Gesundheitswesen

Gesundheit studieren

Ein Krankenbett aufgenommen vom unteren Ende.
Foto: Mathias Lange | Bundesagentur für Arbeit

Weil ihr in ihrem ersten Bachelorstudium der medizinische Teil zu kurz kam, entschied sich Luise (22), diesem noch ein Bachelorprogramm in Gesundheitswissenschaften anzuschließen, mit dem sie später in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens arbeiten kann.

Ein Porträt-Foto von Luisa
Foto: privat

Nach dem Abitur fiel Luises Wahl zunächst auf den Studiengang Soziale Arbeit, den sie 2020 an der Hochschule Neubrandenburg abschloss. „Besonders zum Ende hin haben mir die medizinischen Aspekte der Lehrinhalte immer besser gefallen. Sie fielen für meinen Geschmack jedoch zu gering aus. Ich wollte unbedingt noch einen größeren Gesundheitsaspekt in mein Studium bringen“, berichtet die 22-Jährige. Nachdem sie für ihr Wunsch-Masterstudium nicht angenommen wurde, entschied sie sich für ein weiteres Bachelorstudium – in Gesundheitswissenschaften. „Das Studium bietet mir die Möglichkeit, weitere Credits für meinen Wunsch-Master in Public Health zu sammeln und weiterhin meinem Interesse an medizinischen und gesundheitlichen Themen nachzugehen.“ Der Abschluss qualifiziert für die Arbeit im Gesundheitsbereich, beispielsweise bei Gesundheitsämtern, Krankenkassen oder im Management von Krankenhäusern, Rehakliniken und Altenpflegeeinrichtungen.

Von Medizin bis Management

Aktuell befindet sich Luise im zweiten von sechs Semestern. Weil die Studentin aus Neubrandenburg kommt, fiel ihr die Entscheidung, dort zu studieren und auch für ein weiteres Bachelorstudium an der Hochschule zu bleiben, leicht. Eine Zugangsbeschränkung gibt es für den Studiengang Gesundheitswissenschaften an der Hochschule Neubrandenburg aktuell nicht. Die Module reichen von einer Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten über Grundlagen der Medizin, Pflege und Gesundheit bis zu Forschung, Management sowie Volks- und Betriebswirtschaftslehre. In den ersten Semestern ist der Lehrplan vorgegeben, danach können sich die Studierenden zusätzlich für Wahlpflichtmodule entscheiden – je nachdem, für welches Fachgebiet sie sich besonders interessieren.

Das fünfte Semester ist ein praktisches Studiensemester, in dem die Studierenden ein 16-wöchiges Praktikum in einem Bereich des Gesundheitswesens absolvieren und so die Möglichkeit haben, die gelernten Inhalte praktisch anzuwenden und herauszufinden, ob der jeweilige Arbeitsbereich zu ihnen passt.

Auf dem Weg zum Wunsch-Master

„Bislang haben mir die Grundlagen der Pädagogik und besonders die Einführung in die Medizin und Gesundheit am meisten Spaß gemacht haben. Die Lehrinhalte waren total interessant und wurden wirklich anschaulich vermittelt“, berichtet Luise über ihr erstes Semester. „Abgesehen davon war die Einführungswoche sehr toll, da wir tatsächlich noch draußen zusammensitzen und uns kennenlernen konnten.“

Seitdem finden die Lehrveranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie online statt. Auch inhaltlich spielte das Coronavirus in Luise Grünerts Studium schon eine Rolle. „Als wir im Seminar ‚Medizin und Gesundheit‘ das Thema Infektionskrankheiten behandelt haben, konnten wir auf jeden Fall viel anschaulicher arbeiten und lernen, weil wir Virusinfektionen durch Corona nun alle kennen und besser verstehen“, sagt die Bachelorstudentin. „Ich bin aber ehrlich gesagt froh, wenn wir Corona aus unserem Uni-Alltag streichen und wieder zur ‚Normalität‘ zurückkehren können. Die Präsenzlehre und der Kontakt mit anderen Studierenden fehlen sehr.“

Nach ihrem Abschluss will Luise erneut versuchen, einen Platz in ihrem Wunsch-Masterstudiengang zu ergattern. „Falls sich auf dem Weg dahin etwas ändern sollte, freue ich mich darauf, mein erstes und zweites Studium miteinander zu verbinden und eine Arbeit zu finden, die für mich und andere einen Mehrwert hat.“

Beispiele aus der Praxis: Studiengänge aus dem Bereich Medizin/Gesundheitswissenschaften