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Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Pflege- und Gesundheitswissenschaften, Pädagogik und Management im Gesundheitswesen, Hebammenwesen

Kurzcharakteristik des Studienbereichs

Universitäten, Fachhochschulen und die Dualen Hochschulen bieten diese Studiengänge an und vermitteln Kenntnisse aus Pflege, Gesundheitswesen, Betriebswirtschaftslehre, Personalwesen, Pflegewissenschaft und Medizin. Die Studierenden lernen, Konzepte für  die Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege zu entwickeln, einschließlich Pflegeprozess und Pflegedokumentation.

Das Studium erfolgt als Vollzeitstudium oder als berufsbegleitendes Studium. Auch die Möglichkeit eines Fernstudiums besteht.

Die Studiengänge „Gesundheitsökonomie“ und „Gesundheitsmanagement“ beschäftigen sich mit gesundheitsökonomischen Fragestellungen. Das Studium vermittelt breite Kenntnisse der betriebswirtschaftlichen und strukturellen Bedingungen des jeweiligen Branchen- und Dienstleistungsumfelds und qualifiziert für Managementaufgaben in der Gesundheitsversorgung. Ziel ist es, Ablaufprozesse im Gesundheitswesen so zu gestalten, dass bei gleicher oder gar verbesserter Qualität weniger Ressourcen verbraucht werden. Hier ebenfalls zu nennen ist der Studienbereich „Gesundheitsförderung/Gesundheitspädagogik“, der die Planung und Umsetzung von Maßnahmen der Gesundheitsförderung und dabei Aspekte der Prävention, Intervention und Rehabilitation zum Gegenstand hat.

Der Studiengang „Hebammenkunde/Midwifery" vermittelt wissenschaftliche und praktische Kompetenzen  zu Schwangerschaft, Geburt und Kindergesundheit. Studierende erlangen Grundlagenwissen in Anatomie, Physiologie, Beratung, Geburtshilfe, Pädiatrie und Recht. Ziel ist es, auf die wissenschaftlich fundierte und situationsspezifische Betreuung von Schwangeren, Gebärenden oder Wöchnerinnen vorzubereiten.

Besondere Zugangsvoraussetzungen:

Neben der Hochschul- bzw. Fachhochschulreife wird in den pflegewissenschaftlichen Studiengängen häufig eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung und ein- oder mehrjährige Berufserfahrung vorausgesetzt (vgl. auch „Studiengänge für beruflich Qualifizierte“). Daneben bestehen duale Studiengänge, die außer der Hochschul- bzw. Fachhochschulreife einen Ausbildungsvertrag voraussetzen. Zudem gibt es seit 2010 einige wenige primärqualifizierende Modellstudiengänge, wobei die Ausbildung an einer Hochschule stattfindet, ergänzt um praktische Inhalte, deren Anteil der gesetzlich vorgegebenen Stundenzahl für die staatliche Prüfung nach den Berufsgesetzen entspricht.

Beschäftigungsmöglichkeiten

An Hochschulen aus- und weitergebildete Pflegefachkräfte finden vorrangig Beschäftigung als Pflegeexpert(inn)en in der Pflegedienstleitung in Krankenhäusern, Sanatorien, Pflegeheimen sowie bei ambulanten Diensten. Sie übernehmen Managementaufgaben bzw. die Unternehmensführung von Betrieben des Gesundheits- und Sozialwesens.

Pflegewissenschaftler/-innen arbeiten überwiegend in der Forschung und Lehre sowie als Berater/-innen bei Institutionen der Gesundheitsförderung, der Gesundheits- und Sozialpolitik, bei Ämtern und Verbänden, oder sie übernehmen Führungspositionen in Pflegeeinrichtungen.

Insbesondere Absolvent(inn)en der Studiengänge Pflegepädagogik finden ihren Arbeitsplatz an Berufsfachschulen und Schulen des Gesundheitswesens (Gesundheits- und Kranken-, Kinderkranken-, Altenpflegeschulen).

Der Studiengang Gesundheitsmanagement qualifiziert für Einsatzgebiete in der ambulanten und stationären Gesundheitsversorgung, bei Kranken- und Pflegeversicherungen, im Bereich der Gesundheitsförderung und -information sowie in der pharmazeutischen Industrie und im Arzneimittelhandel.

Studium an Universitäten, Fachhochschulen und Dualen Hochschulen

Praktische Tätigkeit:

Während des Studiums Praxisphasen von unterschiedlicher Dauer.

Studium:

Im Grundlagenstudium (Bachelor) gibt es je nach fachlicher Ausrichtung des Studiengangs Modulangebote zu den Themen: Pflegewissenschaft und Pflegeforschung, Handlungsgrundlagen und Handlungskonzepte der Pflege und Geburtshilfe, medizinische, naturwissenschaftliche und gesellschaftliche Grundlagen der Pflege und Geburtshilfe, Epidemiologie, Psychologie, Theorien und Methoden der Pflegewissenschaft, Pädagogik für Gesundheitsberufe/Pflegepädagogik, Ökonomie des Gesundheitswesens, Gesundheitswissenschaften/Public Health, Gesundheitsmanagement, Prävention und Gesundheitsförderung, Beratung und Verhaltensmodifikation, rechtliche und betriebswirtschaftliche Grundlagen, Berufsethik der Pflege, Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen, Personalentwicklung, betriebliche Steuerungsprozesse, Kosten und Leistungsrechnung, Statistik, EDV, Fremdsprachen. Praktika und Studienprojekte.

Im Masterstudium erfolgt eine Verbreiterung der Grundlagen oder eine Spezialisierung.

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