Studienbewerbung

Hochschulzugang: Wie bekomme ich meinen Studienplatz?

Auf vielen Wegen zum Ziel

Blick von oben, aus den Sitzreihen, auf einen leeren Vorlesungssaal.
Foto: Verena Westernacher | Bundesagentur für Arbeit
Wichtige Hinweise zur aktuellen Situation:

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen rund um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus können sich Änderungen und/oder Terminverschiebungen auch in Bezug auf die unterschiedlichen Bewerbungsfristen ergeben. Das Bewerbungsportal von hochschulstart.de etwa öffnet in diesem Jahr voraussichtlich erst am 01.07.2020. Dies gilt für Alt- und Neu-Abiturientinnen und Abiturienten. Die bei der Bewerbung zu berücksichtigenden Fristen werden entsprechend angepasst. Informieren Sie sich unbedingt auch vorab bei Ihrer Wunschhochschule über mögliche terminliche und formelle Anpassungen im Bewerbungsprozess.

Bewerben – Einschreiben – Studieren: Was recht einfach klingt, erfordert oftmals einiges an Recherche- und Organisationsaufwand. Wie (zeit-)aufwändig der Weg zum Studienplatz ist, hängt davon ab, was man wo studieren will. studienwahl.de gibt einen Überblick über die verschiedenen Zulassungs- und Bewerbungsverfahren.

Lena Schylo hatte es vergleichsweise einfach: Eine amtlich beglaubigte Kopie ihres Abiturzeugnisses, ein Krankenversicherungsnachweis, eine Kopie des Personalausweises sowie der Überweisungsbestätigung des Semesterbeitrags, ein Passfoto für den Studierenden-Ausweis und der unterschriebene Ausdruck des Antrags auf Immatrikulation. Das alles musste in den Umschlag, den sie an die Universität Trier schickte, um sich in den zulassungsfreien, sechssemestrigen Bachelor-Lehramtsstudiengang mit den Fächer Philosophie/Ethik und Germanistik einzuschreiben.

Den Antrag hatte sie im Bewerbungsportal der Hochschule ausgefüllt und eine Checkliste mit den benötigten Unterlagen erhalten. „Etwa einen Monat später bekam ich eine Einschreibungsbestätigung und den Studi-Ausweis“, erinnert sich die Studentin, die mittlerweile mitten in ihrem Master-Studium steht.

Genügend Plätze für alle

Wer sich wie Lena Schylo für einen zulassungsfreien Studiengang entscheidet, kann sich meist noch bis kurz vor Semesterstart einschreiben. Ob ein Studiengang zulassungsfrei oder -beschränkt ist, kann etwa über die Webseiten oder die Studienberatung der jeweiligen Hochschule in Erfahrung gebracht werden. „Zulassungsfrei heißt, es gibt ausreichend Studienplätze für alle Bewerber“, erklärt Amelie Lehmkühler, Studienberaterin an der Ludwigs-Maximilians-Universität München. Meist genügen dann eine Online-Einschreibung auf den entsprechenden Internetseiten der Hochschulen und das Zusenden der geforderten Unterlagen per Post.

In immer mehr Fällen erfolgt die rein formale Zulassung aber über das Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV) von hochschulstart.de. Für manche Studienfächer wird zusätzlich der Nachweis von Fremdsprachenkenntnissen oder eines Online-Orientierungstests verlangt, um zu belegen, dass man sich mit seiner Studienwahl auseinandergesetzt hat.

Beispiele aus der Praxis: Hochschulzugang - Wie bekomme ich einen Studienplatz?

Mehr Bewerber/-innen als Plätze

Doch nicht immer ist es so einfach. Laut Numerus-clausus-Check des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) waren zum Wintersemester 2019/2020 insgesamt 40,7 Prozent der Studiengänge in Deutschland zulassungsbeschränkt.

Zulassungsbeschränkt sind Studiengänge, bei denen es in der Regel mehr Bewerber/-innen als Plätze gibt. Und hier wiederum wird zwischen örtlicher und bundesweiter Zulassungsbeschränkung unterschieden. Bundesweit zulassungsbeschränkt sind aktuell nur die Fächer Medizin, Tiermedizin, Zahnmedizin und Pharmazie – das heißt, hier gibt es deutschlandweit mehr Bewerber/-innen als Studienplätze. Bei den örtlich zulassungsbeschränkten Studiengängen gibt es nur an der jeweiligen Hochschule für den entsprechenden Studiengang mehr Bewerber/-innen als Plätze. Nicht bundesweit zulassungsbeschränkte Studiengänge können also an einem Ort zulassungsbeschränkt, an einem anderen Ort jedoch zulassungsfrei sein.

Häufig hat die Abiturdurchschnittsnote bei der Auswahl der Bewerber/-innen einen großen Einfluss. Aus diesem Grund spricht man umgangssprachlich häufig von einem bestimmten N.c. (Numerus Clausus) für einen Studiengang. Damit gemeint ist die Abiturdurchschnittsnote des Bewerbers/der Bewerberin, an den/die im vergangenen Semester der letzte zur Verfügung stehende Studienplatz vergeben wurde.

Frühzeitige Information von Vorteil

Die Bewerbung für einen örtlich zulassungsbeschränkten Studiengang erfolgt entweder direkt bei den Hochschulen und/oder zentral über das DoSV-Bewerbungsportal von Hochschulstart. Über dieses Portal werden auch die Plätze für Medizin, Pharmazie, Tiermedizin und Zahnmedizin, also der bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengänge, vergeben. Auch hier spielt die Abiturnote eine wichtige Rolle. „Daneben gibt es weitere Kriterien, zum Beispiel das Ergebnis vom Test für Medizinische Studiengänge“, erklärt Amelie Lehmkühler (weitere Informationen zum Thema „bundesweit zulassungsbeschränkte Studiengänge“ finden Sie in den FAQs „Studienbewerbung in drei Quoten“).

Um keine Frist zu verpassen, beginnt man am besten schon weit vor den Abiturprüfungen mit der Recherche. Ist die Entscheidung für eine bestimmte Fachrichtung gefallen, sollte man auf studienwahl.de und den Internetseiten der Hochschulen prüfen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen und bis wann und wie man sich bewerben muss.

Weitere Informationen

studienwahl.de

Weitere Informationen finden Sie im Kapitel „Bewerbung und Zulassung“.
www.studienwahl.de/studienfelder/bewerbung

abi.de

Infoportal der Bundesagentur für Arbeit
www.abi.de

Check-U

Erkundungstool der Bundesagentur für Arbeit für Personen mit Hochschulreife
www.check-u.de

Test für medizinische Studiengänge

Portal mit Informationen rund um Anmeldung, Teilnahmebedingungen und Ablauf des Testtages für den TMS
https://cip.dmed.uni-heidelberg.de/tms-info/tms-info/index.php?id=tms-infostartseite

Hochschulkompass

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