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Neun bunte Quadrate auf einem roten Hintergrund.

Offizieller Studienführer für Deutschland

Grüne Wegweiser an der Uni Kassel.
Foto: Hans-Martin Issler
Bewerbung & Zulassung

Laut Numerus-clausus-Check vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) waren zum Wintersemester 2017/2018 insgesamt 42,4 Prozent der Studiengänge in Deutschland zulassungsbeschränkt. Damit es mit Ihrer Bewerbung klappt, sollten Sie die einzelnen Zulassungsmodi kennen.

Wann gibt es Zulassungsbeschränkungen?

Zulassungsbeschränkungen bestehen immer dann, wenn erfahrungsgemäß die Anzahl der Bewerbungen die Anzahl der zur Verfügung stehenden Studienplätze in einem Studiengang an einer Hochschule wesentlich übersteigt. Für solche Studiengänge, die mit einer örtlichen Zulassungsbeschränkung versehen sind, werden Studienplatzkapazitäten errechnet und festgesetzt. In Medizin, Tiermedizin, Zahnmedizin und Pharmazie existieren Zulassungsbeschränkungen an allen anbietenden Universitäten in Deutschland. Man spricht daher hier von einer „bundesweiten Zulassungsbeschränkung“. Zentraler Ansprechpartner für den entsprechenden Bewerbungsprozess ist die Stiftung für Hochschulzulassung (www.hochschulstart.de).

Was bedeutet "N.c."?

„N.c.“ ist die Abkürzung für „Numerus clausus“, was auf Deutsch „geschlossene Anzahl“ bedeutet. Wenn die Nachfrage das Angebot an Studienplätzen überschreitet, muss der Zugang zu einem Studiengang (örtlich) beschränkt und ein Auswahlverfahren durchgeführt werden. Da bei dieser Auswahl die Abiturdurchschnittsnote den größten Einfluss besitzt, wird am Ende des Auswahlverfahrens auch stets ein sogenannter N.c.-Wert gebildet. Der N.c. steht dabei umgangssprachlich häufig für die Abiturdurchschnittsnote des Bewerbers/der Bewerberin, an den/die im vergangenen Semester der letzte zur Verfügung stehende Studienplatz vergeben wurde.

Ein Beispiel: Ein „N.c.“ von 2,2 bedeutet, dass Bewerber/-innen mit einer Durchschnittsnote von 2,1 und besser – aber auch einige mit 2,2 – zugelassen wurden. Häufig können nicht alle Bewerber/-innen mit der gleichen Durchschnittsnote zugelassen werden, weil die verfügbaren Studienplätze nicht ausreichen. Dann werden sogenannte „nachrangige Kriterien“ (i.d.R. die Wartezeit) herangezogen, um über die Zulassung zu entscheiden. Wenn man in N.c.-Übersichten etwa die Angabe „2,2 (3)“ findet, so bedeutet dies, dass alle Bewerber/-innen mit der Durchschnittsnote 2,1 und besser zugelassen werden konnten, da das letzte verfügbare Zulassungsangebot an eine Person vergeben wurde, die bei einer Durchschnittsnote von 2,2 insgesamt drei Wartesemester angesammelt hatte.

Wichtig: Diese Auswahlgrenzen werden also niemals vor dem Bewerbungsstart von den Hochschulen festgelegt!

Richtig ist: Vorab festgelegt ist nur die Anzahl der zur Verfügung stehenden Studienplätze. Die Auswahlgrenzen ergeben sich in jedem Semester und bei jedem Zulassungsverfahren neu und sind somit das Resultat eines abgeschlossenen Auswahlverfahrens. Die Grenzwerte der vergangenen Semester können zwar Anhaltspunkte für die Einschätzung der eigenen Zulassungschancen bieten, haben aber aufgrund der sich ändernden Bewerbungs- und Studienplatzzahlen keine verlässliche Aussagekraft über die künftigen Zulassungschancen.

Tipp: Keinesfalls sollten Sie auf eine Bewerbung für einen Studienplatz verzichten, nur weil Ihre Durchschnittsnote nicht den N.c.-Wert des vergangenen Vergabeverfahrens für den jeweiligen Studiengang erreicht. Sollte die Differenz zwischen N.c.-Wert und Ihrer Abiturleistung jedoch eher groß ausfallen, so müssen Sie sich darauf einstellen, eventuell keinen Erfolg bei der Bewerbung zu haben.

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