Überblick

Bundes­nachrichten­dienst (BND)

Der Bundesnachrichtendienst (BND) ist der Auslandsnachrichtendienst Deutschlands. Er bündelt auf Basis einer weltweiten Präsenz und der Einbindung in internationale Kooperationsstrukturen die wirtschaftliche, politische und militärische Auslandsaufklärung und stellt der Bundesregierung Informationen für ihre außen- und sicherheitspolitischen Entscheidungen zur Verfügung.

Der BND arbeitet im Auftrag der Bundesregierung. Zu seinen Aufgaben gehört das Sammeln von Informationen, die über die öffentlich verfügbaren Fakten und Meinungen hinausgehen. Hierbei arbeitet der Nachrichtendienst oft im Verborgenen. Die Zentrale des BND befindet sich in Berlin. Einige Mitarbeiter arbeiten auch noch am ehemaligen Hauptsitz in Pullach.

Studienangebot

Wer sich für eine Karriere beim BND interessiert, kann zwischen folgenden (vier) Studiengängen wählen:

  • Laufbahnausbildung im gehobenen nichttechnischen Dienst,
  • gehobener Dienst der Fachrichtung Verwaltungsinformatik sowie
  • den Bachelor-Studiengängen „Technische Informatik und Kommunikationstechnik“ und „Informatik“.

Die Laufbahnausbildungen erfolgen als Duales Studium an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl sowie am Zentrum für nachrichtendienstliche Aus- und Fortbildung (ZNAF) in Berlin. Umfangreiche Praxiserfahrung sammeln die Studierenden in den BND-Dienststellen in Berlin und Pullach.

Die Bachelor-Studiengänge „Technische Informatik und Kommunikationstechnik“ und „Informatik“ werden an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg angeboten und mit einem Stipendium in Höhe von 1.250 Euro pro Monat vergütet.

Inhalte des Studiums

Die Laufbahnausbildung im gehobenen nichttechnischen Dienst (zum/zur Regierungsinspektor/-in) vermittelt Wissen in den Bereichen Staats-, Verwaltungs- und Beamtenrecht. Außerdem lernen die Studierenden, Informationen anhand aktueller politischer, wirtschaftlicher oder rechtlicher Fragestellungen zu beschaffen und zu analysieren. Darüber hinaus werden sie in einer Fremdsprache und nachrichtendienstlichen Fachthemen geschult. In der Fachrichtung Verwaltungsinformatik (Abschluss als Diplomverwaltungswirt/-in) erlernen die Anwärter/-innen Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich der Fernmelde- und Elektronischen Aufklärung des Bundes. Daneben werden allgemeine Rechts- und Verwaltungskenntnisse vermittelt.

Die Studiengänge „Technische Informatik und Kommunikationstechnik“ (Abschluss als Bachelor of Engineering) und „Informatik“ (Abschluss als Bachelor of Science) vermitteln Wissen in den Bereichen Mathematik, Messtechnik, Elektrotechnik, Informatik und Cyber-Security. Die Absolvent(inn)en werden nach Abschluss ihres Studiums als Angestellte in die Laufbahn des gehobenen Dienstes übernommen. Im BND werden sie innerhalb der technischen Abteilungen eingesetzt und übernehmen primär Aufgaben auf dem Gebiet der Nachrichten- und Kommunikationstechnik, der Informatik und der Datenverarbeitung.

Voraussetzungen

Neben der allgemeinen Hochschul- oder der Fachhochschulreife müssen Bewerber/-innen die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Für die Laufbahnausbildung im gehobenen nichttechnischen Dienst gilt ein Mindestnotendurchschnitt von 2,5. Spaß am Erlernen von Fremdsprachen wird ebenso vorausgesetzt wie ein Interesse an politischen und wirtschaftlichen Zusammenhängen. Wer sich für die Fachrichtung Verwaltungsinformatik, Technische Informatik und Kommunikationstechnik oder Informatik bewerben will, sollte außerdem über gute Grundkenntnisse im Umgang mit moderner Informationstechnik verfügen.

Weitere Informationen

Bundesnachrichtendienst

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