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Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Pharmazie, Pharmatechnik

Kurzcharakteristik des Studienbereichs

Pharmazie befasst sich mit Arzneimitteln und Medizinprodukten, deren Entwicklung, Herstellung, Prüfung und Qualitätssicherung sowie mit Maßnahmen zum Schutz der Patient(inn)en und zur Versorgung der Bevölkerung und der sachgerechten Information der am Gesundheitswesen Beteiligten über diese Produkte. Auch kaufmännische Bereiche und spezielle Rechtsgebiete sind in das Studium einbezogen.

Pharmatechnik befasst sich mit der Technik der Pharmaproduktion. Die Studierenden erwerben fachübergreifende Kenntnisse in Chemie und Pharmakologie, in Biologie und Pharmazeutischer Technologie. Dazu kommen ingenieurwissenschaftliche Studieninhalte wie Betriebs- und Maschinentechnik. Rechtliche und betriebswirtschaftliche Fächer runden das Studium ab.

Beschäftigungsmöglichkeiten

Tätigkeitsfelder von Apotheker(inne)n sind insbesondere die öffentliche Apotheke, die Krankenhausapotheke, der Sanitätsdienst der Bundeswehr, Krankenkassen, die Arzneimittel- und Medizinprodukteindustrie (Forschung, Entwicklung, Herstellung, Qualitätskontrolle und Qualitätsmanagement, Arzneimittelinformation, Vertrieb, Zulassung, Zertifizierung); zunehmend auch bei Unternehmen, die sich mit der bio- und gentechnologisch basierten Entwicklung und Herstellung von Arzneimitteln befassen. Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen auch in Behörden, Institutionen und Verwaltungen wie der Europäischen Kommission, dem Europarat oder der Weltgesundheitsorganisation. Darüber hinaus gibt es Betätigungsfelder in der Wissenschaft (Hochschulwesen, Forschungsinstitutionen, Prüfungsämter), in medizinischen Laboratorien, im Fachjournalismus und im Bereich des Consultings.

Pharmaingenieure/-innen finden Beschäftigungsmöglichkeiten in der pharmazeutischen Industrie, bei Zulieferfirmen der Pharmaindustrie, die Rohstoffe oder technische Betriebsmittel wie Maschinen und Anlagen liefern. Sie sind in der Lebensmittel- oder Kosmetikindustrie, bei Planungs- bzw. Beratungsfirmen, aber auch in den Bereichen Umweltschutz und Entsorgung tätig.

Pharmazie, Studium an Universitäten

Grundstudium (4 Semester):

Vorlesungen, Seminare und praktische Lehrveranstaltungen gibt es in allgemeiner, anorganischer und organischer Chemie. Außerdem werden  Grundlagen pharmazeutischer Biologie und der Humanbiologie, Grundlagen der Physik, der physikalischen Chemie und der Arzneiformenlehre sowie Grundlagen der pharmazeutischen Analytik vermittelt. Im Grundstudium ist während der lehrveranstaltungsfreien Zeiten eine Famulatur von acht Wochen unter Leitung eines/r Apothekers/-in abzuleisten.

Hauptstudium (4 Semester):

Erweiterung und Vertiefung der pharmazeutischen Kenntnisse in pharmazeutischer/medizinischer Chemie, pharmazeutischer Biologie, pharmazeutischer Technologie/Biopharmazie, Pharmakologie und Toxikologie sowie klinischer Pharmazie.

Pharmazeutische Prüfung (Staatsexamen):

Der erste und zweite Prüfungsabschnitt werden während des Hochschulstudiums absolviert; der dritte ist nach Abschluss der praktischen Ausbildung abzulegen.

Praktische Tätigkeit:

Im Anschluss an das Hochschulstudium sind sechs Monate Praxis Pflicht. Diese müssen in einer öffentlichen Apotheke und weitere sechs Monate an einer der folgenden oder vergleichbaren Einrichtungen absolviert werden: in einer Krankenhaus- oder Bundeswehrapotheke (wobei drei Monate auch auf der Station eines Krankenhauses oder Bundeswehrkrankenhauses abgeleistet werden können), in der pharmazeutischen Industrie, einem Universitätsinstitut oder in anderen geeigneten wissenschaftlichen Institutionen (einschließlich solchen der Bundeswehr), in einer Arzneimitteluntersuchungsstelle, nochmals in einer öffentlichen Apotheke oder einer vergleichbaren Einrichtung.

Weiterbildung:

Nach den Kammergesetzen der Länder bestehen nach der Approbation Möglichkeiten der Weiterbildung in den Bereichen Offizin-Pharmazie, Klinische Pharmazie, Arzneimittel-Information, Pharmazeutische Technologie, Toxikologie und Ökologie, Pharmazeutische Analytik, Theoretische und Praktische Ausbildung, Klinische Chemie und Öffentliches Gesundheitswesen. Es gibt auch einige Masterstudiengänge, die für eine Tätigkeit in der pharmazeutischen Forschung qualifizieren und etwa auch Absolventen eines Abschlusses in Lebensmittelchemie, Medizinischer Chemie oder Tiermedizin offen stehen.

Pharmatechnik, Studium an Fachhochschulen

Studium:

Das Bachelorstudium umfasst die Vermittlung umfangreicher ingenieurtechnischer, mathematischer und naturwissenschaftlicher Grundlagen mit Modulangeboten in Mathematik, Informatik, Physik, Biologie, Chemie und Biochemie, Enzymologie und Stoffwechsel, Arzneiformenlehre und Analytik, Thermodynamik und Strömungsmechanik, Mess- und Regelungstechnik.

Im Anschluss daran werden die Kenntnisse exemplarisch vertieft, wobei planerische und verfahrenstechnische Prozesse der chemischen und pharmazeutischen Industrie anwendungsbezogen behandelt werden. Vertiefungsmodule sind z.B. Pharmazeutische Technologie, Pharmabiotechnologie, pharmazeutische Betriebstechnik, Arzneimittelrecht, Verpackungstechnik, Bioanalytik, Prozess-, Apparate- und Anlagentechnik, Qualitätssicherung und Validierung analytischer Verfahren. Ergänzung durch Wahlpflichtangebote (auch nichttechnisch) sowie fachübergreifende Module zu betriebswirtschaftlichen Fragen oder Fachinformationssystemen.

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Weitere Informationen

Approbationsordnung für Apotheker
vom 19. Juli 1989, BGBl. I S. 1489, zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 2. August 2013 (BGBl. I S. 3005), siehe: www.gesetze-im-internet.de/aappo

ISA
Das Informationssystem Studienwahl & Arbeitsmarkt der Universität Duisburg-Essen gibt Informationen zur Entwicklung in den einzelnen Studienbereichen und Teilarbeitsmärkten.
www.uni-due.de/isa

ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände
www.apotheken-karriere.de

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