Pflegemanagement

Studieren für eine optimale Patientenbetreuung

Junge Krankenpflegerin bereitet eine Patientin für eine Infusion vor.
Foto: Julien Fertl

Patienten/-innen bestmöglich pflegen und die Versorgungsqualität verbessern – das ist Marius Burgers Ansporn. Der 24-Jährige studiert im zweiten Studienjahr an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Angewandte Gesundheits- und Pflegewissenschaften. Parallel dazu macht er seine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger am Klinikum Stuttgart.

Ein Porträt-Foto von Marius Burger
Foto: Klinikum Stuttgart

Wie lassen sich die Arbeitsabläufe in der Notaufnahme so optimieren, dass die Patienten/-innen möglichst schnell einen EKG-Befund erhalten? Was kann der/die einzelne Mitarbeiter/-in beisteuern, um den Prozess zu beschleunigen? Mit praktischen Pflegeproblemen wie diesen hat sich Marius Burger in seiner Projektarbeit am Ende des ersten Studienjahrs auseinandergesetzt.

Pflege optimieren

Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr in einem Krankenhaus machte Marius Burger eine Ausbildung zum Rettungssanitäter. Dann begann er die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger am Klinikum Stuttgart, die mit dem Studiengang Angewandte Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der DHBW Stuttgart verzahnt ist.

Das zeigt schon, was Marius Burger für seine berufliche Zukunft anstrebt: Patienten/-innen in der größten Not versorgen, sie als Gesundheits- und Krankenpfleger im Krankenhaus weiter betreuen und im Optimalfall erleben, dass sie durch das Wirken aller Beteiligten gesund entlassen werden können. Zugleich will er im Team neue Standards für den Pflegealltag erarbeiten, sie wissenschaftlichen Erkenntnissen angleichen und überlegen, wie sie in die Praxis integriert werden können. Kurz: Er will optimal pflegen und dazu beitragen, die Versorgungs- und Betreuungsqualität noch zu verbessern.

Beispiele aus der Praxis: Pflegemanagement

Studien, BWL und Management-Tools

Sein Studium begann ein Jahr nach Ausbildungsstart, seitdem hat er mehrwöchige Präsenzphasen an der DHBW absolviert. Nach dem Pflege-Examen wird er noch ein Jahr berufsbegleitend weiter studieren. Nach vier Jahren ist er dann sowohl staatlich geprüfter Gesundheits- und Krankenpfleger als auch Bachelor of Science.

Für Marius Burger ist das Studium wichtig, um breitere Kompetenzen zu erlangen: Wie man wissenschaftliche Studien zu akuten Pflegeproblemen findet, liest, auswertet und ihre Erkenntnisse praktisch umsetzen kann. Wie Kommunikation bestmöglich erfolgen sollte: mit Patientinnen und Patienten, Angehörigen, Kolleginnen und Kollegen sowie Vorgesetzten – und zwar auch auf Englisch. Zudem erfährt er, wie das Gesundheitssystem funktioniert, wie es finanziert wird und welche BWL-Kenntnisse, Management-Tools und Führungskompetenzen nötig sind, um etwa eine Station effektiv zu leiten.

Nach dem Bachelor plant Marius Burger noch einen Master anzuschließen. Vielleicht in Medizinpädagogik, um Erfahrungen und Wissen an Nachwuchskräfte weitergeben zu können. Das sich noch in Vorbereitung befindende DHBW-Angebot „Advanced Practice in Healthcare“ reizt ihn. Außer Frage steht jedoch, dass er weiterhin pflegen und versorgen will – am liebsten sowohl im Rettungsdienst als auch im Krankenhaus.