüfungsstelle des Universitätsstandortes (siehe https://la.hessen.de > Studium & Referandariat > Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen).

Im Anschluss an das Studium, das mit einer Ersten Staatsprüfung für ein Lehramt oder dem Master abschließt, absolviert die künftige Lehrerin bzw. der künftige Lehrer einen Vorbereitungsdienst mit einer Dauer von 21 Monaten. Dieses „Referendariat“ kann zum 1. Mai (Bewerbungsschluss: 1. Januar) oder 1. November (Bewerbungsschluss: 1. Juli) eines jeden Jahres begonnen werden und umfasst die Ausbildung an einer Schule (Hospitationen, eigenverantworteter Unterricht) und die Teilnahme an praxisbezogenen Ausbildungsmodulen an einem Studienseminar.

Mit bestandener Zweiter Staatsprüfung wird die Befähigung zum jeweiligen Lehramt erworben, mit der eine Bewerbung für den Schuldienst möglich ist und die auch zum Unterricht in anderen Schulformen oder -stufen berechtigt. Das Hessische Lehrerbildungsgesetz sieht im Einzelnen folgende Berechtigungen vor:

  • Die Befähigung zum Lehramt an Grundschulen berechtigt auch zum Unterricht in den Jahrgangsstufen 5 und 6 in den Hauptschulen und Realschulen sowie in Gymnasien und Gesamtschulen.
  • Die Befähigung zum Lehramt an Hauptschulen und Realschulen berechtigt auch zum Unterricht in den Schuljahrgängen 5 bis 10 der Gymnasien und Gesamtschulen sowie zum Unterricht in den allgemeinbildenden Fächern der beruflichen Schulen, soweit sie der Sekundarstufe I zugeordnet sind.
  • Die Befähigung zum Lehramt an Gymnasien berechtigt auch zum Unterricht in den Hauptschulen, Realschulen und Gesamtschulen sowie zum Unterricht in den allgemeinbildenden Fächern der beruflichen Schulen.
  • Die Befähigung zum Lehramt an beruflichen Schulen berechtigt auch zum Unterricht in den Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien und Gesamtschulen.
  • Die Befähigung zum Lehramt an Förderschulen berechtigt auch zum Unterricht in den Grundschulen und im studierten Fach zum Unterricht in den Hauptschulen, Realschulen und in den Schuljahrgängen 5 – 10 der Gesamtschulen.

Besonderheiten und Hinweise

Da im Rahmen der Neuorganisation der Lehramtsstudiengänge auch Veränderungen des Studienangebots denkbar sind, sollten Bewerber/-innen sich auf jeden Fall immer auch direkt bei der Universität bzw. auf deren Website über das aktuelle Studienangebot informieren.

Alle Studiengänge anzeigen >>


Hinweis

Informationen (z.B. zur Lehrerbeschäftigung, zu Bedarfsprognosen, zum Quereinstieg) sind zu finden unter www.kultusministerium.hessen.de (> Lehrer/-innen).

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