Unternehmen steuern, Märkte analysieren, Kosten kalkulieren oder Prozesse optimieren – all das sind Aufgaben von Wirtschaftswissenschaftler*innen. Sie arbeiten in mittelständischen Unternehmen, internationalen Konzernen, Banken, Versicherungen, Beratungen sowie bei Behörden, Verbänden. Dabei analysieren sie wirtschaftliche Zusammenhänge und entwickeln Entscheidungsgrundlagen für Organisationen.
Studierende der Wirtschaftswissenschaften sollten Interesse an wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen mitbringen sowie solide Kenntnisse in Mathematik und Statistik. Analytisches Denkvermögen, strukturiertes Arbeiten, Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke sind ebenso wichtig wie die Bereitschaft, sich mit theoretischen Modellen und quantitativen Methoden auseinanderzusetzen. Fremdsprachenkenntnisse sind besonders für international ausgerichtete Studiengänge von Vorteil.
Neben klassischen BWL- und VWL-Studiengängen gibt es zahlreiche Spezialisierungen sowie interdisziplinäre Angebote, etwa in Kombination mit Ingenieur- und Rechtswissenschaften, Mathematik oder Informatik sowie Gesellschafts- und Sozialwissenschaften oder den Sprach- und Kulturwissenschaften. Beispiele sind Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht (siehe dazu auch Kapitel 3.2 Ingenieurwissenschaften sowie Kapitel 3.6 Rechts-, Sozialwissenschaften). Zudem haben Globalisierung, Digitalisierung und europäische Integration zu einer stärkeren Internationalisierung der Studienangebote mit englischsprachigen Programmen und integrierten Auslandsphasen geführt.
Ein Bachelorabschluss qualifiziert für den Berufseinstieg in vielen wirtschaftsnahen Tätigkeitsfeldern. Für spezialisierte Fachaufgaben, Führungspositionen oder eine wissenschaftliche Laufbahn ist häufig ein Masterabschluss Voraussetzung.















