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Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Die Kapitel im Überblick:
Kurzcharakteristik des Studienbereichs
Rechtswissenschaft

Jurist(inn)en befassen sich sowohl mit den häufig recht abstrakt-formalen Denkweisen der normativen Rechtsordnung als auch mit ständig wechselnden konkreten Lebenssachverhalten.

Kurzcharakteristik des Studienbereichs

Pflichtfächer  des Studiums sind das Bürgerliche Recht, Strafrecht, Öffentliches Recht und Verfahrensrecht einschließlich der europarechtlichen Bezüge, der rechtswissenschaftlichen Methoden und der philosophischen, geschichtlichen und gesellschaftlichen Grundlagen.

Hinzu kommen Schwerpunktbereiche mit Wahlmöglichkeiten, die  das  Studium ergänzen und  die Pflichtfächer vertiefen sowie die interdisziplinären und internationalen Bezüge des Rechts vermitteln. Schwerpunktbereiche können z.B. sein: europäisches oder internationales Privat- und Verfahrensrecht, Arbeits- und Versicherungsrecht, Recht der Informationsgesellschaft, Unternehmensrecht, deutsche und internationale Strafrechtspflege und Kriminologie.

Gemäß § 5a Deutsches Richtergesetz beträgt die Studienzeit vier Jahre. Diese Zeit kann unterschritten werden, sofern die jeweils für die Zulassung zur universitären Schwerpunktbereichsprüfung und zur staatlichen Pflichtfachprüfung erforderlichen Leistungen nachgewiesen sind.

Mit dem Gesetz zur Reform der Juristenausbildung vom 11. Juli 2002 wurde die Zweistufigkeit der juristischen Ausbildung und die Einheitlichkeit der Berufsqualifikation für alle Jurist(inn)en sichergestellt und gleichzeitig eine bessere Vorbereitung des juristischen Nachwuchses auf die Anforderungen der beruflichen, insbesondere der anwaltlichen, Praxis bezweckt. Voraussetzung für die Befähigung zum Richteramt und eine Tätigkeit als Richter/-in oder Staatsanwalt/-anwältin sind der Abschluss eines rechtswissenschaftlichen Studiums an einer Universität mit der Ersten Juristischen Prüfung, die zu 70 % als Staatsprüfung und 30 % als Universitätsprüfung ausgestaltet ist, UND des anschließenden Vorbereitungsdienstes mit der Zweiten Staatsprüfung („Volljurist/in“). Dies ist auch notwendig für die Zulassung als Rechtsanwalt/-anwältin und Notar/-in sowie für juristische Bewerber/-innen für den höheren Verwaltungsdienst (außer Auswärtiges Amt).

Hinweis: Mit einem Bachelor- oder Masterabschluss alleine ist kein Zugang in den Vorbereitungsdienst möglich und somit auch keine Tätigkeit als Richter/in, Staatsanwalt/-anwältin, Rechtsanwalt/-anwältin, Notar/-in oder im höheren Verwaltungsdienst.

Beschäftigungsmöglichkeiten

Jurist(inn)en mit Erster juristischer Prüfung und Zweiter Staatsprüfung („Volljuristen“) können als Rechtsanwälte/-anwältinnen, Richter/-innen oder Staatsanwälte/-anwältinnen und im höheren Verwaltungsdienst tätig werden. Als Anwalt/Anwältin ist eine freiberufliche Tätigkeit die Regel. Aber auch im Notariatswesen, in der öffentlichen Verwaltung oder in der Wirtschaft (z.B. bei Banken, Versicherungen, großen Industrie- und Handelsunternehmen), in der Wirtschaftsberatung sowie bei Verbänden können Jurist(inn)en tätig  sein. Der Abschluss Bachelor zielt i.d.R. auf eine nicht volljuristische Tätigkeit in der Wirtschaft.

Studium an Universitäten

Studium:

Die juristische Ausbildung gliedert sich in ein rechtswissenschaftliches Studium an einer Universität und einen anschließenden zweijährigen Vorbereitungsdienst, den die Referendare/-innen an einem Zivilgericht, bei einer Staatsanwaltschaft, einer Verwaltungsbehörde, einer Rechtsanwaltskanzlei sowie einer Wahlstation ableisten. Der Vorbereitungsdienst schließt mit der Zweiten juristischen Prüfung ab. Das drei- oder viersemestrige Grundstudium wird mit einer Zwischenprüfung abgeschlossen, das Hauptstudium mit der ersten juristischen Prüfung, die eine universitäre Schwerpunktbereichsprüfung und eine staatliche Pflichtfachprüfung umfasst.

Die Inhalte des Studiums berücksichtigen die rechtsprechende, verwaltende und rechtsberatende Praxis einschließlich der hierfür erforderlichen Schlüsselqualifikationen wie z.B. Verhandlungsmanagement, Gesprächsführung, Rhetorik, Streitschlichtung und Kommunikationsfähigkeit. Rechtswissenschaftliche Sprachkurse oder fremdsprachige Lehrveranstaltungen dienen dem Erwerb einer fachspezifischen Fremdsprachenkompetenz.

Pflichtpraktika in der vorlesungsfreien Zeit vermitteln einen frühen Einblick in die juristische Berufswelt und können im In- und Ausland absolviert werden (Gesamtdauer: zwölf Wochen).

 

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Weitere Informationen

ISA
Das Informationssystem Studienwahl & Arbeitsmarkt der Universität Duisburg-Essen gibt Informationen zur Entwicklung in den einzelnen Studienbereichen und Teilarbeitsmärkten.
www.uni-due.de/isa

unischnuppern.de
Video-Clips zum Studium der Rechtswissenschaft:
www.unischnuppern.de/f/recht-wirtschaft/jura

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