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Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Studienkredite

Bildungskredit

Studierenden in fortgeschrittenen Studienphasen sowie Schüler(inne)n in den letzten beiden Jahren einer berufsqualifizierenden Ausbildung kann über maximal 24 Monate ein Bildungskredit aus dem Bildungskreditprogramm des Bundes gewährt werden. Das ist auch ergänzend zum BAföG möglich. Angeboten wird dieser Kredit zwar über die staatliche KfW-Bankengruppe. Allerdings ist für die Beantragung und Bewilligung des Bildungskredits das Bundesverwaltungsamt (www.bva.bund.de) zuständig. Zusammen mit dem Bewilligungsbescheid des Bundesverwaltungsamtes erhalten Sie von der KfW ein Kreditangebot, nach dessen Annahme die KfW die Zahlungen veranlasst.

Beantragt werden können monatliche Raten von 100, 200 oder 300 Euro. Innerhalb eines Ausbildungsabschnittes können bis zu 24 Monatsraten, also maximal 7.200 Euro bewilligt werden. Stattdessen oder daneben können Sie – unter Beachtung der maximalen Darlehenssumme – auch eine Einmalzahlung von bis zu 3.600 Euro für besondere Ausbildungszwecke beantragen, etwa Studiengebühren oder Arbeitsmittel.

Da der Bund eine Ausfallbürgschaft für die Auszubildenden bzw. Studierenden übernimmt, können die Kreditkonditionen besonders günstig sein – die Zinshöhe orientiert sich allerdings an dem europäischen Leitzins EURIBOR und ist daher Schwankungen unterworfen (0,75% effektiver Jahreszins, Stand: 01.04.2017). Einkommen und Vermögen der Studierenden und ihrer Eltern spielen für den Erhalt des Bildungskredits keine Rolle. Ein Rechtsanspruch auf den Bildungskredit besteht nicht.

Nähere Informationen gibt es unter www.bildungskredit.de oder beim Bundesverwaltungsamt in Köln.

Studienkredite

Mehrere Banken und Sparkassen bieten Studienkredite zur Finanzierung des Lebensunterhaltes und der weiteren Studienkosten an. Die Kreditvergabe kann allerdings regional oder auf bestimmte Hochschulen beschränkt sein. Das Centrum für Hochschulentwicklung untersucht in unregelmäßigen Abständen die Angebote verschiedener Kreditinstitute (www.che.de/studienkredittest). Die Untersuchung enthält auch Entscheidungstipps für oder gegen einen Studienkredit.

Neben privaten Banken hat die staatliche KfW Bankengruppe ein Studienkreditprogramm im Angebot. Es bietet Studierenden aller Fächer an staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen unabhängig vom Einkommen und Vermögen und ohne Sicherheiten einen verzinslichen Kredit von 100 bis zu 650 Euro monatlich. Die maximale Auszahlungsdauer im Erst- oder Zweitstudium ist abhängig vom Alter zu Beginn des Studiums; bis 24 Jahre sind es 14 Fördersemester, bis 34 Jahre 10, bis 44 Jahre 6. Ab 45 Jahre gibt es keine Förderung mehr. Der Studienkredit wird auch Studierenden in Teilzeit, berufsbegleitend Studierenden, sowie Studierenden in einem postgradualen Studium oder einer Promotion gewährt. Einen Überblick über die Finanzierungsmöglichkeiten gibt es unter www.kfw.de > Privatpersonen > Studieren und Qualifizieren > Förderprodukte > KfW-Studienkredit.

Für besondere Härtefälle oder bei nicht vorhersehbaren besonderen finanziellen Belastungen in der Studienabschlussphase, in denen eine gesetzliche Förderung nicht in Frage kommt, unterhalten viele Studentenwerke Darlehenskassen bzw. Härtefonds. Diese Darlehen werden im Allgemeinen zinslos gewährt, müssen i.d.R. aber so schnell wie möglich wieder zurückgezahlt werden.

Bildungsfonds

Eine Alternative zum klassischen Studienkredit stellen Bildungsfonds dar. Ein besonderes Merkmal dieser Finanzierungsart: Die Rückzahlung der Förderleistungen erfolgt erst nach erfolgreichem Berufseinstieg. Im Voraus wird festgelegt, in welchem Zeitraum die Geförderten welchen Prozentsatz des Verdienstes an den Bildungsfonds zurückzahlen (verdienstabhängige Rückzahlung). Bitte prüfen Sie die jeweiligen Konditionen sorgfältig, z.B. Kündigungs- und Rückzahlungsbedingungen sowie Zinssätze. Bei manchen Anbietern ergänzen studienunterstützende Programme die finanzielle Förderung. Die Kreditvergabe ist an ein Auswahlverfahren gebunden.

Insgesamt erwarten die Investoren in Bildungsfonds eine Rendite aus den Rückzahlungen. Auch die Verwaltung der Bildungsfonds muss damit finanziert werden.

Bildungsfonds werden z.B. von einer Hochschule finanziert, zur Unterstützung talentierter Studierender, oder von Unternehmen der Privatwirtschaft, die Nachwuchskräfte in ihrer Branche fördern wollten. Daneben gibt es auch bundesweite Bildungsfonds.


Hinweis

Das Centrum für Hochschulentwicklung CHE hat 2016 Studienkredite und Bildungsfonds untersucht und bewertet. Die Ergebnisse stehen im Internet unter www.che-studienkredit-test.de kostenlos zum Download zur Verfügung.


Weitere Informationen

Deutsches Studentenwerk (DSW)
www.studentenwerke.de

Bildungskredit
Informationen des Bundesverwaltungsamtes
www.bildungskredit.de

KfW-Studienkredit
Informationen der Kreditanstalt für Wiederaufbau
www.kfw.de

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