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Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Maschinenbau

Kurzcharakteristik des Studienbereichs

Der Maschinenbau befasst sich nicht nur mit Maschinen im engeren Sinne, wie Arbeitsmaschinen, Wärmekraftmaschinen, Werkzeugmaschinen, Verpackungsmaschinen, Automaten, Roboter, sondern auch mit Fahrzeugen aller Art, mit Verkehrstechnik, Versorgungstechnik, Verfahrenstechnik (Anlagenbau), Produktions- und Sicherheitstechnik sowie mit Erzeugnissen der Feinwerktechnik (elektrische und elektronische Geräte aller Art).

In allen Bereichen spielt die Automatisierung von Fertigungsprozessen und die weit fortgeschrittene Bedeutung der Informationstechnologien („Industrie 4.0“) eine immer wichtigere Rolle, ebenso die Mechatronik als multidisziplinäres Gebiet auf den Grundlagen des Maschinenbaus, der Elektrotechnik und der Informatik. Dabei geht es nicht nur um die rationelle Nutzung von Maschinen und Systemen, sondern in hohem Maße auch um einen umweltschonenden Einsatz der Technik und eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen. Nicht nur im Betrieb sollen Maschinen sparsam im Energiebedarf (egal ob Erdölprodukte, Gas oder Strom) sein, auch die Ressourcenaufwände in der Produktion spielen eine wichtige Rolle.

Die Vielfalt der Bereiche hat zu einer starken Aufgliederung der Studienrichtungen innerhalb des Maschinenbaus geführt. Siehe hierzu auch die Studiengänge in der Druck- und Medientechnik, Fahrzeug- und Verkehrstechnik, Feinwerk- und Mikrotechnik, Luft- und Raumfahrttechnik, Mechatronik sowie Produktionstechnik.

Daneben gibt es methoden- oder aufgabenorientierte Studienrichtungen/-schwerpunkte wie Allgemeiner Maschinenbau, Mechanik, Konstruktionstechnik. Eine Verbindung technischer mit wirtschaftswissenschaftlichen Inhalten bietet vor allem das Studium des Wirtschaftsingenieurwesens mit der Studienrichtung Maschinenbau.

Beschäftigungsmöglichkeiten

Überall, wo Maschinen und Anlagen entwickelt, gebaut, betrieben und instand gesetzt werden, bestehen Beschäftigungsmöglichkeiten für Maschinenbauingenieure/-innen. In Abhängigkeit vom jeweiligen Studienschwerpunkt sind sie z.B. in der Entwicklung, Projektierung, Konstruktion und Erprobung, Produktionsplanung und -überwachung, Fertigung und Arbeitsvorbereitung, Qualitätssicherung, Instandhaltung sowie in Service, Anwendungsberatung und im Vertrieb tätig.

Darüber hinaus bestehen Beschäftigungsmöglichkeiten in Ingenieurbüros, bei Wirtschafts- und Berufsverbänden, in Forschung und Lehre, bei Technischen Überwachungsvereinen und im öffentlichen Dienst. Auch eine selbstständige Tätigkeit z.B. in der Planung und Konstruktion oder als Sachverständige/-r ist möglich.

Studium an Universitäten

Praktische Tätigkeit:

Vor Studienbeginn i.d.R. 6-8 Wochen berufspraktische Tätigkeit.

Während des Studiums 6-14 Wochen Industriepraktikum.

Studium:

Im Bachelorstudium vermitteln Module die naturwissenschaftlichen, technischen und methodenorientierten Basiskompentenzen. Typische Fächer sind: Mathematik, technische Mechanik, Werkstoffkunde und -prüfung, Konstruktionslehre, rechnergestütztes Konstruieren, Messtechnik, Thermodynamik, Fertigungs-, Verarbeitungs-, Verfahrenstechnik, Elektrizitätslehre, Technische Informatik, Experimentalphysik, Arbeits- und Betriebsorganisation.

Anschließend erfolgt die Erweiterung der Grundlagen sowie (je nach Angebot) die Wahl einer Vertiefungsrichtung wie: Allgemeiner Maschinenbau, Konstruktionstechnik, Produktions-/Fertigungstechnik, Produktentwicklung, Energie- und Verfahrenstechnik, Verbrennungsmotoren, Wärme-, Antriebs- und Fördertechnik, Werkzeugmaschinen, Flugantriebe und Strömungsmaschinen, Erdbau- und Landmaschinen, Transport- und Verkehrstechnik, Luft- und Raumfahrttechnik oder Kunststofftechnik.

Hinzu kommen Fachmodule wie Energietechnik, Fertigungstechnologie, Maschinenelemente, Strömungslehre, numerische Berechnungsverfahren, Regelungstechnik, Simulationstechnik, Industrieautomatisierung, Lichttechnik oder Qualitätsmanagement. Ergänzende Angebote gibt es z.B. zu Projektmanagement oder wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen.

Studium an Fachhochschulen und Dualen Hochschulen

Praktische Tätigkeit:

Je nach schulischer/beruflicher Vorbildung meist mehrwöchiges, einschlägiges Vorpraktikum in Betrieben der Metallverarbeitung. Während des Studiums Praxisphasen von unterschiedlicher Dauer.

Studium:

Im Bachelorstudium werden ingenieurwissenschaftliche, mathematisch-naturwissenschaftliche und informationstechnische Basiskompetenzen vermittelt. Anschließend erfolgt eine Vertiefung der Kenntnisse auf Gebieten wie Konstruktion, Berechnung, Fertigung, Messtechnik, Antriebstechnik, Steuerungs- und Regelungstechnik und Qualitätssicherung; zusätzlich die Bearbeitung von Praxisprojekten. Ergänzende Angebote: Betriebswirtschaft/Rechnungswesen sowie Recht.

Je nach Angebot der Hochschule können im Master anwendungsbezogene Schwerpunkte wie Entwicklung und Konstruktion, Fertigung, Betriebs- und Produktionsplanung, Fahrzeugtechnik, Energietechnik gewählt werden.

Alle Studiengänge anzeigen >>

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Weitere Informationen

Verein Deutscher Ingenieure (VDI)
www.vdi.de

Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)
www.vdma.org

Studieninformationssystem
des Fakultätentages für Maschinenbau und Verfahrenstechnik (TMV)
http://studieninfo.ftmv.de

BA-Bestellservice
Arbeitsmarktinformationen der Bundesagentur für Arbeit erhalten Sie unter:
www.ba-bestellservice.de (Themen > Bürgerinnen & Bürger > Arbeit & Beruf).

ISA
Das Informationssystem Studienwahl & Arbeitsmarkt der Universität Duisburg-Essen gibt Informationen zur Entwicklung in den einzelnen Studienbereichen und Teilarbeitsmärkten.
www.uni-due.de/isa

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