Sport

Sporteignungsprüfung: Wie, wann, wo?

Nahaufnahme einer Barrenstange auf die sich eine Hand stützt
Foto: Tilman Weishart | Bundesagentur für Arbeit

Wer Sport studieren will, muss an vielen Hochschulen vorab seine sportliche Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Gemeinsam mit Martin Jedrusiak-Jung von der Deutschen Sporthochschule in Köln beantwortet studienwahl.de die wichtigsten Fragen rund um die Sporteignungsprüfung.

Wie bereite ich mich am besten auf die Sporteignungsprüfung vor?

Bevor man mit dem Training für einzelne Disziplinen beginnt, sollte man sich laut Martin Jedrusiak-Jung erst einmal genau das Auswahlverfahren sowie die Anmeldefristen, Termine und detaillierten Anforderungen der jeweiligen Hochschule ansehen und dann mit der Planung beginnen. An der Sporthochschule Köln etwa findet der Eignungstest zweimal im Jahr statt. Viele Hochschulen stellen auf ihren Webseiten Videos von den einzelnen Disziplinen zur Verfügung und es finden sich diverse Erfahrungsberichte über Eignungstests im Netz. Die Sporthochschule Köln bietet auch einen Übetag an. Hilfreich kann es außerdem sein, sich vorab mit anderen Bewerbern(innen) zusammenzuschließen. Das steigert die Motivation und man kann sich gegenseitig beim Training unterstützen.

Wann sollte ich mit der Vorbereitung beginnen?

Das lässt sich pauschal nicht sagen. Martin Jedrusiak-Jung hält aber eine Vorbereitungszeit von drei Monaten für sinnvoll, wenn man nebenbei noch die Schule besucht und sich nicht rund um die Uhr dem Training widmen kann. Das hängt aber auch immer von den individuellen Vorerfahrungen in den jeweiligen Sportarten ab.

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Wie läuft die Sporteignungsprüfung ab?

An der Sporthochschule Köln müssen die Bewerber(innen) an einem Tag in 20 Teildisziplinen aus den Bereichen Leichtathletik, Mannschaftsspiele, Turnen, Rückschlagspiele und Schwimmen ihre Sportlichkeit unter Beweis stellen, am Ende folgt ein Ausdauerlauf über 2.000 bzw. 3.000 Meter. Wer in mehr als einer Disziplin durchfällt, für den gilt die Prüfung als nicht bestanden. Ausnahmen gelten für Kaderathlet(inn)en, Bewerber(innen) für das Grundschullehramt und Schwerbehinderte. Der Ablauf des Einungstests ist an allen Hochschulen ähnlich.

Woran liegt es, wenn Bewerber(innen) durchfallen?

An der Sporthochschule Köln liegt die Durchfallquote bei etwa 50 Prozent. Die Kombination aus physiologischer und psychologischer Herausforderung erzeugt einen hohen Druck, dem man am besten mit einer guten Vorbereitung begegnet. Dabei ist es nicht ganz leicht, den Testtag mit allen Einzeldisziplinen zu simulieren. Martin Jedrusiak-Jung rät, hierzu unbedingt die Ausstattung der eignen Schule oder beispielsweise von Sportvereinen zu nutzen. Außerdem gibt es einige Teildisziplinen, die besonders anfällig für Defizite sind wie beispielsweise Kugelstoßen oder Turnen, auf die man sich entsprechend vorbereiten sollte.

Kann ich die Prüfung auch an einer anderen Hochschule ablegen?

Das hängt von den Anforderungen der jeweiligen Hochschule ab. Vielerorts wird zum Beispiel die Sporteignungsprüfung der Sporthochschule Köln anerkannt. Die Hochschule selbst erkennt derzeit den Eignungstest der Ruhr-Universität Bochum an.

Wann ist der beste Zeitpunkt, die Prüfung abzulegen?

So früh wie möglich, empfiehlt Martin Jedrusiak-Jung. Da beispielsweise der Test der Sporthochschule Köln drei Jahre lang gültig ist und auch Minderjährige mit einer Einverständniserklärung ihrer Eltern teilnehmen dürfen, kann man sich bereits während der Oberstufe anmelden. Wenn es nicht auf Anhieb klappt, bleibt so auch noch genug Zeit für eine Wiederholung bis zum geplanten Studienstart.

Kann ich die Prüfung wiederholen, wenn ich beim ersten Mal durchgefallen bin?

An der Sporthochschule Köln kann der Test beliebig oft wiederholt werden. Martin Jedrusiak-Jung ermutigt unbedingt zu einem weiteren Versuch, wenn es beim ersten Mal nicht klappt und sich dabei den Vorteil zunutze zu machen, dass man bereits weiß, was auf einen zukommt, wie der Tag abläuft und wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen.

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