Nebenjob

Ein Ausgleich zum Studium

Zahlreiche Gläser stehen gestapelt zur Benutzung bereit.
Foto: Martin Rehm

Maya Korspeter (22) verdient ihr Geld da, wo sie sich auch in ihrer Freizeit gerne aufhält – in einem Rostocker Club.

Ein Porträt-Foto von Maya Korspeter
Foto: privat

Schon als Schülerin hat Maya Korspeter nebenbei in der Gastronomie gejobbt. Während des Studiums wollte sie das unbedingt weitermachen. „Es macht mir einfach Spaß, unter Menschen zu sein. Das ist ein super Ausgleich zum konzentrierten Lernen“, begründet sie die Entscheidung. Die 22-Jährige studiert in Rostock im dritten Semester Französisch und Evangelische Religion für Lehramt an regionalen Schulen. In der Hansestadt fand sie einen Nebenjob in einem Club, in dem sie auch ihre Freizeit gerne verbringt – ein Volltreffer. „Ich kann da Freunde treffen und die Musik hören, die mir gefällt – und verdiene dabei auch noch Geld“, erzählt sie.

Anstrengend …

Etwa zwei bis drei Schichten mit jeweils durchschnittlich sechs bis acht Stunden übernimmt Maya Korspeter jeden Monat. Das bedeutet, dass sie fast eine Nacht pro Wochenende im Einsatz ist. Manchmal findet die Studentin das ganz schön anstrengend. „Ich brauche das Geld, weil ich vom BAföG allein die Miete und all die anderen Kosten nicht stemmen kann. Aber die Uni soll ja auch nicht zu kurz kommen. Außerdem ist es für den Körper natürlich eine Belastung, wenn man regelmäßig nachts arbeitet“, gibt sie zu.

9 bis 10 Euro verdient Maya Korspeter in ihrem Nebenjob pro Stunde. Manchmal kassiert sie die Gäste am Einlass ab, manchmal nimmt sie an der Garderobe die Jacken entgegen und manchmal bereitet sie kleine Burger oder Sandwiches zu. Am liebsten aber gibt sie an der Bar die Getränke aus. „Da kriegt man am meisten von den Menschen mit – und von der Musik“, sagt sie. Über ihren Job im Club hat Maya Korspeter andere Studierende kennengelernt, die ihr hilfreiche Tipps rund ums Studium geben. „Wenn ich mit dem Stundenplan und den Inhalten nicht zurechtkomme, finde ich da Hilfe.“, erzählt sie.

Beispiele aus der Praxis: Jobben neben dem Studium

… und lehrreich

Durch den Nebenjob hat die Studentin auch Dinge gelernt, die ihr im Studium und im Lehrerberuf nützlich sein können. „Wenn ein Gast ein Getränk verschüttet, muss er das wieder saubermachen. Da muss ich klare Anweisungen geben. Und wenn jemand sich nicht benimmt, muss ich dafür sorgen, dass er rausgeworfen wird. Das hat mein Selbstbewusstsein gestärkt“, erzählt die Studentin. Und auch in Sachen Teamarbeit habe sie im Nebenjob schon viele Erfahrungen gesammelt: „Manchmal erscheinen Mitarbeiter einfach nicht zur Arbeit. Oder sie machen nicht richtig sauber. Dann muss man das natürlich ansprechen.“

Sie verwenden einen Adblocker bzw. ein Verfahren zur Ausblendung von Werbung. Bitte bedenken Sie, dass diese Internetseite durch Werbung finanziert wird. Mit Blick auf die künftige Aufrechterhaltung des Umfangs und der Qualität der Informationen bitten wir Sie, den Adblocker auszuschalten. Vielen Dank!