Studieren – aber was?

Im Zweifelsfall schnuppern

An einem Baumstamm sind die Wegweiser mit den Aufschriften
Foto: Martin Rehm | Bundesagentur für Arbeit

Warum haben Sie sich für Ihr Studienfach entschieden? Welche Faktoren haben bei der Wahl eine Rolle gespielt? Würden Sie heute eine andere Entscheidung treffen? Drei Studierende berichten.

Juliane Kokot ist im 5. Semester des Bachelors Gesundheitswissenschaften an der Hochschule Neubrandenburg (Regelstudienzeit: 6 Semester)

„Anfangs dachte ich immer, dass ich in die soziale Schiene gehen möchte, um Menschen zu helfen, die in bestimmten Bereichen des Lebens ein Problem haben. Bei einem Praktikum in der Sozialen Arbeit habe ich dann aber gemerkt, dass das gar nicht meins ist. Stattdessen möchte ich nun lieber in der präventiven Arbeit tätig werden. Der Studiengang Gesundheitswissenschaften bereitet mich darauf vor.“

Marie Kummrow ist im 1. Semester des Bachelors Betriebswirtschaftslehre mit juristischem Schwerpunkt an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Regelstudienzeit: 6 Semester)

„Nach dem Abitur hatte ich keine Vorstellung davon, welches Fach das richtige für mich sein würde. Über einen Zeitungsartikel erfuhr ich dann von einem Orientierungsstudium an der Technischen Universität Braunschweig. Ich nahm daran teil und besuchte Vorlesungen aus den unterschiedlichsten Fächern. So wurde mir klar, dass ich BWL studieren möchte. Ich finde es toll, dass man mit einem BWL-Studium so unglaublich viel machen und zum Beispiel auch in Richtung Personalmanagement gehen kann. Mein Bauch hat mir gesagt, dass ich lieber an einer Universität als an einer Fachhochschule studieren möchte. An meinem Studiengang hat mir dann der juristische Schwerpunkt gefallen, denn damit kann ich eine Stelle in der Rechtsabteilung eines Betriebs bekommen.

Linus Aigner ist im 1. Semester des Bachelors Philosophie an der Freien Universität Berlin (Regelstudienzeit: 6 Semester). Im Nebenfach studiert er Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft

„Das wichtigste Kriterium für meine Studienentscheidung war die Frage, was mir Spaß macht. Es war mir schnell klar, dass ich Geisteswissenschaften studieren möchte. Die haben mir in der Schule schon gefallen und meine Eltern haben Germanistik studiert. Ich habe mich für die Philosophie entschieden, weil ich denke, dass sie die Basis für alle Geisteswissenschaften ist. Ich wollte mich so wenig wie möglich festlegen und hatte das Gefühl, dass die Philosophie ein universelles Fach ist. Die Wahl des Nebenfachs fiel mir schwerer. Ich habe mir verschiedene Fächer angesehen und mich letztlich für die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft entschieden, weil die literaturtheoretischen Betrachtungen der Herangehensweise der Philosophie ähneln. Ich habe versucht, die beruflichen Perspektiven bei der Studienwahl möglichst auszublenden. Sonst hätte ich mich wahrscheinlich nicht für die Geisteswissenschaften entschieden.“

Beispiele aus der Praxis: Studieren – aber was? Kriterien für die Entscheidung

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