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Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Auf dem Foto ist Jan Geisler zu sehen, der gerade Seehunde füttert.
Ein Bundesfreiwilligendienst etwa bietet spannende Einsatzmöglichkeiten. Foto: Seehundstation Nationalpark-Haus
Freiwilligendienste: FSJ, FÖJ, FWD, BFD & Co
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In Gummistiefeln, mit einem Eimer voller Heringe in der Hand, nähert sich Jan Geisler (21) seiner Aufgabe: die hungrigen jungen Seehunde füttern, die sich schon lautstark bemerkbar machen, während zahlreiche Besucher/-innen am Beckenrand zuschauen. „Das Füttern der Seehunde macht mir besonders viel Spaß“, erklärt der junge Mann und lacht. Während seines Bundesfreiwilligendienstes (BFD), den er ab September 2012 ein Jahr lang in der Seehundstation Nationalpark-Haus in Norden-Norddeich (Ostfriesland) absolvierte, war das Füttern der Seehunde stets ein Highlight für ihn. Doch es gab noch viele weitere Aufgaben: Außenanlagen pflegen, Becken reinigen oder verletzten Tieren helfen.

Jan Geisler hatte Freude daran und hat nach seinem BFD verlängert: Er ist heute Auszubildender bei der Seehundstation. Im Sommer wird er seine Prüfung zum Tierpfleger in der Fachrichtung Zoo ablegen. Zwar hatte er sich schon lange für Natur und Tiere interessiert, aber erst durch den BFD war er auf das Berufsbild des Tierpflegers aufmerksam geworden. „Ich habe mir vor dem Abitur viele Studiengänge angeschaut – aber nie dachte ich: Das ist es, das will ich studieren.“ Der Bundesfreiwilligendienst eröffnete ihm neue Perspektiven.

Hilfreicher Tipp von Freunden

Freunde erzählten ihm damals von der Möglichkeit, einen BFD zu absolvieren. Er bewarb sich um eine freie Stelle bei der Seehundstation und hatte schon beim Vorstellungsgespräch ein gutes Gefühl. „Als ‚Bufdi‘ durfte ich dann von Anfang an mit anpacken.“ So half er etwa bei der Erstversorgung von Seehundjungtieren, die die Pfleger/-innen im Nationalpark getrennt von der Mutter aufgefunden hatten. Und er war auch dabei, als die Jungtiere später wieder ausgewildert wurden. „Es gibt hier aber auch eine Vogelpflegestation, in der ich ebenfalls mitgeholfen habe.“

Zusammen mit einem anderen Freiwilligendienstleistenden war er in einer Wohnung direkt beim „Waloseum“ untergebracht. Die Einrichtung ist benannt nach dem Skelett eines 15 Meter langen Pottwals, das dort zu bewundern ist. Nach einem Jahr bewarben sich die beiden „Bufdis“ gemeinsam um einen Ausbildungsplatz – und machen ihre Leidenschaft für die Natur nun zum Beruf.

Breite Palette an Angeboten

Der BFD wurde im Jahr 2011 eingeführt. Er ist einer von zahlreichen Freiwilligendiensten, die es jungen Menschen ermöglichen, sich gesellschaftlich, ökologisch oder kulturell zu engagieren. „Die Angebote decken viele verschiedene Interessengebiete ab. Einrichtungen der Alten- und Krankenpflege bieten ebenso Freiwilligendienste an wie politische Organisationen, Sportvereine, Kulturstätten und Umweltschutzverbände. Wer einen Freiwilligendienst absolvieren möchte, sollte neben dem Interesse für das jeweilige Einsatzgebiet soziale Kompetenzen mitbringen – also v.a. aufgeschlossen und kontaktfreudig sein“, erläutert Ulrike Dannhäuser, Beraterin des Teams Akademische Berufe der Agentur für Arbeit Fürth.

Bereits seit 1964 gibt es das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), das im sozialen Bereich, aber z.B. auch in den Bereichen Denkmalpflege, Kultur oder Sport (siehe auch Porträt: „“) geleistet werden kann. Beim Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) kann man sich im Bereich Natur- und Umweltschutz engagieren. Eine eigene Kategorie bildet der Freiwillige Wehrdienst (FWD) bei der Bundeswehr, da er – zumindest teilweise – als Dienst an der Waffe zu leisten ist. Bis zu 23 Monate lang kann man im FWD Erfahrungen im Wehrbereich sammeln und erhält einen Sold (siehe auch Porträt: „“).

Neben den Angeboten hierzulande gibt es auch Freiwilligendienste, die in die Ferne führen: Einer davon ist der Europäische Freiwilligendienst (EFD). Er richtet sich an Interessierte, die an gemeinnützigen Projekten im europäischen Ausland teilnehmen möchten (siehe Porträt: „“). Daneben gibt es u.a. das Programm „weltwärts“, ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), „kulturweit“, ein Programm des Auswärtigen Amtes sowie den Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (siehe hierzu auch das Thema des Monats 04/2014: „Überbrückungsmöglichkeiten im Ausland“).

Ulrike Dannhäuser hat schulterlange schwarze Haare und trägt ein buntes Oberteil sowie einen bunten Schal.

Foto: Privat

„Wer sich für einen Freiwilligendienst entscheidet, tut damit nicht nur der Gesellschaft etwas Gutes, sondern auch sich selbst. Die Freiwilligendienstleistenden sammeln wertvolle Praxiserfahrungen und haben die Möglichkeit, vielfältige Kontakte zu knüpfen. Darüber hinaus werden begleitende Seminare angeboten, die neben der inhaltlichen Schulung auch dem Kennenlernen anderer Freiwilliger und der eigenen Orientierung und Weiterentwicklung dienen oder dem Erwerb bzw. der Vertiefung von Fremdsprachenkenntnissen. Und schließlich macht sich ein Freiwilligendienst auch immer gut im Lebenslauf“, betont die Berufsberaterin.

Bewerbungswege und Finanzielles

Und wie kommt man nun an einen solchen Freiwilligendienst? „Die Bewerbungswege und -modalitäten können je nach Dienst und Anbieter unterschiedlich sein“, führt Ulrike Dannhäuser aus. „Deswegen sollte man unbedingt frühzeitig recherchieren, welche Unterlagen man wann und wo einreichen muss. Eine zentrale Anlaufstelle für alle Freiwilligendienste in Deutschland gibt es nicht, allerdings existieren verschiedene Internetportale für die einzelnen Dienste (siehe „“). Daher ist es sinnvoll, sich vor der Recherche für einen konkreten Bereich zu entscheiden: Soll es lieber Sport oder Umweltschutz sein? Oder doch eher der soziale Bereich oder die Kultur?“

Für alle genannten geregelten Dienste gilt: Das Kindergeld wird auf Antrag i.d.R. weitergezahlt (bis zum 25. Lebensjahr), und die Freiwilligendienstleistenden sind üblicherweise kranken- und unfallversichert. „Zudem gibt es häufig ein monatliches Taschengeld und manchmal auch einen Zuschuss für Unterkunft und Verpflegung. Z.T. werden diese Kosten aber auch von der Einrichtung selbst übernommen – etwa dann, wenn der Einsatzort sehr abgelegen ist.“ Gerade bei Angeboten im Ausland sollte man sich jedoch immer genau im Vorfeld informieren, welcher Versicherungsschutz besteht, welche Kosten anfallen und welche davon tatsächlich vom Anbieter übernommen werden.

„Wer bereits eine Zulassung für einen Studienplatz hat, aber trotzdem zuerst einen Freiwilligendienst machen möchte, kann in vielen Fällen eine sogenannte ‚Rückstellung‘ beantragen – dadurch hat man dann bei der nächsten Studienplatzvergabe einen Anspruch auf bevorzugte Auswahl. Nähere Informationen hierzu gibt die jeweilige Hochschule bzw. die Stiftung für Hochschulzulassung bei Studiengängen, die zentral über www.hochschulstart.de vergeben werden“, erklärt die Berufsberaterin. „Freiwilligendienste bieten sich übrigens durchaus an, um Wartesemester zu sammeln.“ – etwa wenn die Bewerbung um einen zulassungsbeschränkten Studiengang aufgrund des Numerus clausus (N.c.) noch nicht erfolgreich war.

Freiwilliges Soziales Jahr

„Das FSJ Kultur hat mir Selbstvertrauen gegeben“

Spielaktionen organisieren, Projekte betreuen, Seminare besuchen: Vreda Marschner absolvierte ihr Freiwilliges Soziales Jahr bei der „mobilen spielaktion e.V.“ in Trier. Heute studiert die 23-Jährige den sechssemestrigen Bachelor-Studiengang „Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis“ an der Universität Hildesheim – und arbeitet in den Semesterferien weiter im Verein mit.

Vreda Marschner hat lange blonde Haare und trägt ein braunes Oberteil.

Foto: Privat

„Ich hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt, ein FSJ Kultur zu machen und danach ein Studium in Kulturwissenschaften aufzunehmen. Allerdings war das zunächst nur meine zweite Wahl. Nach dem Abitur wollte ich eigentlich zuerst ‚Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus‘ in Hildesheim studieren. Als ich jedoch keinen Studienplatz bekam, war ich froh, dass ich mich rechtzeitig um eine FSJ-Stelle gekümmert hatte“, erzählt Vreda Marschner, die inzwischen im dritten Fachsemester ihres Bachelorstudiums steht.

Rückblickend betrachtet spricht sie von einer glücklichen Fügung: „Dank des FSJ habe ich den Kulturbereich erst so richtig kennen und schätzen gelernt. Das FSJ hat mir Selbstvertrauen für die Entscheidung gegeben.“

Sie hatte sich damals beim Kulturbüro Rheinland-Pfalz um eine FSJ-Stelle beworben: „Das Büro bringt Bewerber/-innen und Einsatzstellen zusammen und hat mir die ‚mobile spielaktion‘ als Einsatzstelle vorgeschlagen – ein Verein der kulturellen Kinder- und Jugendbildung in Trier. Gleich beim Bewerbungsgespräch habe ich mich dort wohl gefühlt“, erinnert sich die junge Frau.

Eigene Projekte und Seminare

In den folgenden zwölf Monaten ihres FSJ Kultur übernahm sie unterschiedliche Aufgaben: Im Informationsbüro für Trierer Kinder (triki) beantwortete sie Anfragen zur Schullandschaft und den Freizeitaktivitäten in der Region. Außerdem half sie mit bei der Vorbereitung verschiedener Spielaktionen. Als eigenes Projekt organisierte sie einen Kreativ-Schreibkurs für Kinder.

Des Weiteren besuchte Vreda Marschner gemeinsam mit anderen Teilnehmenden am FSJ aus Rheinland-Pfalz eine Reihe von einwöchigen Seminaren, bei denen es u.a. um „Poetry Slam“, Theater und Journalismus ging. „Im Rahmen eines Workshops fuhren wir sogar mal nach Marseille, wo wir uns direkt mit einheimischen Künstler(inne)n austauschen konnten.“

Ihr größtes Projekt während des FSJ Kultur stand allerdings im Sommer 2013 an: Wie jedes Jahr baute die „mobile spielaktion“ an den Trierer Kaiserthermen für drei Wochen eine historische Spielstadt auf, in der Kinder unterschiedliche Werkstätten besuchen können. „Die Vorbereitungen für das Großevent begannen schon zu Jahresbeginn. Als Teil des Teams übernahm ich die Leitung einer Theaterwerkstatt.“

Den Kontakt zum Verein und den studentischen Mitarbeiter(inne)n hält die angehende Kulturwissenschaftlerin bis heute. „Man fühlt sich in diesem Team toll aufgehoben“, schwärmt die 23-Jährige. Kein Wunder also, dass sie sich weiter für den Verein engagiert – etwa als römische Kaiserin verkleidet auf der Trierer Spielstadt 2014.

Freiwilliger Wehrdienst

Navigatorin beim Schnellbootgeschwader

„Die Seefahrt hat mich schon immer fasziniert“, erklärt die Osnabrückerin Franca Reichelt (19). Sie verpflichtete sich nach dem Abitur für zwölf Monate Freiwilligen Wehrdienst bei der Marine. Seit Januar lernt sie an der Bremerhavener Marineoperationsschule im Zuge der militärischen Ausbildung, was man als Soldatin wissen muss.

Franca Reichelt trägt einen Anzug und eine Mütze der Marineoperationsschule.

Foto: MOS / Bremerhaven

„Ich war neugierig, ob die Bundeswehr so ist, wie man sie sich vorstellt“, berichtet Franca Reichelt. Einen Computer- und Medizincheck sowie ein Gespräch beim Psychologen musste die 19-Jährige bestehen, bevor sie ihren Freiwilligen Wehrdienst antreten durfte. „Zuerst war ich dann fast geschockt, dass ich wirklich bei der Bundeswehr bin“, erinnert sich Franca Reichelt. Doch die Unsicherheit verblasste ganz schnell, als die Osnabrückerin merkte, dass es dort zwar streng, aber auch sehr kameradschaftlich zugeht.

Mit vier weiteren jungen Frauen wohnt Franca Reichelt in einer Stube in der Kaserne und genießt den freundschaftlichen Umgang. „Hier waren alle von Beginn an sehr hilfsbereit“, findet die junge Frau. Die Unterkunft, die Kleidung und das Essen stehen ihr kostenfrei zur Verfügung und schon in der Grundausbildung erhält sie einen monatlichen Sold von knapp 800 Euro. Nach drei, sechs und zwölf Monaten steigt der Sold noch an. „Sogar die Zugtickets nach Hause bekommen wir gezahlt“, erzählt Franca Reichelt. Viele ihrer Freunde und Freundinnen, die sich für eine Ausbildung entschieden haben, verdienen weit weniger Geld.

Sechs Minuten Zeit zum Anziehen

Doch dafür klingelt der Wecker jeden Morgen bereits um fünf Uhr. Sanitätsausbildung und WSO („Wehrrecht und Soldatische Ordnung“) stehen auf dem Stundenplan. Am Nachmittag geht es z.B. zum Schwimmtraining oder zur Schießausbildung – teilweise bis 19 Uhr. „Die Tage sind sehr lang, doch die Zeit vergeht wie im Flug – und es ist nie langweilig“, erzählt Franca Reichelt. U.a. hat sie bereits einen Nachtalarm erlebt. Nur sechs Minuten hatten sie in der Nacht Zeit, um sich anzuziehen, bevor mit dem Kampfrucksack auf dem Rücken losmarschiert werden musste. „Da merkt man schon, wo die eigenen körperlichen Grenzen sind“, erzählt die Freiwilligen Wehrdienst Leistende. Ein privater Fitnessraum und eine Turnhalle stehen den Soldat(inn)en zum Training und für sportliche Aktivitäten zur Verfügung.

Auslandseinsätze? Sehr gerne!

Nach der Grundausbildung ist die 19-Jährige für das 7. Schnellbootgeschwader in Warnemünde bei Rostock eingeplant. „Der Bereich Navigation stand für mich an erster Stelle“, erzählt sie. „Ich bin froh, dass ich in meinem Wunschbereich arbeiten darf.“ Die Osnabrückerin ist mutig und hofft, dass sie auch bei Auslandseinsätzen eingesetzt wird – gern auch für längere Zeit.

Zwölf Monate dauert ihr Freiwilliger Wehrdienst, doch Franca Reichelt kann sich bereits jetzt gut vorstellen, auch danach für die Bundeswehr tätig zu sein. Vor einer solchen Tätigkeit würde sie v.a. ein Studium in Nautik interessieren, denn die Hohe See findet Franca Reichelt besonders faszinierend. „Der Freiwillige Wehrdienst bietet sich an, um die Bundeswehr erst einmal kennenzulernen, bevor man sich jahrelang verpflichtet.“

Europäischer Freiwilligendienst

Ein Jahr lang in Ungarn

‚Guten Tag, wie geht es dir?‘ auf Ungarisch zu sagen, ist für Philipp Tilk heute kein Problem. Der 20-Jährige war nach seinem Abitur im Rahmen eines Europäischen Freiwilligendienstes (EFD) für zwölf Monate in Ungarn und hat dort mit Kindern und Jugendlichen tätig. Mittlerweile studiert er „Rechtswissenschaft“ an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Philipp Tilk hat kurze blonde Haare und trägt ein Sport-Shirt.

Foto: Privat

Rimóc, Endrefalva, Nógrádszakál – diese drei kleinen Orte sowie die ungarische Hauptstadt Budapest hat Philipp Tilk während seines Freiwilligendienstes regelmäßig besucht. Zusammen mit fünf weiteren ‚EFD-lern‘ aus Georgien, Slowenien, Litauen, Albanien und Lettland hat er Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sieben und 17 Jahren betreut. „Anfangs war es ein wenig schwierig, denn wir konnten kein Ungarisch und die Kinder kein oder nur bruchstückhaft Englisch. Eine Dolmetscherin half zum Glück aus. Mit der Zeit wurde es aber einfacher: Wir erhielten Ungarisch-Unterricht. So konnten wir besser kommunizieren und den Kindern wiederum beim Englisch helfen“, schildert Philipp Tilk.

Ein Jahr vor seinem Abitur stand für ihn fest, dass er nach Ungarn gehen würde. Er hatte sich beim „Verein für internationalen und interkulturellen Austausch (VIA) e.V.“ in Lüneburg beworben – ein aufwendiges Verfahren, wie er sich erinnert: „Ich musste ein Motivationsschreiben verfassen, viele Formulare ausfüllen, Fristen einhalten. Es gab ein Vorbereitungstreffen und Informationen über Verhalten und Kultur in Ungarn.“

Land und Leute kennen lernen

Ein Grund für seine Entscheidung, nach Ungarn zu gehen: „Meine Freundin ist Ungarin. Ich wollte ihr Land, die Leute und die Sprache näher kennen lernen.“ Ein weiterer Grund: „Ich wusste unmittelbar nach dem Abitur noch nicht, in welche Richtung es weitergehen sollte, benötigte Zeit zum Nachdenken und wollte das Leben außerhalb der Schule entdecken.“

Der Alltag in Ungarn war jedoch zunächst ungewohnt: „Die Kinder und Jugendlichen in den ungarischen Dörfern haben viele Probleme. Schulabbrüche sind weit verbreitet“, erklärt Philipp Tilk. „Es war wichtig, dass einmal jemand anderer für sie da ist, mit ihnen redet, ihnen zuhört, wenn sie von ihren Zukunftswünschen erzählen.“

Mithilfe bei Info-Veranstaltungen

Während seines Aufenthalts in Budapest half er zudem bei der Organisation von Projekten im Rahmen des Programms ‚JUGEND für Europa‘ mit und besuchte ungarische Schulen, um die Jugendlichen über Austauschprogramme zu informieren. Das hat Philipp Tilk nun auch in Deutschland vor: An seiner alten Schule möchte er von den Erfahrungen in Ungarn berichten und zukünftige Abiturient(inn)en motivieren, sich um einen Freiwilligendienst zu bewerben.

Wenn auch nicht unmittelbar, so fiel seine Entscheidung, „Rechtswissenschaften“ zu studieren, doch mittelbar ebenfalls in Ungarn: Eine Kollegin aus Georgien hatte ihm von ihrem Jura-Studium vorgeschwärmt. Zu ihr hat er noch heute Kontakt, ebenso zu den übrigen Teilnehmer(inne)n des Freiwilligendienstes.

Weitere Informationen

Studienwahl.de
Weiterführende Infos zum Thema finden Sie in der Rubrik „Zwischenzeit“ unter
www.studienwahl.de/de/zwischenzeit.htm

abi» dein weg in studium und beruf

In den Porträts genannte Einrichtungen:

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