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Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Therapien

Kurzcharakteristik des Studienbereichs

Für die Therapieberufe gibt es duale Studienmöglichkeiten. Außerdem haben die Bundesländer die Möglichkeit, probeweise primärqualifizierende Hochschulstudiengänge in Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie einzurichten. Absolvent(inn)en eines dieser Studiengänge können dann die Berufsbezeichnung – z.B. Physiotherapeut/-in oder Ergotherapeut/-in – führen und haben gleichzeitig den Bachelorabschluss erworben. Diese Studiengänge ergänzen das vielfältige Spektrum der Berufsfachschulausbildungen in einigen Therapiefächern (siehe Gesundheit).

Folgende Studienrichtungen sind zu nennen:

  • In der Logopädie (Sprach-/Sprechtherapie), der Klinischen Linguistik bzw. Patholinguistik geht es um die Behandlung von Hör-, Stimm-, Sprach- und Schluckstörungen, z.B. beim Spracherwerb im Kindesalter oder nach Schlaganfällen.
  • In der Ergotherapie wird ein breites Spektrum von Methoden der Beschäftigungs- und Arbeitstherapie angewendet, um kranke oder behinderte Menschen bei der Aktivierung ihrer (verbliebenen) Kräfte zu fördern bzw. sie bei der Eingliederung ins Alltags- und Arbeitsleben zu unterstützen.
  • Die Physiotherapie befasst sich vorwiegend mit Prävention, Beratung und Therapie hinsichtlich von Funktions- und Entwicklungsstörungen des Bewegungsapparates.
  • Die Musiktherapie behandelt mit dem Hören diagnosegerecht ausgewählter Musik (passive Musiktherapie) und mit dem aktiven Nutzen musikalischer Ausdrucksmittel (aktive Musiktherapie), z.B. Verwenden von Perkussions- oder Orff-Instrumenten, Kranke und Menschen mit Behinderung. Sie bahnt damit z.B. Menschen mit autistischen Störungen erste Kommunikationswege.
    Hinweis: Dieses Arbeitsgebiet überschneidet sich z.T. mit der Rhythmik und der Allgemeinen Musikerziehung (AME), siehe Abschnitt „
    Musik, Performance“.
  • Ähnliche Aufgaben nimmt die Kunsttherapie wahr, die ihren Patient(inn)en mit verschiedensten Artikulationsmöglichkeiten der Bildenden Kunst z.B. hilft, Probleme oder Prozesse bildnerisch auszuarbeiten und „bildhaft“ zu machen und damit eine „sichtbare“ Grundlage zu schaffen, um sich wirklich damit auseinanderzusetzen.
  • An der Schnittstelle zum gesundheits- bzw. sozialpädagogischen Bereich sind zudem die Rehabilitationswissenschaften zu nennen, die je nach Schwerpunkt z.B. Kunst- oder Musiktherapie, Sprachheilpädagogik oder Frühförderung bei Behinderung zum Gegenstand haben.

Hinweise und besondere Anforderungen:

In Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie gibt es u.a. das Konzept des dualen Studiengangs, bei dem die Berufsfachschulausbildung in einem entsprechenden Beruf und ein grundständiges Fachhochschulstudium parallel erfolgen und aufeinander bezogen sind; z.T. wird aber auch zum Zeitpunkt des Studienbeginns eine abgeschlossene Erstausbildung in einem entsprechenden Beruf vorausgesetzt.

Für die künstlerischen Therapiestudiengänge braucht man außer dem Schulabschluss entsprechende Eignungsnachweise, z.B. eine bestandene Aufnahmeprüfung.

Beschäftigungsmöglichkeiten

Nichtärztliche Therapeut(inn)en behandeln i.d.R. auf ärztliche Verordnung hin selbstständig Kranke und Behinderte mit den Methoden ihres jeweiligen Fachgebiets. Sie arbeiten in Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen, Ausbildungseinrichtungen des Gesundheitswesens und freiberuflich/ selbstständig oder in eigener Praxis.

Die Fachkräfte therapieren in all diesen Arbeitsfeldern grundsätzlich auf der Grundlage ärztlicher Verordnungen und Diagnosen, aber sie erheben auch fachliche (z.B. logopädische) Befunde. In allen Therapierichtungen gibt es sowohl Einzel- als auch Gruppenbehandlung.

Informationen zur Psychotherapie finden Sie im Abschnitt „Psychologie“.

Studium an Universitäten und Fachhochschulen

Praktische Tätigkeit:

Im Rahmen des Studiums bis zu drei Praktika (obligatorisch); Dauer von sechs Wochen bis zu drei Monaten (Praxissemester) und i.d.R. ständige Anbindung an therapeutische Praxis.

Studium:

In allen grundständigen Therapie-Studiengängen einschließlich der Rehabilitationswissenschaften findet im Grundlagenstudium (Bachelor) die biomedizinische, diagnostische und therapeutische Basisausbildung statt.

  • Dazu gehören z.B. Modulangebote in verschiedenen psychologischen und medizinischen Disziplinen sowie in musikalischen bzw. bildkünstlerischen Grundlagenfächern und ihrer therapeutischen Anwendung in den musik- und kunsttherapeutischen Studiengängen.
  • Psychologische, neurologische, linguistische und audiologisch-phoniatrische Studien füllen die ersten Semester in den sprachtherapeutischen Studiengängen.
  • In der Musiktherapie kommt z.B. Selbsterfahrung für Musiktherapeut(inn)en sowie Supervision hinzu, in der Kunsttherapie Kunsttheorie.

Das Masterstudium  führt Themengebiete i.d.R. fort, vertieft und erweitert sie und vermittelt Praxiskenntnisse auf Fortgeschrittenenniveau. Hinzu kommen Module zur Qualitätssicherung und zum Sozial- und Gesundheitssystem.

Alle Studiengänge anzeigen >>


Hinweis

In diesem Studienfeld gibt es auch viele (kostenpflichtige) Weiterbildungsstudiengänge für Berufserfahrene. „Studien- & Berufswahl“  listet allerdings nur jene Studiengänge auf, die sich an Erststudierende richten und auch ohne Berufserfahrung studiert werden können.

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