
Psychologie trifft Wirtschaft
Kleine Gruppen, persönliche Betreuung und praxisnahe Module: Emma Kollwer (20) studiert im dritten Fachsemester den Bachelorstudiengang Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Osnabrück. Neben dem Vollzeitstudium sammelt sie als Werkstudentin erste Berufserfahrungen.
Die Idee zum Studiengang entstand bei Emma Kollwer bereits während der Schulzeit. Nach etwas Recherche war klar: Das Angebot der Hochschule Osnabrück passte am besten zu ihren Vorstellungen. „Ich fand Wirtschaft super interessant, und gerade mit dem Bachelor in Wirtschaftspsychologie kann man später wirklich viele Tätigkeiten abdecken“, erklärt die Studentin.
Der Studiengang besteht zu 60 Prozent aus Psychologie und zu 40 Prozent aus Wirtschaft. Die psychologischen Module führen unter anderem in Entwicklungspsychologie, Arbeitspsychologie oder interkulturelle Wirtschaftspsychologie ein. Durch betriebswirtschaftliche Module wie Wirtschaftsprivatrecht, Arbeitsrecht, Marketing oder Finanzmanagement wird der Stundenplan erweitert. Methodische Module bereiten die Studierenden außerdem darauf vor, durch das Erstellen, Durchführen und Auswerten psychologischer Untersuchungen eine fundierte empirische Sozialforschung zu betreiben.
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Unser Studiengang ist sehr praxisnah gestaltet und top organisiert.
Emma Kollwer (20), Studentin der Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Osnabrück
Schwerpunktwahl und Spezialisierung
Bis zum zweiten Fachsemester belegen alle Studierenden dieselben Module. Ab dem dritten Semester wählt man einen von drei Schwerpunkten. Emma Kollwer entschied sich für „Personal und Organisation“, aber auch „Marktpsychologie und Marketing“ sowie „Gesundheitspsychologie“ standen zur Auswahl. Im weiteren Studienverlauf haben Studierende zudem die Möglichkeit, sich in Wahlpflichtmodulen weiter zu spezialisieren.
Eine Besonderheit ist das sechste Semester. Es besteht zum einen aus einem Praxisprojekt in einem Unternehmen und zum anderen aus der Bachelorarbeit. „Das Projekt können wir ziemlich frei gestalten, auch was Unternehmen, Städte oder Auslandsaufenthalte angeht“, erklärt Emma Kollwer. Die Bachelorarbeit kann auf dem Praxisprojekt basieren oder ein neues Thema umsetzen.
Ein gutes Miteinander
Emma Kollwer ist zufrieden mit ihrer Studienwahl: „Unser Studiengang ist sehr praxisnah gestaltet und top organisiert“, berichtet sie.
Besonders wohl fühlt sie sich mit der Betreuung. „Den Professoren liegt es am Herzen, dass wir möglichst viel Wissen mitnehmen.“ Extreme Durchfallquoten sind ihrer Ansicht nach in der Wirtschaftspsychologie eher unüblich. „Wenn man sich hinsetzt und lernt, kommt man im Normalfall auch durch“, so die Erfahrung der Studentin. „Die Klausuren sind definitiv nicht geschenkt, aber sie sind so angelegt, dass sie machbar sind.“
Auch das studentische Miteinander schätzt sie sehr. Mit ihr fingen 50 bis 60 weitere Studierende an, mittlerweile beläuft sich ihre Kohorte auf rund 40 Studierende. „Im Vergleich zu einer Uni ist es bei uns nicht so anonym. Man kennt alle aus dem Semester, und wenn man Hilfe braucht, findet sich immer jemand“, betont sie. Gezielt gefördert wird auch der semesterübergreifende Austausch: Mentorinnen und Mentoren aus höheren Semestern unterstützen die Studienanfänger ab der Ersti-Woche, und auch studienbegleitende Tutorien werden von Mitstudierenden übernommen.
Vorbereitung aufs Berufsleben
Seit November 2025 ist Emma Kollwer Werkstudentin in einer Unternehmensberatung, um erste Einblicke ins Berufsleben zu erhalten. Dort arbeitet sie im Chat-Community-Management. Das bedeutet, dass sie für große Unternehmen die Schnittstelle zu Social Media herstellt, um deren Online-Präsenz zu optimieren. „Im ersten Semester hätte ich das nebenher nicht geschafft, aber wenn man weiß, wie das Studium läuft, geht das“, erklärt die 20-Jährige. Wo es sie nach ihrem Bachelorabschluss hinführt, weiß sie noch nicht genau. Viele ihrer Studienkolleg*innen starten nach dem Bachelor direkt ins Berufsleben oder machen ein Trainee-Programm. Aber auch diverse Masterstudiengänge sind mit dem Bachelor in Wirtschaftspsychologie möglich – je nachdem, für welchen Schwerpunkt man sich interessiert. Über ihre beruflichen Aussichten macht sich Emma Kollwer deshalb keine Sorgen: „Mit dem Abschluss gibt es zum Glück viele Chancen, auch hier direkt in der Umgebung.“
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