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Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Zu sehen ist ein ehrwürdiges, marmornes Treppenhaus in einer Universität.
Foto: Gerhard Blank
Bachelor & Master

Europäische Studienreform

Zum Wintersemester 2016/2017 wurden nach Angaben der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) über 16.500 gestufte Studiengänge (Bachelor/Master) an Universitäten, Fachhochschulen sowie Kunst- und Musikhochschulen angeboten. Sie machen damit rund 91 % des Studienangebots in Deutschland aus. Die Mehrzahl an Studiengängen, die (noch) nicht auf Bachelor/Master umgestellt wurden, kommt aus den Rechtswissenschaften sowie der Medizin. Außerdem sind einige Studiengänge mit künstlerischen oder kirchlichen Abschlüssen darunter, ebenso wie das Lehramtsstudium in einzelnen Ländern.

Bachelor

Der Bachelor ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss und stellt den Regelabschluss dar. Das Studium vermittelt wissenschaftliche Grundlagen, Methodenkompetenz und berufsfeldbezogene Qualifikationen. Bachelorstudiengänge können sich auf ein Hauptfach konzentrieren (Monobachelor) oder als Kombinationsstudium mit mehreren Fächern absolviert werden (Kombinationsbachelor oder 2-Fach-Bachelor).

Die Regelstudienzeit im Bachelor beträgt im Vollzeitstudium mindestens sechs und höchstens acht Semester, wobei 180 bzw. 240 ECTS-Punkte für den Abschluss nachzuweisen sind (zum Leistungspunktesystem s.u.).

Master

Der Masterabschluss ist ein weiterer berufsqualifizierender Abschluss. Masterstudiengänge dienen der fachlichen und wissenschaftlichen Spezialisierung oder Verbreiterung und können nach den Profiltypen „anwendungsorientiert“ und „forschungsorientiert“ unterschieden werden.

Zugangsvoraussetzung ist i.d.R. ein bereits erworbener berufsqualifizierender Hochschulabschluss, z.B. ein Bachelor. Oftmals gibt es zusätzlich eine Reihe besonderer Zugangsvoraussetzungen, wie spezielle Sprachkenntnisse, ein Aufnahmetest, ein gutes Bachelorzeugnis oder Ähnliches. Man unterscheidet zwischen konsekutiven und weiterbildenden Masterstudiengängen. Konsekutive Masterstudiengänge können das im Bachelorstudium erworbene Wissen vertiefen, verbreitern, fachübergreifend erweitern oder fachlich andere Inhalte zum Gegenstand haben. Weiterbildende Masterstudiengänge setzen eine qualifizierte berufspraktische Erfahrung von i.d.R. mindestens einem Jahr voraus.

Masterabschlüsse, die an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen, Fachhochschulen oder Kunst-/Musikhochschulen erworben wurden, berechtigen grundsätzlich zur Promotion. An Fachhochschulen erworbene Masterabschlüsse eröffnen ebenso wie Universitätsabschlüsse den Zugang zu den Laufbahnen des höheren Dienstes in der öffentlichen Verwaltung (siehe dazu Kap. 6).

Die Regelstudienzeit eines Masterstudiums ist auf mindestens zwei und höchstens vier Semester angelegt.  Zusammen mit dem vorangegangenen Studium erlangen Studierende im Laufe ihres Studiums so insgesamt mindestens 300 ECTS-Punkte.

Abschlussbezeichnungen

Entsprechend den einzelnen Fächergruppen werden unterschiedliche Abschlussbezeichnungen vergeben. Auskunft über das dem Abschluss zugrunde liegende Studium und die damit verbundenen Qualifikationen erteilt das „Diploma Supplement“, das Bestandteil jedes Abschlusszeugnisses ist.

Die Abschlussbezeichnungen in Bachelor und Master im Überblick.

(Klicken Sie, um zu vergrößern, PDF 88 KB)

 

Für weiterbildende Masterstudiengänge können auch abweichende Abschlussgrade (z.B. Master of Business Administration, MBA) verliehen werden.

Lehramt und Bachelor / Master

Während zahlreiche Bundesländer Lehramtsstudiengänge auf eine gestufte Studienstruktur mit universitären Bachelor- und Masterabschlüssen umgestellt haben, halten andere ganz oder teilweise an der Staatsprüfung fest. Die Modelle in den Ländern unterscheiden sich im Einzelnen. Deswegen hat die Kultusministerkonferenz in den Jahren 2005 und 2013 Beschlüsse zu Lehramtsstudiengängen gefällt, die länderübergreifend die Anerkennung der Studienabschlüsse regeln (siehe Lehramt).

Modularisierung und Leistungspunkte (ECTS)

Unter „Modul“ versteht man einen mit Lernzielen versehenen Verbund von inhaltlich und zeitlich aufeinander abgestimmten Stoffgebieten und Lehrveranstaltungen, der eine in sich geschlossene und mit Leistungspunkten ausgewiesene Studieneinheit bildet. Ein Modul wird i.d.R. mit einer Prüfung abgeschlossen, deren Ergebnis in das Abschlusszeugnis eingeht.

Die erbrachten Studienleistungen werden anhand eines europäischen Punktesystems (European Credit Transfer System, ECTS) gemessen. Leistungspunkte (ETCS-Punkte, Credits) sind ein Maß für die studentische Arbeitsbelastung ("Workload"). Sie umfassen sowohl den unmittelbaren Unterricht als auch die Zeit für die Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffes, den Prüfungsaufwand und die Prüfungsvorbereitungen einschließlich Abschluss- und Studienarbeiten sowie ggf. Praktika. Pro Semester werden i.d.R. 30 ECTS-Punkte vergeben, wobei für jeden Leistungspunkt eine Arbeitsbelastung von 25 bis max. 30 Stunden angenommen wird. Das entspricht einem Workload von 750 bis 900 Stunden pro Semester.

Akkreditierung

Studiengänge mit den Abschlüssen Bachelor und Master werden im Rahmen der sogenannten Akkreditierung auf die Einhaltung von Qualitätsstandards hin überprüft. Die zentrale Datenbank aller in Deutschland akkreditierten Studiengänge findet man auf der Website des Akkreditierungsrates (www.akkreditierungsrat.de).


Weitere Informationen

Kultusministerkonferenz (KMK)
www.kmk.org/wissenschaft-hochschule/internationale-hochschulangelegenheiten/bologna-prozess.html

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
www.bmbf.de/de/3336.php

Akkreditierungsrat
der Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutschland
www.akkreditierungsrat.de

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