Logo Stiftung für Hochschulzulassung Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo studienwahl.de
Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Eine Schultafel mit Funktionsgraphen.
Wer in der Schule gerne mit Graphen, Funktionen und Gleichungen arbeitet, könnte auch in einem Mathematik-studium gut zurecht kommen. Foto: Martin Rehm

Studien- und Berufswahl nach Schulfach

Drucken Versenden

Die meisten Schüler/-innen gehen bei der Studienwahl von ihren eigenen Neigungen und Begabungen aus, wie eine Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) belegt. Lieblingsfächer und gute Noten spielen dabei eine zentrale Rolle, weiß auch Berenike Schleusener (24). Sie studiert im ersten Semester Kunstgeschichte an der Eberhard Karls Universität in Tübingen. Den Bachelorstudiengang hat sie vor allem deshalb gewählt, weil sie sich schon in der Schule für das Fach Kunst begeisterte.

Foto von Berenike Schleusener.

Berenike Schleusener

Foto: Privat

Ihrem Interesse zu folgen, traute sie sich aber erst im zweiten Anlauf. Ein Jahr vorher studierte sie Kognitionswissenschaft: „Ich dachte, mit Kunstgeschichte werde ich später schlechtere Berufschancen haben. Allerdings war ich dann doch unzufrieden und wollte etwas studieren, was mir Spaß macht.“ Einige Studieninhalte, wie zum Beispiel Drucktechniken oder die Malerei der Renaissance kennt sie noch aus der Schule. Generell sei das Studium aber viel theoretischer: „Im Kunstunterricht hatten wir neben der Geschichte auch viel Bildende Kunst. Das fällt im Studium komplett weg. Wer selbst zeichnen und malen will, der ist hier also falsch.“

Lieblingsfach Deutsch

Mögliche Studienfächer: Deutsch/Germanistik (auch auf Lehramt), Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, Journalismus, Public Relations, Publizistik, Digital Humanities, Medien- und Kulturwissenschaft, Kultur- und Medienpädagogik

Mögliche Ausbildungsberufe: Buchhändler/-in, Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste, Medienkaufmann/-frau Digital und Print, Kaufmann/-frau für Büromanagement, Medienassistent/-in

Studium und Schulfach wenig vergleichbar

Foto von Roswitha Hofmann.

Roswitha Hofmann

Foto: Privat

Das Lieblingsfach kann sich stark vom Studium unterscheiden, merkt Roswitha Hofmann, Studienberaterin an der Universität Bielefeld, an: „Kunstgeschichte hat man so nicht in der Schule und auch alle anderen Geisteswissenschaften lassen sich nur schwer auf ein Schulfach übertragen.“ Für ein Studium kann außerdem das Interesse an mehreren Fächern relevant sein. Bei Kunstgeschichte sind das etwa die Fächer Religion, weil man sich viel mit dem Christentum beschäftigt, und Deutsch, weil Bildbeschreibungen eine große Rolle spielen. Auch Fremdsprachenkenntnisse sind nützlich: „Die mittelalterliche und neuzeitliche Kunst Italiens ist ein wichtiges Thema. Manche kunsthistorischen Schriften gibt es nur in italienischer Sprache. An vielen anderen Unis wird auch das Latinum vorausgesetzt oder man muss es nachholen“, sagt Berenike Schleusener.

Das Interesse an einem Schulfach ist ein wichtiger Indikator für das Interesse an einem ähnlichen Studienfach. Jedoch gehört noch mehr dazu, das passende Studium oder die richtige Ausbildung zu finden. „Das Schulfach ist ein starker Hinweis auf Interessen und Fähigkeiten, aber es sollte nicht der einzige sein“, weiß Jörg-Michael Wenzler, Berufsberater für akademische Berufe bei der Arbeitsagentur in Esslingen. Er empfiehlt, sich zum Beispiel die Modulhandbücher genauer anzuschauen. „Meistens wird dann schnell klar, dass Studiengänge ganz anders strukturiert sind als Schulfächer. Im Psychologiestudium kommen zum Beispiel auch viel Mathematik und Statistik vor“, sagt er.

Lieblingsfach Wirtschaft

Mögliche Studienfächer: Wirtschaftswissenschaften, (Internationale) BWL, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsrecht, Buchhandel/Verlagswirtschaft, Sportmanagement, Agrarwirtschaft, Hotel- und Restaurantmanagement, Pflege- und/oder Gesundheitsmanagement

Mögliche Ausbildungsberufe: Handelsfachwirt/-in, Kaufmann/-frau für Büromanagement, Hotelkaufmann/-frau, Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel, Kaufmann/-frau für Tourismus und Freizeit, Kaufmann/-frau für Spedition- und Logistikdienstleistung

Tipps für den Realitätscheck

Foto von Jörg-Michael Wenzler.

Jörg-Michael Wenzler

Foto: Privat

Einige Hochschulen, etwa die Universitäten in Bonn und Freiburg oder der Verbund norddeutscher Universitäten, bieten studienbezogene Self-Assessments an. Diese in der Regel kostenfreien Onlinetests sind eine gute Möglichkeit, die eigenen fachspezifischen Interessen mit den tatsächlichen Anforderungen im Studium abzugleichen. Tiefergehende Fragen können dann am besten die Studienfachberater/-innen beantworten. „Ich ermuntere Schüler/-innen auch immer dazu, ein Seminar oder eine Vorlesung zu besuchen. So bekommen sie einen unmittelbaren Eindruck, wie zum Beispiel Physik an der Uni unterrichtet wird und welche Themen dort eine Rolle spielen“, sagt Roswitha Hofmann. Auch Schnupperkurse, Infoveranstaltungen oder Orientierungssemester helfen auszuloten, ob das Interesse an einem Schulfach für das entsprechende Studium reicht.

Beide Berater sind sich einig, dass sich der spätere Berufsalltag stark vom Studium unterscheiden kann. „Geistes-, aber auch Naturwissenschaftler/-innen arbeiten häufig in Berufen, die wenig an das Studium erinnern. Kunsthistoriker/-innen finden Jobs in Pressestellen oder Verlagen und Physiker/-innen in Unternehmensberatungen“, erläutert die Studienberaterin beispielhaft. Deshalb ist es sinnvoll, vor (und während) der Ausbildung oder dem Studium Praktika zu absolvieren, um einen möglichen Beruf auszutesten. Fest steht: Wer sich gut informiert und beraten lässt, hat die besten Chancen, das passende Studium für sich zu finden.

Lieblingsfach Chemie

Mögliche Studienfächer: Chemie, Chemieingenieurwesen, Wirtschaftschemie, Lebensmittelchemie, Bioinformatik, Geoökologie, Forstwissenschaften, Umweltwissenschaft

Mögliche Ausbildungsberufe: Chemielaborant/-in, Chemisch-technische/r Assistent/-in, Pharmazeutisch-technische/r Assistent/-in, Chemikant/-in, Lacklaborant/-in

Interview

Für Erfolg im Studium braucht es mehr als gute Schulnoten

Im Gespräch mit studienwahl.de erläutert Dr. Nicolas Crost, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Berufspsychologischen Service der Bundesagentur für Arbeit, wie Lieblingsfächer und Tests bei der Studienwahl helfen können.

Ein goldener Kompass.

Foto: Meramo Studios

studienwahl.de: Herr Dr. Crost, gibt es einen Zusammenhang zwischen guten Noten in einem Schulfach und Erfolg im Studium?

Dr. Nicolas Crost: Schulische Leistungen lassen relativ gute Rückschlüsse auf den späteren Studienerfolg zu. Dabei kann vor allem die Abitur-Gesamtnote die Noten im Studium ganz gut vorhersagen. Hingegen liefern die Noten in den einzelnen Schulfächern vergleichsweise wenig Zusatzinformationen, sind aber nicht unwichtig.

studienwahl.de: Was ist außerdem bei der Studienwahl zu beachten?

Dr. Nicolas Crost: Psychologische Faktoren, wie Interesse, Motivation, Lernstrategien und Durchhaltevermögen spielen eine Rolle. Das Interesse an einem Schulfach garantiert zwar nicht allein den späteren Studienerfolg, aber die Studienabbruchquoten zeigen, dass der Spaß an Fächern mit einem niedrigeren Abbruchrisiko zusammenhängt. Und Interesse ist natürlich auch für die spätere berufliche Zufriedenheit wichtig. Zusätzlich gibt es noch die nicht-psychologischen Faktoren, wie etwa Arbeitsmarkt,  persönliche Mobilität, Umfeld, etc. Hier hilft es, sich an die Studienberatung zu wenden.

studienwahl.de: Welche Tests können bei der Studienwahl helfen?

Dr. Nicolas Crost: Der Berufspsychologische Service bietet verschiedene kostenlose Dienstleistungen an. Speziell für (angehende) Abiturient(inn)en gibt es die studienfeldbezogenen Beratungstests in den Bereichen Informatik/Mathematik, Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, philologische Studiengänge, Wirtschaftswissenschaften und Rechtswissenschaften. Die Aufgaben beinhalten typische Problemstellungen aus den jeweiligen Fachgebieten.

In der Testvariante für die Naturwissenschaften müssen zum Beispiel Diagramme interpretiert, in der Variante für die philologischen Studiengänge Sätze sinnvoll ergänzt werden. So erfährt man etwas über die typischen Anforderungen entsprechender Studiengänge und kann testen, wie gut man die Aufgaben schafft. In einer umfassenden Beratung wird auf Interessen, Eignungsfragen und weitere wichtige Aspekte der Studienwahl eingegangen. Jeder Test dauert etwa zwei bis drei Stunden und wird beim Berufspsychologischen Service der örtlichen Arbeitsagentur durchgeführt. Die Ergebnisse werden anschließend gemeinsam mit einem/r Psychologen/-in besprochen. Wer in diesen Tests gut abschneidet, wird mit höherer Wahrscheinlichkeit auch gute Studienleistungen in den jeweiligen Fächern erbringen.

studienwahl.de: Und wenn man noch gar keine Fachrichtung weiß oder sich fragt, ob Studieren überhaupt das Richtige ist?

Dr. Nicolas Crost: Dafür ist der Test zur Selbsteinschätzung studienrelevanter Personenmerkmale gedacht. Er richtet sich an studieninteressierte Jugendliche, die sich noch für keine Fachrichtung entschieden haben. Der Test ist als Fragebogen angelegt und bietet die Möglichkeit, Interessen mit Hilfe von Inhalten aus 17 Studien- und Berufsfeldern zu erkunden. Außerdem werden auch Fragen zur Motivation, zum Arbeitsverhalten und weiteren Merkmalen gestellt, die wichtig sind, um sich für oder gegen ein Studium zu entscheiden.

Die Ergebnisse werden in einem ausführlichen Gespräch mit einem/r Psychologen/-in in der örtlichen Arbeitsagentur ausgewertet. So finden Jugendliche heraus, welcher Studienbereich besonders interessant für sie ist und sie bekommen eine Rückmeldung zu ihren studienbezogenen Einstellungen. Der Fragebogen kann im Rahmen einer umfassenden psychologischen Begutachtung bearbeitet werden. Dafür ist eine Beauftragung durch eine/-n Berufsberater/-in für Abiturient(inn)en notwendig.

Beratungsbeispiel Fremdsprachen

Französisch im Detail

Wer ein Faible für Fremdsprachen hat, kann zwischen verschiedenen Studiengängen oder Ausbildungsberufen wählen – je nachdem wie intensiv man in die Sprache eintauchen will.

Eine Frankreichflagge weht im Wind.

Foto: Martin Rehm

„In der Schule war ich immer gut in Französisch. Frankreich ist einfach mein Lieblingsland“, erzählt Anna Pfäffle (22), die im Nebenfach Frankoromanistik an der Universität Augsburg studiert. Die Kombination mit einem anderen Fach war ihr sehr wichtig, weil sie sich davon bessere Berufschancen versprach. „Übersetzen oder Dolmetschen interessiert mich weniger und Französisch auf Lehramt oder mit einem wirtschaftlichen Bezug wollte ich auch nicht studieren“, erinnert sich die 22-Jährige. Als Hauptfach hat sie deshalb „Deutsch als Zweit- und Fremdsprache und interkulturelle Kommunikation“ gewählt. Sie kann sich gut vorstellen, später für deutsche oder französische Unternehmen zu arbeiten, die ihre Mitarbeiter für einen längeren Aufenthalt ins Nachbarland schicken.

Derzeit ist sie im fünften Semester und weiß, dass sich ein Französischstudium nicht mit dem Schulunterricht vergleichen lässt: „Eine Sprache zu studieren, heißt viel mehr ins Detail zu gehen, zum Beispiel in der Grammatik.“ Da sie bereits sieben Jahre Französisch in der Schule hatte, sei ihr der Einstieg ins Studium leichter gefallen als Mitstudierenden, die nur drei Jahre Französischunterricht hatten und deshalb auf Vorbereitungskurse angewiesen waren.  

Fremdsprachen an der Hochschule …

Foto on Anna Pfäffle.

Anna Pfäffle

Foto: Privat

Wer sich für Fremdsprachen interessiert, sollte sich zuerst überlegen, was er später damit beruflich machen will, rät Jörg-Michael Wenzler, Berufs- und Studienberater bei der Arbeitsagentur Esslingen. „Wenn man im französischsprachigen Ausland arbeiten möchte, ist das etwas anderes als im Büro hin und wieder ein Telefonat auf Französisch führen zu können“, sagt er. Im Studium setze man sich wesentlich intensiver mit einer Sprache auseinander als bei einer Berufsausbildung mit integrierten Sprachkursen. So gibt es an den Hochschulen sowohl die sprachwissenschaftlichen Studiengänge, wie etwa Frankoromanistik oder Anglistik/Amerikanistik, als auch anwendungsbezogene Studiengänge wie Übersetzungswissenschaften, Dolmetschen, Lehramt oder Internationale BWL. Bei Fächern wie Regionalstudien Lateinamerika oder Angewandte Afrikawissenschaften erwerben die Studierenden vor allem interkulturelle Kompetenzen, denn neben der Sprache werden auch Fachkenntnisse über die Kultur und Gesellschaft einer Region vermittelt. Allerdings bereiten vor allem die sprachwissenschaftlichen Studiengänge nicht auf einen konkreten Beruf vor. Jörg-Michael Wenzler empfiehlt deshalb seine Berufsaussichten mit anwendungsbezogenen Neben- oder Erweiterungsfächern zu erhöhen. Arbeitsfelder eröffnen sich dann zum Beispiel im Journalismus, in der Erwachsenenbildung, in der Politikberatung oder auch in der internationalen Arbeit von Wirtschaftsunternehmen.

… und in der Ausbildung

Lässt sich an den Hochschulen fast jede Sprache studieren, so geht es bei den betrieblichen Ausbildungen im kaufmännischen Bereich für die Bereiche Hotel, Restaurant, Außenhandel, Spedition oder Touristik vor allem um gute Englischkenntnisse. „Wie intensiv man die später einbringen kann, hängt stark vom Arbeitgeber ab. Wenn man für ein Unternehmen tätig ist, das keine oder wenig ausländische Kunden hat, wird man auch nicht viel Englisch sprechen“, erläutert Jörg-Michael Wenzler. Auch bei schulischen Ausbildungen wie zum/r Flugbegleiter/-in, Fluglotse/-in oder Animateur/-in spielen Englischkenntnisse eine Rolle. Ausbildungen zum/r Übersetzer/-in, Dolmetscher/-in oder Fremdsprachenkorrespondenten/-in an Berufsfachschulen sind meist kostenpflichtig. „Die Entscheidung Ausbildung oder Studium hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel welcher Lern- und Arbeitstyp man ist“, sagt Jörg-Michael Wenzler Den für sich richtigen Weg findet man am besten, indem man sich gut informiert und beraten lässt..

Beratungsbeispiel Physik

Studium für Neugierige

Warum fällt der Apfel nach unten? Wie fährt ein Auto? Warum gibt es Jahreszeiten? Wer alltäglichen Phänomenen gerne auf den Grund geht und sich nicht schnell entmutigen lässt, ist im Studiengang Physik oder in einer der Spezialisierungen gut aufgehoben. Später warten vielseitige Berufsperspektiven.

Eine Hand schreibt eine mathematische Formel auf eine Tafel.

Foto: Oliver Dietze

Niklas Libke wusste schon in der Schule, dass er mal Computer-Hardware entwickeln möchte. Trotzdem studiert der 22-Jährige nicht etwa Informatik oder Elektrotechnik, sondern Physik. „Das Studium hat einen höheren Anwendungsbezug als Informatik. Wenn man in die theoretische Physik geht, lernt man außerdem viel mit Computern und erwirbt Grundkenntnisse im Programmieren“, sagt der Student und ergänzt: „Ich wollte schon immer sehr genau verstehen, warum etwas so ist, wie es ist. Diese Neugierde ist elementar für ein Physikstudium.“ Im Vergleich zum Schulunterricht sei das Studium aber viel theoretischer und man lerne, Phänomene noch genauer zu verstehen und mathematisch zu beschreiben. „In der Schule haben wir gerechnet, an der Uni führt man fast nur noch Beweise durch“, erklärt Niklas Libke. Nach fünf Semestern an der Universität Bielefeld weiß er, dass man sich richtig reinknien und hartnäckig sein muss, um Erfolgserlebnisse zu haben. „Auf guten Noten in Mathe und Physik darf man sich nicht ausruhen, die meisten müssen richtig lernen“, meint er. „Aber es lohnt sich.“

Studium und Berufsalltag sind zweierlei

Foto von Niklas Libke.

Niklas Libke

Foto: Privat/Laura Heither

Im Gespräch mit Schüler(inne)n, die „etwas mit Physik“ studieren wollen, lotet Roswitha Hofmann, Studienberaterin an der Universität Bielefeld, zuerst einmal die grundsätzliche Richtung aus: fachwissenschaftlich oder auf Lehramt? Für wen ersteres in Frage kommt, der kann zwischen einem grundlegenden Studium in Physik oder verschiedenen Spezialisierungen wie etwa Bio-, Geo-, Nanostruktur- oder Medizinphysik wählen. Das ist vor allem für diejenigen attraktiv, die von Anfang an ein bestimmtes Berufsfeld im Auge haben.

„Ein Bachelorstudium in Physik heißt, sich breit aufzustellen. Viele entdecken dann während des Studiums, was sie später machen möchten und hängen meistens auch noch ein Masterstudium dran“, erläutert die Studienberaterin. Danach hat der Arbeitsmarkt einiges zu bieten, denn die Mehrheit der Absolvent(inn)en geht nicht in die Forschung: Physiker/-innen sind in der IT-Branche tätig, in Entwicklungsabteilungen (neben Ingenieur(inn)en) und sogar im Finanzwesen oder bei Unternehmensberatungen, ebenso in Schulen als Lehrer/-innen.

Hohe Frustrationstoleranz nötig

„In der Physik lernt man vor allem, analytisch zu denken,  Probleme systematisch anzugehen und dafür die beste Lösung zu finden. Das macht die Studierenden so vielseitig einsetzbar“, sagt Roswitha Hofmann. Dafür müsse man allerdings auch eine Menge tun, denn in den ersten Semestern sei gerade das Mathe-Pensum nicht zu unterschätzen. „Damit der Übergang an die Uni leichter fällt, empfehle ich, die Vorkurse in Mathe und Physik zu absolvieren, um die Grundlagen zu wiederholen und sich mit der Arbeitsweise im Studium vertraut zu machen“, betont sie. Ein Physikstudium fordert außerdem viel Frustrationstoleranz, schließlich kommt es nicht selten vor, dass  Experimente oder Rechnungen auch mit vielen Wiederholungen keine brauchbaren Ergebnisse liefern. Wer aber hartnäckig bleibt, bringt wertvolle Fähigkeiten für das Berufsleben mit.

Weitere Informationen

Rubrik „Orientieren!“ bei studienwahl.de
www.studienwahl.de/de/chorientieren.htm

Rubrik „orientieren > Ich will was machen mit …“ bei abi>>
www.abi.de/orientieren.htm

BERUFENET
Datenbank mit über 3.000 Berufsbeschreibungen in Text und Bild
www.berufenet.arbeitsagentur.de

BERUFE.TV
Kurzfilme über Studien- und Ausbildungsberufe
www.berufe.tv

KURSNET
Suche nach Studiengängen und schulischen Ausbildungen
http://kursnet-finden.arbeitsagentur.de/kurs

Berufsberatung der Agenturen für Arbeit – Dienststellen vor Ort
www.arbeitsagentur.de/apps/faces/home/pvo

Berufspsychologischer Service der Bundesagentur für Arbeit
www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/BuergerinnenUndBuerger/Arbeitslosigkeit/Gesundheit/BerufspsychologischerService/index.htm

Übersicht mit allen Studienberatungen an deutschen Hochschulen
www.hochschulkompass.de/studium/hilfe-bei-der-studienwahl/studienberatung.html

Im Text genannte Studien, Einrichtungen und Studiengänge:

Einflussfaktoren der Studienentscheidung (PDF)
Studie von CHE und EINSTIEG
www.che.de/downloads/Einfluss_auf_Studienentscheidung_AP95.pdf

Agentur für Arbeit Esslingen
www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/dienststellen/rdbw/goeppingen/Agentur/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI427843

Zentrale Studienberatung an der Universität Bielefeld
www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Einrichtungen/ZSB

Kunstgeschichte an der Eberhard Karls Universität Tübingen
www.uni-tuebingen.de/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/altertums-und-kunstwissenschaften/kunsthistorisches-institut/studium.html

Frankoromanistik an der Universität Augsburg
www.philhist.uni-augsburg.de/lehrstuehle/romanistik/studium/Bachelorstudiengaenge/Frankoromanistik.html

Physik an der Universität Bielefeld
www2.physik.uni-bielefeld.de/studium.html

Drucken Versenden
Nach obenNach oben
Signet Finder
Geprüft von den Ländern der Bundesrepublik Deutschland
Bedienungshinweis
17316
Studiengänge
445
Hochschulen
Erweiterte Suche Deutschlandkarte Bedienungshinweis
Suchergebnisfenster schließen
Treffervorschau
Studiengängez.B.:
Buchinhalte:
Aktuelle Beiträge: