Studienbewerbung

Anmelden, bewerben, priorisieren

Nahaufnahme einer Raumbezeichnung in einem Hochschulgebäude. Über einer Holztür mit blauem Rahmen steht in Großbuchstaben
Foto: Michael Fehlauer | Bundesagentur für Arbeit

Um sich für den Bachelor-Studiengang Psychologie an der Universität Hamburg zu bewerben, musste Luc Weilandt (20) am Dialogorientierten Serviceverfahren der Stiftung für Hochschulzulassung teilnehmen.

Nach dem Abitur sei er zunächst etwas unsicher gewesen, welches Studium zu ihm passen könnte, erzählt Luc Weilandt. Mithilfe des Orientierungs- und Kompetenztests eines privaten Anbieters fiel seine Wahl schließlich auf Psychologie. „Ich habe mich näher mit dem Studiengang beschäftigt und festgestellt, dass ich ihn sehr interessant finde“, betont der 20-Jährige.

Zweimal bewerben

Der Studiengang Psychologie ist an vielen deutschen Hochschulen zulassungsbeschränkt, da es mehr Bewerber als Studienplätze gibt. Auch an Luc Weilandts Wunsch-Universität in Hamburg werden die Plätze nach Abiturnote und Wartezeit vergeben. Mit dem sechssemestrigen Bachelor-Studiengang Psychologie nimmt die Hochschule am Dialogorientierten Serviceverfahren (DoSV) teil. Das heißt, die Studienplätze werden über die Plattform hochschulstart.de vergeben. Für Luc Weilandt bedeutete das: Zuerst musste er sich auf hochschulstart.de registrieren. Er erhielt eine Bewerber-ID (BID) und eine Bewerber-Authentifizierungs-Nummer (BAN). Diese benötigte er unter anderem für die Online-Bewerbung bei der Universität Hamburg.

Zwar koordinierte hochschulstart.de den Auswahlprozess, dennoch musste er sich auch direkt bei seinen Wahl-Hochschulen bewerben. Er sei damals froh gewesen, dass die Studienberatung ihn unterstützte: „Sie haben mir Schritt für Schritt erklärt, was ich machen muss.“ An diese hatte Luc Weilandt sich gewandt, weil er querschnittsgelähmt ist und einen Härtefallantrag stellen wollte. „Die in der Härtequote zur Verfügung stehenden Studienplätze werden an Bewerber/innen vergeben, für die die Ablehnung des Zulassungsantrags eine ,außergewöhnliche Härte' darstellen würde“, informiert das Deutsche Studentenwerk.

Beispiele aus der Praxis: Hochschulzugang - Wie bekomme ich einen Studienplatz?

Priorisieren wichtig

Beim DoSV setzte er mit Psychologie an der Uni Hamburg alles auf eine Karte. Theoretisch kann man sich in der Regel für bis zu zwölf Studienwünsche bewerben und diese priorisieren – die Prioritätenliste ist für die Auswahl des bestmöglichen Zulassungsangebots maßgebend. Hochschulstart.de informiert ausführlich darüber, wie man sie am sinnvollsten gestaltet – denn am Ende des Verfahrens erhält man maximal einen Zulassungsbescheid.

Ein Erfolg ist aber nicht gesichert. Da es auch sein kann, dass man überall abgelehnt wird, sind Alternativen sinnvoll. So kann man sich zusätzlich für örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge bewerben, bei denen die Platzvergabe nicht über das DoSV erfolgt, sondern hochschulintern geregelt wird. Auch Luc Weilandt hatte für den Fall, dass es mit Psychologie nicht klappt, vorgesorgt: Sicherheitshalber schrieb er sich in einen zulassungsfreien Studiengang an der Technischen Universität Hamburg ein und bewarb sich mit einer Kreativmappe für Produktdesign an der privaten Akademie Mode & Design: „So hätte ich auf jeden Fall mit dem Studieren beginnen können – in meiner Heimatstadt.“ Aber es klappt mit seinem Wunschplatz in Psychologie.

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