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Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Ein Student sitzt in der Uni und lernt.
Rund 45 Prozent der Studiengänge in Deutschland sind zulassungsbeschränkt. Wer sich für diese Fächer interessiert, muss sich erst bewerben, bevor er mit dem Studieren loslegen kann. Foto: Thorsten Ulonka

Studienbewerbung Zulassungsbeschränkungen und Bewerbungsverfahren

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Nach seinem Abitur begann Armin Dabidian (23) ein duales Studium im Studiengang Banking and Finance an der privaten FOM-Hochschule in Düsseldorf. Recht bald merkte er aber, dass ihn ganz andere Bereiche viel mehr reizten. Sowohl Zahnmedizin als auch Pharmazie fielen in seine nähere Auswahl. Beide Studiengänge sind bundesweit zulassungsbeschränkt. Die Bewerbung läuft deshalb zentral über das Portal hochschulstart.de der Stiftung für Hochschulzulassung in Dortmund.

Foto von Armin Dabidian.

Armin Dabidian

Foto: Privat

Bei seiner Recherche stellte er fest, dass er sich nicht für beide Fächer gleichzeitig bewerben konnte. Er entschied sich für Pharmazie, da er die Versorgung von Patient(inn)en interessanter fand als die Behandlung.

In seiner Online-Bewerbung gab Armin Dabidian neben seinen persönlichen Daten die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf als favorisierte Hochschule an. Aus diesen Informationen wurde ein PDF generiert, das er gemeinsam mit seinem Abiturzeugnis und seinem Lebenslauf per Post zur Stiftung für Hochschulzulassung in Dortmund schickte.

Es vergingen einige Monate, bevor er im August per E-Mail die Zulassung bekam. Er musste dann nur noch persönlich zur Universität fahren, um sich zu immatrikulieren. Mittlerweile studiert er im vierten Semester.

Bewerbung bei der Hochschule oder auf hochschulstart.de

Nicht nur bei Pharmazie sondern auch bei Medizin, Zahnmedizin und Tiermedizin muss man sich wie Armin Dabidian über hochschulstart.de bewerben. Diese vier Studiengänge sind bundesweit zulassungsbeschränkt. Bei dem bundesweiten Auswahlverfahren werden 20 Prozent der Plätze an die Abiturbesten und 20 Prozent nach angesammelter Wartezeit vergeben. Die restlichen rund 60 Prozent der Studienplätze werden in einem Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) verteilt.

Es gibt aber auch örtliche Zulassungsbeschränkungen. Das heißt, die Plätze werden von den Hochschulen selber vergeben. In der Regel müssen sich die Abiturient(inn)en also direkt bei den jeweiligen Hochschulen bewerben (siehe Reportage „Aufwändiges Bewerbungsverfahren“). Teilweise nutzen diese zur Vergabe ihrer Studienplätze aber auch das Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV) der Stiftung für Hochschulzulassung (mehr dazu in unserem Artikel zum DoSV). In solch einem Fall müssen sich die Bewerber/-innen in der Regel ebenfalls auf dem Portal hochschulstart.de bewerben (siehe Reportage „Späte Zusage für den Wunschstudienplatz“).

Insgesamt waren rund 45 Prozent der Studiengänge in Deutschland laut Hochschulrektorenkonferenz (HRK) im Wintersemester 2016/17 zulassungsbeschränkt. Eine Immatrikulation ist in solchen Fällen nur nach einer Zusage möglich. Bei Studiengängen ohne Zulassungsbeschränkung können sich Abiturient(inn)en hingegen ohne Bewerbung einschreiben.

Was ist der Numerus clausus (N.c.)?

Studiengänge mit N.c. sind zulassungsbeschränkt, das heißt, sie haben eine festgesetzte Anzahl an Studienplätzen. In solchen Fällen wird ein Auswahlverfahren durchgeführt. Bei dieser Auswahl ist vorwiegend die Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung ausschlaggebend, aber es gibt auch noch anderen Kriterien wie z.B. die vergangene Wartezeit seit Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung. Umgangssprachlich bezeichnet „N.c.“ auch die Grenze, bei welcher Durchschnittsnote oder Wartezeit der letzte Studienplatz in einem Zulassungsverfahren zu einem bestimmten Semester vergeben wurde. Die Auswahlgrenzen werden also nicht vorher festgelegt, sondern ergeben sich in jeder Bewerbungs- und Auswahlrunde neu.

Wie Hochschulen auswählen

Foto von Cornelia Blum.

Cornelia Blum, Leiterin der Zentralen Studienberatung der Technischen Universität Dresden

Foto: Privat/Amac Garbe

In einigen Studiengängen werden im Rahmen des Auswahlverfahrens – egal ob der Studiengang örtlich oder bundesweit zulassungsbeschränkt ist – Motivationsschreiben verlangt oder auch Auswahlgespräche durchgeführt. „An der TU Dresden gilt das allerdings nur für die Fächer Internationale Beziehungen und Medizin“, erklärt Cornelia Blum, Leiterin der Zentralen Studienberatung der Technischen Universität Dresden. Verbreitet sind formalisierte Auswahlverfahren: Die Hochschulen erstellen eine Rangliste mit allen Bewerber(inn)en. Diese wird nach dem Notendurchschnitt und dem Datum der Hochschulzugangsberechtigung, das für die Bildung der Wartezeit maßgeblich ist, gebildet. „Es können aber noch andere Kriterien wie zum Beispiel bestimmte Fachnoten aus dem Abitur berücksichtigt werden“, erklärt Cornelia Blum. Auch eine einschlägige Berufsausbildung oder Praktika können eine Rolle spielen.

Empfehlungen rund um die Studienbewerbung

Cornelia Blum rät Abiturient(inn)en, frühzeitig abzuklären, was und wo sie studieren wollen: „Wenn man weiß, was man will, sollte man dem erst einmal nachgehen. Klappt das nicht, kann man sich immer noch umorientieren. Wer also am liebsten Psychologie studieren möchte, aber durchaus auch bereit wäre, Soziologie oder ein Lehramtsstudium zu beginnen, kann mehrere Bewerbungen abschicken, um seine Chancen auf Erhalt eines Studienplatzes zu erhöhen.“ Darüber hinaus kann es sich lohnen, nicht nur auf eine bestimmte Stadt oder einen Hochschultyp festgelegt zu sein.

Wer seine Wünsche und Prioritäten geklärt hat, sollte sich über die Zugangs- und Zulassungsbedingungen informieren. „Die Auswahlgrenzen aus den vorangegangenen Semestern sind auf den Webseiten der Hochschulen und in hochschulstart.de veröffentlicht und helfen den Bewerberinnen und Bewerbern abzuschätzen, ob sie mit ihrem Abiturschnitt eine realistische Chance auf einen Studienplatz haben“, sagt Cornelia Blum. Aber auch wenn der eigene Schnitt vermutlich nicht ausreicht, sollten Studieninteressierte sich bewerben. Viele Bewerber/-innen bekommen Zusagen in mehreren Studiengängen, so dass im Nachhinein wieder Plätze frei werden und andere Bewerber/-innen im Nachrückverfahren einen Platz zugeteilt bekommen. Wenn das nicht klappt, bleibt die Möglichkeit, kurz vor Semesterbeginn über ein eventuell durchgeführtes Losverfahren einen Studienplatz zu ergattern (siehe auch www.freie-studienplaetze.de).

Wer unsicher ist, kann und sollte sich mit seinen Fragen direkt an die Hochschulen oder hochschulstart.de wenden: „Die meisten haben ein Servicecenter mit einer Telefonhotline und einer E-Mail-Adresse, teilweise bieten sie sogar eine Beratung per Chat an. Die Bewerberinnen und Bewerber werden mit ihren Fragen nicht alleine gelassen“, weiß Cornelia Blum.

FAQ

Die wichtigsten Fragen – und die Antworten dazu

Wie viele Studienbewerbungen darf ich abschicken?

Checkliste mit Stift.

Foto: Martin Rehm

Im bundesweiten Vergabeverfahren dürfen sechs Bewerbungen eingereicht werden. „Die Bewerber/-innen müssen sich allerdings entscheiden, ob sie Humanmedizin, Zahnmedizin, Tiermedizin oder Pharmazie studieren möchten, und dürfen sich nicht für mehrere Fächer parallel bewerben“, betont Kerstin Lütge-Varney von der Stiftung für Hochschulzulassung.

Über das Dialogorientierte Serviceverfahren dürfen Abiturient(inn)en maximal zwölf Bewerbungen pro Bewerbungszeitraum abschicken, dürfen sich also für höchstens zwölf Kombinationen aus Studiengang und Hochschule entscheiden. Parallel dazu ist auch noch eine Bewerbung für einen bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengang möglich.

Wie viele Bewerbungen die Hochschulen in örtlich zulassungsbeschränkten Studiengängen direkt annehmen, entscheiden sie selbst. An der TU Dresden beispielsweise gibt es laut Cornelia Blum keine Beschränkung.

Wann enden die Bewerbungsfristen der Hochschulen?

Foto von Kerstin Lütge-Varney.

Kerstin Lütge-Varney von der Stiftung für Hochschulzulassung

Foto: Privat

Im bundesweiten Auswahlverfahren unterscheiden sich die Bewerbungsfristen danach, ob es sich um Alt- oder Neubewerber/-innen handelt. Altbewerber/-innen müssen ihre Online-Bewerbung für ein Wintersemester bis zum Ablauf des 31. Mai erledigt haben, Neubewerber/-innen bis zum 15. Juli eines jeweiligen Jahres. „Bei diesen Fristen handelt es sich um gesetzliche Ausschlussfristen. Das heißt: Nach Ablauf der Fristen werden keine Unterlagen mehr berücksichtigt. Dabei ist es völlig egal, warum die Bewerber/-innen die Fristen versäumt haben – es werden keine Ausnahmen gemacht“, erläutert Kerstin Lütge-Varney.

Bei den Studiengängen mit örtlicher Zulassungsbeschränkung, die bei hochschulstart.de über das DoSV bearbeitet werden, läuft die Bewerbungsphase für das Wintersemester bis zum 15. Juli und für das Sommersemester bis zum 15. Januar. Für die Studiengänge, bei denen sich die Studieninteressierten direkt bei den Hochschulen bewerben müssen, gelten in der Regel die gleichen Fristen. Hier kann in Einzelfällen ebenfalls nach Alt- und Neuabiturient(inn)en unterschieden werden.

Kann ich mich auch schon vor meinem Abitur bewerben?

In der Online-Bewerbung um einen Studienplatz müssen Abiturient(inn)en immer ihren Durchschnittsnote und das Datum des Abiturzeugnisses angeben. Man kann sich das Formular also vorher ansehen, die Bewerbung aber erst ausfüllen, wenn man das Zeugnis in der Hand hält. „Selbst wenn man sich viel Zeit nimmt, benötigt man für diese Online-Bewerbung nur eine halbe Stunde. Deshalb ist es kein Problem, wenn man zum Beispiel am 4. Juli das Zeugnis bekommt, die Bewerbungsfrist aber am 15. Juli ausläuft“, sagt Kerstin Lütge-Varney.

Kann ich mich auch aus dem Ausland bewerben?

Ja, man kann sich auch aus dem Ausland auf einen Studienplatz in Deutschland bewerben, denn die Bewerbungen können in der Regel online eingereicht werden. Wenn Anfang August – oder im Rahmen eines Nachrückverfahrens auch später – der Zulassungsbescheid kommt, muss die Annahmeerklärung mit den Unterlagen allerdings unterschrieben zurückgeschickt werden. „Wer weiß, dass er bis Anfang August noch nicht aus dem Ausland zurückgekehrt ist, sollte also beispielsweise den Eltern eine Vollmacht dafür ausstellen“, rät Studienberaterin Cornelia Blum. Eine formlose Bescheinigung, dass die besagten Personen für den/die Bewerber/-in Erklärungen zur Studienbewerbung abgeben und unterschreiben dürfen, reicht aus und muss dann im Original mit der Annahmeerklärung und den Unterlagen mitgeschickt werden. Bei Bewerbungen über hochschulstart.de funktioniert das genauso.

Wer Staatsangehörige/-r eines anderen EU-Landes oder Islands, Liechtensteins und Norwegens ist, muss sich für bundesweit zulassungsbeschränkte Studiengänge übrigens ebenfalls über hochschulstart.de bewerben.

Welche Unterlagen brauche ich für die Bewerbung?

Wer sich für einen bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengang bewirbt, muss ein unterschriebenes PDF-Dokument mit den vorher online eingestellten Angaben sowie eine amtlich beglaubigte Kopie der Hochschulzugangsberechtigung gleich mit der Bewerbung per Post einreichen. Je nachdem, welche Angaben, der/die Bewerber/-in gemacht hat, werden weitere Nachweise benötigt. „Wenn Bewerber/-innen etwa angegeben haben, dass sie sich in einem freiwilligen sozialen Jahr befinden oder einen Härtefallantrag stellen wollen, müssen sie das durch entsprechende Dokumente belegen“, erklärt Kerstin Lütge-Varney.

Ob die Unterlagen mit der Bewerbung oder erst später bei der Einschreibung vorgelegt werden müssen, erfahren die Bewerber/-innen für örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge entweder auf hochschulstart.de oder direkt bei der Hochschule. Spätestens bei der Einschreibung verlangen die Hochschulen zudem eine Bescheinigung der Krankenkasse sowie den Nachweis, dass der Semesterbeitrag überwiesen wurde.

Was mache ich, wenn ich mehrere Zusagen habe?

Wenn Bewerber/-innen mehrere Zusagen bekommen, haben sie die Qual der Wahl. Sie entscheiden sich dann für einen Studienplatz. Die anderen Plätze sollten sie fairerweise bei den Hochschulen absagen. Die Stiftung für Hochschulzulassung oder die jeweilige Hochschule werden die nicht angetretenen Studienplätze im Rahmen des Nachrückverfahrens automatisch an andere Interessent(inn)en vergeben.

Schwierig wird es, wenn die Zulassungsbescheide zu unterschiedlichen Zeiten verschickt werden. Dann nämlich müssen sich Beweber/-innen unter Umständen für einen Platz entscheiden, ohne das Ergebnis aller Bewerbungen zu kennen. Entweder sie nehmen einen sicheren Platz an, oder warten bis alle Bewerbungen bearbeitet sind – und riskieren damit, Fristen zu versäumen so dass manche Studienplätze dann nicht mehr verfügbar sind.

Welche Besonderheiten muss ich bei der Bewerbung um ein duales Studium beachten?

Wer sich für ein duales Studium entscheidet, braucht nicht nur eine Hochschule, sondern auch einen Arbeitgeber. „Abiturient(inn)en müssen sich also vorab bei einem Unternehmen bewerben, in der Regel ein Vorstellungsgespräch führen oder ein Assessmentcenter durchlaufen. Nur wenn danach beide Seiten voneinander überzeugt sind, ist eine Studienplatzbewerbung sinnvoll“, betont Michael Hümmer, BErater für akademische Berufe bei der Agentur für Arbeit Fürth.

Bewerbung über das Dialogorientierte Serviceverfahren

Späte Zusage für den Wunschstudienplatz

Annika Lara Jaensch (19) bekam erst per Nachrückverfahren einen Studienplatz für Psychologie an der Universität Bamberg.

Zwei Stühle in einer Psychologischen Praxis.

Foto: Axel Jusseit

Als Annika Lara Jaensch mit einer Freundin deren Schwester in Bamberg besuchte, war für sie klar: In dieser hübschen Stadt mit der überschaubaren Universität wollte sie studieren. Ihre Wahl fiel auf das Fach Psychologie. „Mich hat schon immer interessiert, wie der Mensch funktioniert“, erzählt sie. „Die Entscheidung ist letztendlich gefallen, weil ich mein FSJ in der Heimerziehung gemacht habe und mich die Schicksale dort sehr bewegt haben. Ich wollte einfach mehr darüber erfahren, wie zum Beispiel Lebensbedingungen bestimmte Störungsbilder begünstigen.“ Auf der Webseite des Studiengangs erfuhr die Abiturientin, dass sie sich über das Dialogorientierte Serviceverfahren bei hochschulstart.de bewerben musste. Annika Lara Jaensch registrierte sich auf der Seite und sah auch gleich, an welchen anderen Universitäten sie sich hier für Psychologie bewerben konnte. Sie nannte Bamberg als erste Wahl und gab zur Sicherheit noch fünf andere Hochschulen als weitere Studienorte an.

Foto von Annika Lara Jaensch.

Annika Lara Jaensch

Foto: Privat

In das Antragsformular musste sie ihre persönlichen Daten, das Studienfach, die Abiturnote, die Punktzahl ihres Abiturs sowie Informationen zu ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr eintragen und angeben, ob sie zuvor woanders studiert hatte. Das Formular konnte sie dann herunterladen, ausdrucken und unterschreiben. Zusammen mit einer Kopie ihres Abiturzeugnisses und einem Lebenslauf schickte sie die Bewerbung ab – rechtzeitig, bevor sie zu einer Reise nach Kambodscha aufbrach.

Im Juli lief die Bewerbungsfrist ab. Die ersten Zusagen kamen im August aus Mainz und Erlangen, auch in Würzburg bekam sie einen Studienplatz. Als aus Bamberg eine Absage kam, war Annika Lara Jaensch sehr niedergeschlagen, denn sie hatte wegen ihres guten Notendurchschnitts von 1,3 eigentlich schon mit einer Zusage gerechnet. „Ich war wirklich sehr enttäuscht, aber vor allem verunsichert“, erinnert sie sich. Doch sie stand auf der Warteliste und war umso glücklicher, als sie Mitte August doch noch einen Studienplatz bekam. Zu diesem Zeitpunkt war sie schon wieder aus Kambodscha zurückgekehrt, um sich persönlich einschreiben zu können. Sie überlegte nicht lange und nahm den Platz direkt mit einem einfachen Mausklick an, womit die anderen Zusagen von der Liste gelöscht wurden.

Mit der Bestätigung bekam Annika Lara Jaensch eine E-Mail von der Uni, die sie allerdings erst einige Tage später öffnete. Erschreckt stellte sie fest, dass sie sich innerhalb von fünf Tagen vor Ort immatrikulieren musste – und schon vier Tage vergangen waren. Sie hatte nur noch einen Tag Zeit sich einzuschreiben, sodass ihre Mutter sie schnell nach Bamberg brachte. Inzwischen ist sie dort richtig angekommen und studiert jetzt im zweiten Semester.

Örtlich zulassungsbeschränkter Studiengang

Aufwändiges Bewerbungsverfahren

Für ihr Wunschstudienfach musste Franziska Zollner (21) ihre Motivation beschreiben, einen Artikel zusammenfassen und ihre Sprachkenntnisse unter Beweis stellen.

Eine Landkarte von Brasilien.

Foto: Martin Rehm

Franziska Zollner absolvierte nach ihrem Abitur ein Praktikum in der Rechtsabteilung eines brasilianischen Unternehmens. Danach war ihr klar, dass sie Politik, Recht, Wirtschaft und Sprachen studieren und sich dann später auf eines dieser Fächer spezialisieren wollte. Auf der Suche nach einem passenden Studiengang stieß sie auf das interdisziplinäre Bachelorstudium „Internationale Beziehungen“ an der Technischen Universität Dresden.

Die Bewerbung für den Studiengang war aufwändig: In einem zweiseitigen Motivationsschreiben erklärte sie zum Beispiel, dass sie schon zu Schulzeiten ehrenamtlich Nachhilfe erteilt, ein Jahr im Ausland verbracht und anschließend Austauschschüler in Deutschland betreut hatte. Die Bestätigungen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeiten, ihr Praktikumszeugnis und Nachweise über ihre Fremdsprachenkenntnisse legte sie der Bewerbung bei. Zur Sicherheit bewarb sie sich aber auch für drei weitere Studiengänge an anderen Hochschulen.

Foto von Franziska Zollner.

Franziska Zollner

Foto: Privat

Etwa einen Monat später bekam sie von der TU Dresden die Einladung zu einem Auswahlgespräch. „Zur Vorbereitung habe ich intensiv Zeitungen gelesen, um mich über das aktuelle politische Geschehen und dessen Hintergründe zu informieren“, erinnert sich Franziska Zollner. Vor Beginn des Gesprächs bekam sie einen Artikel, den sie lesen und dann vor der Auswahljury zusammenfassen sollte, bevor ihr die Professor(inn)en Fragen zum Aufbau der EU sowie zur politischen und wirtschaftlichen Situation in Lateinamerika stellten. „Der Fokus lag auf den Ländern Venezuela und Brasilien, weil ich dort meinen Schüleraustausch und mein Praktikum verbracht hatte“, erklärt die 21-Jährige. Anschließend musste sie noch einen Englischtest machen.

Nur eine Woche nach dem Auswahlgespräch bekam sie die Zusage für den Studienplatz in Dresden. Sie entschied sich dafür, obwohl inzwischen auch Zusagen aus anderen Hochschulen angekommen waren. Für die Immatrikulation musste sie nur noch einige offizielle Dokumente einreichen. Das machte sie persönlich, weil sie sowieso vor Ort auf Wohnungssuche gehen wollte. Inzwischen ist Franziska Zollner im zweiten Semester. Ihre Entscheidung für den Studiengang „Internationale Beziehungen“ hat sie nicht bereut.

Weitere Informationen

Studienwahl.de Rubrik Bewerbung
www.studienwahl.de/de/chstudieren/chbewerbung.htm

abi>> Rubrik Hochschulzugang
www.abi.de/studium/hochschule/hochschulzugang.htm

abi>> Bewerbungsbox
bewerbung.abi.de

Stiftung für Hochschulzulassung
www.hochschulstart.de

„(Wie) Komme ich an einen Studienplatz? – Zulassungsverfahren und Zulassungschancen an deutschen Universitäten und Fachhochschulen“
Online-Publikation des CHE (PDF)
www.che.de/downloads/CHE_AP_190_Wie_komme_ich_an_einen_Studienplatz.pdf

Zentrale Studienberatung TU Dresden
www.tu-dresden.de/studium/im-studium/beratung-und-service/zentrale-studienberatung/wir-ueber-uns

Internationale Beziehungen an der TU Dresden
www.tu-dresden.de/zis/studium/bachelor

Psychologie an der Uni Bamberg
www.uni-bamberg.de/psychologie

Pharmazie an der Uni Düsseldorf
www.pharmazie.hhu.de

Hinweis: Links in älteren Themen des Monats werden nicht aktualisiert.

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