Studieren – aber was?

Kriterien für die Studienentscheidung

Ein gutes Gehalt. Eine sichere Perspektive. Eine sinnvolle Tätigkeit. Bei der Berufswahl und der Entscheidung für ein passendes Studienfach spielen neben den Interessen unterschiedliche Kriterien eine Rolle.

Ein Porträt-Foto von Domenic Kaut
Foto: Studiolone Photography

Als sich Domenic Kaut (26) für ein wirtschaftswissenschaftliches Studium an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt entschied, hatte er ein klares Ziel vor Augen: Ich will Karriere machen! Zu diesem Zeitpunkt war der junge Mann bereits ausgebildeter Bankkaufmann und wollte die kaufmännischen Kompetenzen aus der Ausbildung vertiefen. „Wenn es etwa um Buchungssätze im Rechnungswesen ging, konnte ich von meinem Vorwissen profitieren. Gleichzeitig belegte ich für mich neue Fächer wie Wirtschaftsinformatik und konnte erste Projekterfahrungen im Finanzbereich sammeln“, berichtet er von seinem Studienalltag.

Nach dem erfolgreichen Bachelor-Abschluss entschied sich der 26-Jährige für ein konsekutives Masterstudium an der WFI - Ingolstadt School of Management. Der Studiengang legt den Schwerpunkt auf die Bereiche Finance, Accounting, Controlling und Taxation. „Das gute Betreuungsverhältnis, die Studentenorganisationen und das familiäre Universitätsumfeld haben mich sofort überzeugt“, schwärmt der Student, der sich aktuell im dritten von vier Mastersemestern befindet.

Die Rechnung, die Domenic Kaut vor Studienbeginn aufgemacht hat, wird wohl aufgehen. Das wirtschaftswissenschaftliche Studium, vor allem der spezialisierte Master, dürfte für ihn ein Karrieresprungbrett werden. „Schon bei der Suche nach Praktika merke ich, dass ich ein attraktiver Bewerbungskandidat bin. Zudem profitiere ich von den Unternehmenskontakten, die ich auf Workshops, Karrieretagen und Messen meiner Fakultät gesammelt habe.“

Unterstützung bei der Entscheidungsfindung

Ein Porträt-Foto von Daniel Söllner
Foto: privat

Viele Abiturient(inn)en legen bei ihrer Studienwahl Wert auf gute Gehaltsaussichten, sichere Berufsperspektiven und attraktive Arbeitsmarktchancen. Das weiß Daniel Söllner aus seiner täglichen Arbeit. Er ist Studienberater bei der Agentur für Arbeit Erlangen. Tagtäglich steht er in Kontakt mit jungen Menschen, die überlegen, welches Studienfach für sie die richtige Wahl ist. „Vielen Ratsuchenden ist es wichtig, dass sie von ihrem späteren Gehalt leben können und keine Angst vor Arbeitslosigkeit haben müssen. Manche zögern auch, Fächer wie Philosophie zu studieren, die bekannt dafür sind, dass sich die anschließende Stellensuche schwierig gestalten kann.“

Darüber hinaus stehen für die Abiturient(inn)en in der Studienberatung weitere Kriterien im Fokus: „Viele wünschen sich eine abwechslungsreiche Tätigkeit. Einige möchten bei der Arbeit wenig am Computer sitzen. Andere möchten etwas mit Menschen machen, also zum Beispiel einen sozialen Beruf ausüben oder in Richtung Vertrieb gehen. Und ab und zu kommt es auch vor, dass sich jemand bei der Studien- und Berufswahl an den Berufen der Eltern orientiert.“

Daniel Söllner zeigt den jungen Menschen in seiner Beratung Recherchemöglichkeiten auf. Dazu gehören Internetportale wie studienwahl.de, abi.de, BerufeTV oder der Selbsterkundungstest der Bundesagentur für Arbeit. Auch die Websites der Hochschulen selbst können eine Hilfe sein. Außerdem informiert der Berater die Abiturient(inn)en über mögliche Zulassungsbeschränkungen.

Beispiele aus der Praxis: Studieren – aber was? Kriterien für die Entscheidung

Beruf oder Interesse

Schüler(-innen), die sich selbst und ihre eigenen Ziele noch nicht so gut kennen, fällt die Selbsteinschätzung häufig schwer. „Wenn es um die Studienwahl geht, sollten Abiturientinnen und Abiturienten im Kopf haben, dass sie generell entweder nach Berufswunsch oder nach Interesse studieren können. Wer ein hohes Sicherheitsbedürfnis hat und klare Arbeitsmarktchancen sehen möchte, entscheidet sich vielleicht eher dazu, Ingenieur, Ärztin oder Sozialarbeiter zu werden oder in den öffentlichen Dienst zu gehen. Sonst kämen zum Beispiel auch geisteswissenschaftliche Fächer wie Geschichte oder Germanistik in Frage“, erklärt der Berufsberater.

Weitere Informationen

studienwahl.de

abi.de

BERUFE.TV

Berufsfeld-info.de

BERUFENET

Selbsterkundungstool der Bundesagentur für Arbeit

Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit