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Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Neuere Philologie

Kurzcharakteristik des Studienbereichs

Während bei den Dolmetscher- und Übersetzerstudiengängen die Beherrschung der Fremdsprache als Verständigungsmittel im Vordergrund steht, ist bei Philolog(inn)en der Fremdsprachenerwerb zwar wichtige Voraussetzung, nicht aber eigentlicher Zweck des Studiums.

Über den Spracherwerb hinaus lernen die Studierenden auch die älteren Sprachformen kennen und beschäftigen sich intensiv mit sprach- und literaturwissenschaftlichen, aber auch kulturellen und historischen Elementen ihrer jeweiligen Philologie sowie mit Geschichte, Politik, Wirtschaft und Geographie sowie den sozialen und kulturellen Verhältnissen des betreffenden Landes (Landeskunde). Die Gewichtung zwischen Sprache und diesen sogenannten Realien variiert von Fach zu Fach und von Hochschule zu Hochschule. Mindestens ein Semester des Studiums sollte in einem Zielsprachenland studiert werden, am besten in der Mitte des Studiums.

Wichtige Hilfs- und Nebenfächer sind Geschichtswissenschaft, Geographie, Sprach- und Literaturwissenschaft, Übersetzungswesen, bei einzelnen Philologien auch Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. An einigen Hochschulen gibt es alternative Studiengänge, die Fremdsprachen oder Philologien mit Sachfächern zu einer sogenannten berufsbezogenen Fremdsprachenausbildung verbinden.

Beschäftigungsmöglichkeiten

Für Anglist(inn)en und Romanist(inn)en, die traditionell eine Anstellung im Schuldienst suchen, hängen die Beschäftigungsmöglichkeiten weitgehend von der allgemeinen Schul- und Kulturpolitik ab.

Weitere Stellen – auch für Absolvent(inn)en der übrigen Philologien – finden sich in begrenztem Maße an Hochschulen, in Verlagen, Spezialbibliotheken, Museen, bei Medien und internationalen Kulturorganisationen, im Bereich Öffentlichkeitsarbeit oder Lektorat.

Bessere Berufsaussichten haben Bewerber/-innen mit anwendungsbezogenen Neben- und Erweiterungsfächern (z.B. Betriebswirtschaft, IT-Kenntnisse) sowie mit fachbezogenen und praxisorientierten Fremdsprachenkenntnissen (v.a. in den Bereichen Wirtschaft, Technik, Naturwissenschaft).

Studienaufbau

Die neuphilologischen Bachelorstudiengänge werden oft als Kombinationsstudiengänge angeboten. Das Studium umfasst dabei i.d.R. zwei Teilstudiengänge, die entsprechend den hochschulspezifischen Kombinationsvorschriften zu wählen sind (2-Fach-Bachelor).

Lediglich in Englisch und Französisch werden zu Studienbeginn gute Sprachkenntnisse vorausgesetzt; Lateinkenntnisse sind v.a. bei Französisch und den übrigen romanischen Sprachen sehr nützlich. Vorkenntnisse erleichtern auch in den anderen Sprachen den Studieneinstieg, werden jedoch i.d.R. nicht erwartet. Nicht zu unterschätzen ist allerdings der hohe Arbeitsaufwand beim Fremdsprachenerwerb. Dies gilt ganz besonders für die außereuropäischen Sprachen. Die Sprachen des Fernen Ostens mit ihren eigenen, stark von den europäischen Alphabetschriften abweichenden Zeichen (z.B. chinesische Wortschrift) setzen zudem ein gutes optisches Gedächtnis voraus und stellen besonders hohe Anforderungen.

Parallel zum Erlernen der Fremdsprache erfolgt in den Anfangssemestern die Einführung in die Sprach- und Literaturwissenschaft sowie die Beschäftigung mit den sogenannten Realien des Faches (Geschichte, Landeswissenschaften, Religion).

Im Vertiefungsstudium werden das Sprach- und Realienwissen sowie die Methodenkenntnisse erweitert. Literatur- und Quellenlektüre, Interpretation von Texten, Erörterung von Grundfragen des Faches und wissenschaftliche Arbeitsweisen stehen dann im Vordergrund. Durch Wahlpflicht- und Spezialisierungsmodule in Teilbereichen des betreffenden Faches ist die Bildung von Interessenschwerpunkten möglich.

Studienbereiche im Überblick:

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Weitere Informationen

ISA
Das Informationssystem Studienwahl & Arbeitsmarkt der Universität Duisburg-Essen gibt Informationen zur Entwicklung in den einzelnen Studienbereichen und Teilarbeitsmärkten.
www.uni-due.de/isa

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