
Praktikant am Campus Odense
Thomas Neugebauer studiert an der Universität Greifswald Skandinavistik und Deutsch als Fremdsprache (DaF) im Zwei-Fach-Bachelor. Vier Monate verbrachte er im Rahmen eines Praktikums in Dänemark.
Die Option, sein Pflichtpraktikum an einem kultur- und sprachwissenschaftlichen Institut in Odense zu absolvieren, reizte den Studenten sehr, als er auf die Ausschreibung des Institut for Kultur- og Sprogvidenskaber der Syddansk Universitet aufmerksam wurde.
„Besonders freute ich mich darauf, die im DaF-Unterricht erlernten Methoden der Unterrichtsplanung und -gestaltung auf solch hohem Bildungsniveau mit motivierten Lernenden auszuprobieren“, berichtet er. Außerdem konnte er seine während des Studiums erworbenen Dänisch-Kenntnisse endlich vor Ort anwenden.
Für die Bewerbung reichte er per E-Mail eine Notenübersicht, ein kurzes Motivationsschreiben und seinen Lebenslauf beim Head of Studies der süddänischen Universität ein. Nach der Zusage erhielt er in einem Zoom-Meeting umfassende Informationen zum Arbeitsalltag und Leben in Dänemark. „Einfach bewerben – auch wenn man vielleicht nicht alle Punkte der Ausschreibung erfüllt“, empfiehlt Thomas Neugebauer.
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Ich denke sehr gerne an die Zeit in Dänemark zurück – und kann wirklich jedem nur empfehlen, diese Möglichkeit wahrzunehmen, wenn es sich zeitlich und finanziell im Studium einrichten lässt.
Thomas Neugebauer, Student der Fächer Skandinavistik und Deutsch als Fremdsprache an der Universität Greifswald
Wohnen und Leben
Um eine Unterkunft zu finden, meldete sich Thomas Neugebauer beim Wohnportal der Universität an. Darüber erhielt er das Angebot, bei einer dänischen Familie zu wohnen.
Wer länger als drei Monate in Dänemark bleiben möchte, muss sich zunächst beim Staat und dann bei der jeweiligen Kommune anmelden. Ein Visum benötigt man für den Aufenthalt nicht. Für die Finanzierung seines Auslandsaufenthaltes stellte der damals 23-Jährige zusammen mit den notwendigen Dokumenten einen Förderantrag beim Erasmus+-Koordinator des International Office seiner Hochschule. Nach Genehmigung erhielt er eine Teilzahlung zu Beginn und den Restbetrag nach Einreichung weiterer Nachweise über das Praktikum. Insgesamt belief sich das Fördergeld auf rund 750 Euro pro Monat. „Die Erasmus+-Unterstützung reicht aus, um in Odense eine Unterkunft zu mieten und sich zu verpflegen, wenn man sparsam lebt“, betont der Student. Dänemark sei jedoch insgesamt ein teures Land. Wer nicht auf Freizeitaktivitäten oder Restaurantbesuche verzichten möchte, sollte vorab etwas mehr Geld zur Seite legen.
Zwischen Lehrräumen und „Lagkage med kaffe“
Seine Aufgaben an der Universität waren vielfältig: Neben typischen Praktikanten-Tätigkeiten wie Drucken von Unterrichtsmaterial, Beschriften und Frankieren von Briefen oder dem Vorbereiten von Besuchsräumen für Gäste gehörten das Organisieren von Exkursionen, das Hospitieren bei zwei bis drei Kursen täglich sowie die Unterstützung der Lehrenden bei Lektorat und Korrektorat zu seinen Aufgaben. Zudem übernahm Thomas Neugebauer gemeinsam mit einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin und einer studentischen Hilfskraft eine Tutorenstelle für Deutsch-Lernende aller Fakultäten.
Darüber hinaus war er für die Organisation deutsch-dänischer Sprachtandems zuständig und veranstaltete zweimal wöchentlich ein „Deutsches Sprachcafé“. Hier konnten dänische Studierende in entspannter Atmosphäre bei Kaffee und Gebäck über alltags- und gesellschaftsrelevante Dinge sprechen. Thomas Neugebauer bereitete verschiedene Themen vor und unterstützte bei Bedarf bei der Verständigung.
„Ich denke sehr gerne an die Zeit in Dänemark zurück – und kann wirklich jedem nur empfehlen, diese Möglichkeit wahrzunehmen, wenn es sich zeitlich und finanziell im Studium einrichten lässt“, fasst Thomas Neugebauer zusammen.
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