Studieren an privaten Hochschulen

BWL für Quereinsteiger

Nahaufnahme von verschiedenen nebeneinander stehenden Bücherrücken in einem Regalteil.
Foto: Michael Helbig | Bundesagentur für Arbeit

Obwohl Julius Ostermann (24) keinen klassischen betriebswirtschaftlichen Background hat, absolviert der Musikbegeisterte einen Master in General Management. Möglich ist dies an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen (ZU).

Ein Porträt-Foto von Julias Ostermann
Foto: Niklas Hoffmann

Was vor 17 Jahren mit der Blockflöte begann, führte ihn weiter über das Saxophon und in die Welt des Jazz: Julius Ostermann liebt Musik. Dass er diese Leidenschaft beruflich ausleben möchte, stand schnell fest. Allerdings schlummert in dem 24-Jährigen auch ein Vermarkter und Manager: „Als Gründer verschiedener Bands habe ich mit viel Freude unter anderem Auftritte organisiert und Verträge ausgehandelt. Auf der Suche nach einem Studiengang, der beide Interessen perfekt vereint, bin ich auf den Bachelor in Communication, Culture & Management an der ZU gestoßen.“

Den Bachelorabschluss hat er seit kurzem in der Tasche. Nächstes Ziel: Der Masterabschluss in General Management, schließlich will der zielstrebige Musikfan beruflich hoch hinaus. „Ich möchte gerne in einer Kulturinstitution in einer leitenden Position arbeiten. Dafür braucht es einfach mehr betriebswirtschaftliches Know-how. Und hier an der ZU kann ich mir das in nur vier Semestern Masterstudium aneignen“, sagt der Erstsemestler.

Beispiele aus der Praxis: Studieren an privaten Hochschulen

Nicht-konsekutiv und forschungsorientiert

Das Angebot richtet sich an Nicht-Wirtschaftswissenschaftler und steht Bachelorabsolventinnen und -absolventen aller Fachrichtungen offen. „Man muss im Auswahlgespräch darlegen können, warum es genau nicht-konsekutive Wirtschaft sein soll, man selbst dort gut hineinpasst sowie einen Mathe- und Englischtest bestehen.“

In den ersten beiden Semestern geht es um die Grundlagen, etwa Accounting und Controlling, Leadership, Handelsrecht und Statistik. Ab dem dritten Semester werden je nach persönlichem Interesse zwei von fünf möglichen Wahlpflichtmodulen gewählt, dann geht es an die Masterarbeit.

Persönliche Betreuung

„Super finde ich den hohen Praxisbezug, sei es durch die externen Gastdozenten als auch durch die Praktika“, sagt Julius Ostermann, der auch die für private Unis typischen überschaubaren Klassengrößen zu schätzen weiß. „Hinter seinen Kommilitonen verstecken kann man sich hier nicht, möchte ich aber auch gar nicht. Mich engagiert einbringen, das liegt mir und motiviert mich sehr.“

Wenn es jedoch mal an der Motivation hapern sollte oder Fragen rund ums Studium auftauchen, stehen den Studierenden persönliche externe Praxis- und interne Wissenschaftscoaches zur Seite. Das Konzept macht sich mehr als bezahlt, meint Julius Ostermann. Apropos Bezahlung: Die Studiengebühren belaufen sich auf 5.220 Euro pro Semester. Kein Pappenstiel, allerdings gibt es unter anderem die Möglichkeit eines Studienkredits in Kooperation mit der Sparkasse Herford sowie die Finanzierung über einen speziellen Bildungsfonds.