Sport

Kein Semester ohne Sportkurse

Vor einer weißen Wand steht eine Sprossenwand aus Holz an der verschiedenfarbige Tücher angebunden sind.
Foto: Karlheinz Jardner | Bundesagentur für Arbeit

Lena Haase (30) studiert Sport und Englisch auf Gymnasiallehramt an der Universität Osnabrück und befindet sich im zweiten Mastersemester. Neben dem Studium arbeitet sie als Fitness- und Fußballtrainerin.

Ein Porträt-Foto von Lena Haase.
Foto: privat

Nachdem sie nach dem Abitur zunächst eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau absolviert und drei Jahre in dem Beruf gearbeitet hatte, merkte Lena Haase, dass ihr etwas fehlte. „Als ich neben der Ausbildung einen Trainerschein im Breitensport-Fußball gemacht habe, habe ich festgestellt, wie viel Spaß es mir macht, anderen etwas beizubringen.“ Sie entschied sich für einen Richtungswechsel und bewarb sich für ein Lehramtsstudium in Sport und Englisch an der Universität Osnabrück. „Nach meiner Arbeit in der Wirtschaft war es mir wichtig, einen Job zu wählen, in dem Männer und Frauen gleich entlohnt werden und Gehaltseinstufungen transparent, nachvollziehbar und fair sind. Da ist die Arbeit im öffentlichen Dienst sicher keine schlechte Wahl. Außerdem finde ich den Lehrberuf auch deshalb attraktiv, weil hier Familie und Beruf gut vereinbar sind.“

„Die Erfolgserlebnisse sind einfach toll“

Inhaltlich gliedert sich das zehnsemestrige Studium in die Bereiche Sport und Bewegung, Sport und Erziehung, Sport und Gesellschaft und Sport und Gesundheit, in denen die Studierenden jeweils mehrere Theorieseminare belegen. „Darin greifen wir häufig aktuelle Themen auf, zum Beispiel bestimmte Trendsportarten und deren Funktionalität oder das Themenfeld Inklusion in Schulen“, erklärt Lena Haase.

Jedes Semester steht außerdem mindestens eine Praxisveranstaltung wie zum Beispiel Fußball, Basketball, Volleyball, Badminton, Schwimmen, Leichtathletik oder Tanzen auf dem Plan. Daneben gibt es die Möglichkeit, zusätzliche Qualifikationen wie Übungsleiterlizenzen für bestimmte Sportarten zu erwerben. „Auch wenn wir alle sportlich sind, ist man natürlich nicht in jeder Sportart zuhause. Für mich war Turnen eine echte Herausforderung. Nichtsdestotrotz habe ich auch diese Sportart lieben gelernt, da die Erfolgserlebnisse einfach toll sind. Erst trainiert man drei Monate für einen Umschwung vorwärts am Reck und es funktioniert einfach nicht. Aber eines Tages klappt es dann doch, und von da an klappt es immer. Dinge schaffen, die man nicht für möglich gehalten hat – das gibt einem ein ganz neues Selbstwertgefühl“, schwärmt die Studentin von ihren Erfahrungen.

Einen Eignungstest für das Sportstudium gibt es in Osnabrück nicht. „Dafür liegt der Notendurchschnitt der Bewerber umso höher. Als ich mich 2015 beworben habe, hatte ich durch meine vorherige Ausbildung und Arbeitszeit bereits zwölf Wartesemester, die meine Chancen auf einen Studienplatz wesentlich erhöht haben.“

Beispiele aus der Praxis: Studiengänge rund um Sport

Nebenjob als Trainerin

Neben dem Studium leitet Lena Haase eine Fitnessgruppe und trainiert eine Kinder-Fußballmannschaft. „Als angehende Sportlehrerin ist das eine gute Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, sich auszuprobieren und herauszufinden, wie man als Lehrperson sein möchte.“ Im Bachelor- und im Masterstudium hat sie jeweils ein Praktikum an einem Gymnasium absolviert. Nach der Masterarbeit wartet das Referendariat. „Danach hoffe ich, eine Stelle an einer Schule in der Umgebung zu finden. Da ich auf Gymnasiallehramt studiere, kann ich nicht nur an Gymnasien, sondern auch an Haupt- und Realschulen sowie an Berufsschulen unterrichten. Wenn man da flexibel an die Sache rangeht, sollte es mit der Anstellung schon klappen.“

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