Überblick

Vorbereiten

Um eine Entscheidung treffen zu können, ist es wichtig zu wissen, dass sich einige Berufe auf verschiedenen Wegen erreichen lassen.

Eine Studentin liegt auf einer Wiese und lernt.
Foto: Martin Rehm

So kann z.B. für eine Managementposition im Gesundheitswesen ein praxisbezogenes Fachhochschulstudium in Gesundheitsmanagement oder ein betriebswirtschaftliches Studium an einer Universität (ggf. mit entsprechender Spezialisierung) eine Grundlage bieten.

Umgekehrt kann aber auch ein und derselbe Ausbildungsweg zu verschiedenen Berufen führen, wie z.B. das Studium der Rechtswissenschaften (Jura) zum Beruf des/der …

  • Richters/Richterin,
  • Staatsanwalts/Staatsanwältin,
  • Rechtsanwalts/Rechtsanwältin,
  • Notars/Notarin,
  • Verwaltungsjuristen/-in,
  • Wirtschaftsjuristen/-in.

Auch eine vorangegangene berufliche Ausbildung in einem verwandten Gebiet kann für manche Studiengänge von Vorteil sein (siehe hierzu auch den Abschnitt „Anrechnung von Aus- und Fortbildungsleistungen im Studium“).

Alternativen abwägen

Versuchen Sie in Ihrem Entscheidungsprozess das Für und Wider der Alternativen möglichst realistisch abzuwägen. So gerne man es auch hätte: Die Frage nach dem passenden Studium oder der richtigen Ausbildung klärt sich meist nicht in ein, zwei Tagen. In diesem Prozess sind viele Aspekte zu berücksichtigen – und das benötigt Zeit, die Sie sich nehmen sollten.

Zentrale Fragen

Spätestens in der vorletzten Klasse sollten Sie sich intensiv mit den folgenden Fragen beschäftigen:

  • Was interessiert mich?
  • Wo liegen meine Stärken – und was kann ich nicht so gut?
  • Wie stelle ich mir meine berufliche Zukunft vor?
  • Welche Studiengänge gibt es dafür? Was konkret sind die Studieninhalte?
  • Welche Alternativen existieren zu meinem Traumberuf?
  • Wie sieht meine Lebensplanung aus?

Ihre To-do-Liste

  • Das Berufsinformationszentrum (BiZ) Ihrer örtlichen Agentur für Arbeit besuchen oder die vielfältigen Online-Angebote der Bundesagentur für Arbeit (BA) zur Information nutzen.
  • Tage der offenen Tür an Hochschulen nutzen.
  • Einen Termin bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit und bei der Studienberatung an einer Hochschule vereinbaren oder die Sprechstunde besuchen.
  • Sich um eine Stelle für ein Ferienpraktikum in einem interessanten Berufsfeld bewerben.
  • Kontakt zu möglichen Hochschulen aufnehmen und Infos über Zulassungsvoraussetzungen, etwaige Aufnahmeprüfungen und Bewerbungstermine sowie über konkrete Studieninhalte beschaffen.
  • Einen „persönlichen Fahrplan“ mit allen Schritten und Terminen für die Zeit bis zum Studienbeginn aufstellen.

Packen Sie es an!

Mit einer geordneten Vorgehensweise werden Sie schnell klarer sehen.
Dabei werden aber neue Fragen auftauchen, denen Sie nachgehen sollten. Eine gewisse Unsicherheit und vielleicht sogar Zweifel an der getroffenen Entscheidung werden möglicherweise nie ganz auszuräumen sein. Lassen Sie sich davon nicht entmutigen – das Gefühl kennen die meisten Abiturientinnen und Abiturienten!

Und sollte sich – trotz bester Vorbereitung – im ersten Jahr herausstellen, dass der gewählte  Studiengang nicht den eigenen Erwartungen entspricht, dann besteht meist noch die Möglichkeit eines (Fach-)Wechsels.

Hinweis

Wenn Sie bei der Studienwahl oder bei Problemen im Studium selbst nicht weiterkommen, dann zögern Sie nicht, den professionellen Service der Berater/-innen in den Agenturen für Arbeit oder der Beratungsstellen der Hochschulen und der Studentenwerke in Anspruch zu nehmen. Die Kontaktdaten zu Ihrer örtlichen Agentur für Arbeit bzw. Hochschule finden Sie im finder bzw. auf www.arbeitsagentur.de > Finden Sie Ihre Dienststelle.

Weitere Informationen

abi>> Berufswahlfahrplan

Mit Plan und Ziel in die Berufswahl starten.
www.abi.de/orientieren/berufswahlfahrplan.htm

Selbsterkundungstool (SET) der Bundesagentur für Arbeit

www.arbeitsagentur.de > Schule, Ausbildung und Studium > „Mit dem Selbsterkundungstool zum passenden Studium“

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