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Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Mathematik

Kurzcharakteristik des Studienbereichs

  • Hauptgebiete der Reinen Mathematik sind Algebra, Analysis, Geometrie, Topologie und Zahlentheorie. Die Reine Mathematik befasst sich mit abstrakten Strukturen und deren inneren Beziehungen, wobei sie bemüht ist, eine möglichst große Fülle von Aussagen aus wenigen Annahmen abzuleiten.
  • Die Angewandte Mathematik dagegen hat zum Ziel, ein Instrumentarium bereitzustellen, um Fragestellungen aus Natur- und Ingenieurwissenschaften, Medizin sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit quantitativen Methoden zu bearbeiten. Ihre Hauptgebiete sind die Numerik, Optimierung und Stochastik.
  • Im Bereich der Numerischen Mathematik (Numerik) ist ein großes Anwendungsgebiet die Entwicklung und Analyse numerischer Algorithmen z.B. zur Lösung von Differenzialgleichungen, welche wiederum fundamental zur Beschreibung von Vorgängen in Natur, Technik oder an Finanzmärkten sind.
  • Die Stochastik liefert eine quantitative Beschreibung sowie Methodik zur Analyse von zufälligen Phänomenen unseres täglichen Erfahrungsbereiches. Dies beinhaltet z.B. die Herleitung statistischer Verfahren zur Untersuchung komplexer Datenstrukturen, die Bestimmung von Preisformeln für an Börsen gehandelte Finanzderivate oder das Risiko-Controlling in der Versicherungsmathematik.

In der Mathematik liegt der Schwerpunkt auf theoretisch fundierten Algorithmen oder Beziehungen, deren Effizienz und Genauigkeit beweisbar sind, und weniger auf mehr Effizienz durch leistungsfähigere Computer. Eine verbesserte EDV liefert andererseits die Möglichkeit, komplexere Modelle nicht nur theoretisch zu untersuchen, sondern dem/der Anwender/-in auch die entsprechende Software zur Verfügung zu stellen.

Aus der Mathematik haben sich die Wirtschaftsmathematik, die Statistik und die Technomathematik zu eigenständigen Fächern entwickelt. Die Wirtschaftsmathematik hat Aufgaben in fast allen Wirtschaftszweigen gefunden, hauptsächlich im Versicherungs- und Finanzwesen. Das Studium ist stark anwendungsorientiert. Gegenstand der Statistik ist die Bereitstellung von mathematischen Methoden zur Analyse empirischer Daten. Die computergerechte Entwicklung mathematischer Modelle für die Lösung technischer Probleme sowie deren Auswertung ist Aufgabe der Technomathematik.

Bei der Angewandten Systemwissenschaft stehen mathematische Modelle für Umweltschutz/Ökologie im Mittelpunkt. Biomathematiker/-innen verfügen über spezielles Wissen in verschiedenen Disziplinen der Biologie sowie die dazu notwendigen Grundkenntnisse aus anderen Naturwissenschaften. Sie formulieren biologische oder medizinische Fragestellungen in der Sprache der Mathematik und nutzen oder entwickeln Modelle und Methoden zu deren Lösung.

Hinweise zu Studienangebot und Anforderungen

Ziel des Mathematikstudiums ist es, mathematische Begriffe und Methoden zu erlernen und zu beherrschen. Die Fähigkeit zum abstrakten strukturellen Denken ist daher Voraussetzung für das Studium und den Beruf des/der Mathematikers/-in.

Von ebenso großer Bedeutung ist die Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit, was schon während des Studiums durch die obligatorische Wahl eines Nebenfachs berücksichtigt wird. Das gewählte Neben- oder Vertiefungsfach entstammt standortabhängig üblicherweise einem Bereich der Natur- oder Ingenieurwissenschaften, den Wirtschaftswissenschaften oder der Informatik. Mit ihm ist auch eine erste  Entscheidung für das spätere berufliche Einsatzgebiet verbunden. Die Wahl anderer Nebenfächer ist an vielen Standorten aber nicht ausgeschlossen.

Beschäftigungsmöglichkeiten

Einsatzfelder ergeben sich vorrangig in der Software-Produktion, im Finanz- und Rechnungswesen, in der betrieblichen DV-Organisation, in Forschung und Entwicklung sowie in der Aus- und Weiterbildung.

Mathematiker/-innen arbeiten überwiegend in Unternehmen des Versicherungs- und Kreditgewerbes, bei DV-Herstellern, Software-Unternehmen sowie bei Unternehmensberatungen und Marktforschungsinstituten. Als Aktuare/-innen sind sie bei Versicherungsgesellschaften, Banken, Bausparkassen oder berufsständischen Versorgungseinrichtungen tätig. Im Zuge der technologischen Entwicklung ergeben sich neue Aufgabenfelder in Bereichen wie der Biotechnologie oder der Medizintechnik. Daneben gibt es Beschäftigungsmöglichkeiten im öffentlichen Dienst, insbesondere bei statistischen Ämtern und Behörden sowie an Hochschulen.

Studium an Universitäten

Praktische Tätigkeit:

Während des Studiums meistens Praxisphase in Industrie, Wirtschaft oder einer Forschungseinrichtung.

Studium:

Ausgehend von soliden Schulkenntnissen in der Mathematik wird im Bachelorstudium die mathematische Basis in den Gebieten Analysis (Differenzial- und Integralgleichungen, Funktionentheorie, Integrationstheorie), Lineare Algebra und Analytische Geometrie, Angewandte Mathematik – Stochastik (Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik, Modellbildung), Numerik sowie Optimierung vermittelt. Zusätzlich werden Module zu den jeweils gewählten technischen, naturwissenschaftlichen, medizinischen oder wirtschaftswissenschaftlichen Anwendungsgebieten angeboten. Hinzu kommen die Aneignung verschiedener Methoden und Arbeitstechniken, Grundzüge der Informatik und der Einsatz professioneller Software sowie das Erlernen höherer Programmiersprachen, einschließlich „Rechnerpraktika“.

Im Masterstudium erfolgt die Profilbildung, z.B. in der Reinen Mathematik oder in verschiedenen Anwendungsfächern, z.B. Techno- oder Wirtschaftsmathematik.

Studium an Fachhochschulen

Praktische Tätigkeit:

Vor Studienbeginn i.d.R. nicht erforderlich, aber Praxisphasen ins Studium integriert.

Studium:

Grundlagenstudium (Bachelor) mit Modulen wie Analysis, Lineare Algebra, Numerische Mathematik, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik, Geometrie, Stochastik, Datenstrukturen und Algorithmen. Hinzu kommen die Vermittlung von Arbeitstechniken und der Bereich Informatik/Programmieren/mathematische Software. Im fortgeschrittenen Studium Vertiefung in den Fächern Numerische Mathematik, Differenzialgleichungen, Datenbanksysteme.

Je nach Hochschule erfolgt im Vertiefungsstudium (Master) eine Schwerpunktbildung mit Anwendungsbezug, z.B. in Wirtschaftsmathematik (Finanz-, Versicherungsmathematik, Operations Research), Industriemathematik/Technische Mathematik und entsprechende Praxisprojekte.

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Weitere Informationen

Mathematik.de
Einen umfassenden Überblick zur Mathematik finden Sie unter:
www.mathematik.de

Fachbereiche und Institute
Links sowie Studieninfos bietet die Seite der Deutschen Mathematiker-Vereinigung e.V.
www.dmv.mathematik.de

Deutsche Aktuarvereinigung
http://aktuar.de

ISA
Das Informationssystem Studienwahl & Arbeitsmarkt der Universität Duisburg-Essen gibt Informationen zur Entwicklung in den einzelnen Studienbereichen und Teilarbeitsmärkten.
www.uni-due.de/isa

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