Studieren an privaten Hochschulen

Ein Studium – zwei Abschlüsse

Auf hellem Holzboden sieht man zwei männlich Personen brustabwärts. Die eine Person wird von der anderen bei einer Übung angeleitet.
Foto: Julien Fertl | Bundesagentur für Arbeit

Julia Pereira Schmidt (22) studiert den medizinisch-therapeutischen dualen Studiengang „Physiotherapie“ an der Europäischen Fachhochschule (EUFH).

Porträt-Foto von Julia Pereira Schmidt
Foto: privat

Menschen helfen, denen es gesundheitlich nicht gut geht, das war schon immer der Wunsch von Julia Pereira Schmidt. „Leider hat es mit dem Medizinstudium nicht geklappt“, sagt die 22-Jährige, die es nach einem abgebrochenen BWL-Studium in den medizinischen Bereich und letztlich an die Europäische Fachhochschule (EUFH) am Standort Rostock verschlagen hat. Dort studiert sie aktuell im dritten Semester den Bachelor-Studiengang „Physiotherapie“.

Dabei handelt es sich um einen dualen Studiengang, der planmäßig in sieben Semestern absolviert wird. „Das Tolle ist, dass ich am Ende sowohl eine Ausbildung zur staatlich geprüften Physiotherapeutin als auch den Bachelor of Science in der Tasche habe. Der Abschluss ist zudem international anerkannt, was es mir ermöglicht, später etwa einen Master in Physiotherapie im Ausland zu machen.“

Eine Frage der Eignung, keine der Finanzierung

Must-haves für die Zulassung: Abitur oder Fachhochschulreife, ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung und ein bestandenes Aufnahmegespräch. Wie auch an anderen privaten Hochschulen üblich, gibt es Studiengebühren: Sie belaufen sich aktuell auf 375 Euro pro Monat. Die EUFH selbst bietet allerdings ihren Studierenden die Möglichkeit der Finanzierung durch ein Partnerunternehmen an. Im Gegenzug arbeiten die Studierenden dort im Rahmen der Lernphase und für ein bis zwei Jahre nach dem Studium.

Beispiele aus der Praxis: Studieren an privaten Hochschulen

Enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis

Das Studium unterteilt sich in Präsenzphasen, sprich Vorlesungen und Seminare an der EUFH, und ab dem dritten Semester in duale Lernphasen in einem Unternehmen nach Wahl, die durch Online-Lehre ergänzt werden. Auf dem Stundenplan stehen unter anderem: Bewegungsverhalten, Ethik, Prävention sowie Diagnostik, Organe und Torso. Im dritten Semester wählt man eine von vier Vertiefungslinien. Außerdem stehen fünf große Praktika in Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen an, die von der EUFH organisiert werden.

„Ich finde es klasse, dass wir wissenschaftlich fundiertes medizinisches Wissen direkt in der Praxis umsetzen – und letzteres sogar ab dem ersten Semester“, erklärt Julia Pereira Schmidt und fügt hinzu: „Schon damals hatten wir den ersten Kontakt mit Patienten. Meiner Meinung nach ist dieser frühe Zeitpunkt durchaus sinnvoll, um zu prüfen, ob die Arbeit am menschlichen Körper einem auch wirklich liegt.“ Und das tut es für die 22-Jährige, die an der EUFH auch die familiäre Atmosphäre und die sehr gute Betreuungssituation durch die praxisnahen Professoren und Dozenten zu schätzen weiß. Für sie ist das Studium der Physiotherapie längst kein fauler Kompromiss zum Medizin-Studium mehr, sondern vielmehr „die beste Entscheidung, die ich treffen konnte“.

Sie verwenden einen Adblocker bzw. ein Verfahren zur Ausblendung von Werbung. Bitte bedenken Sie, dass diese Internetseite durch Werbung finanziert wird. Mit Blick auf die künftige Aufrechterhaltung des Umfangs und der Qualität der Informationen bitten wir Sie, den Adblocker auszuschalten. Vielen Dank!