Überblick

Wohnen

Wer nicht zu Hause bei den Eltern wohnen kann oder will, ist entweder auf den freien Wohnungsmarkt oder auf einen Platz in einem Studentenwohnheim angewiesen.

Zu sehen ist ein Studierendenwohnheim von außen.
Foto: Heidrun Hönninger

Laut der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks wohnen bundesweit die meisten Studierenden in einer Wohngemeinschaft (30%), die zweitgrößte Gruppe teilt sich eine Wohnung mit dem/der Partner/-in (21%), gefolgt von den Studierenden, die bei ihren Eltern (20%), in einer Wohnung alleine (17%) und im Studentenwohnheim (12%) wohnen.

Je nach Größe, Ausstattung und Lage der Unterkunft sowie abhängig vom Hochschulort ist es schwieriger oder einfacher, eine geeignete Wohnmöglichkeit zu finden. Auch die Mietkosten variieren z.T. erheblich. Es ist also wichtig, frühzeitig vor Studienbeginn mit der Wohnungssuche zu beginnen.

Die Grafik zeigt die unterschiedlichen Wohnformen und wie sie genutzt werden.
Quelle: DSW/DZHW 21. Sozialerhebung

Studentenwohnheime

Träger sind überwiegend die Studentenwerke, aber auch kirchliche Einrichtungen und private Investoren. Derzeit stehen bundesweit rund 240.000 öffentlich geförderte Wohnplätze zur Verfügung, davon rund 191.000 bei den 58 Studentenwerken.

Die durchschnittliche monatliche Bruttowarmmiete in Wohnheimen der Studentenwerke beträgt 255 Euro im Monat (vielerorts inkl. Internetanschluss); für einen Wohnheimplatz in anderer Trägerschaft müssen Studierende im Schnitt 302 Euro monatlich zahlen.

An vielen Orten gibt es auch spezielle Wohnangebote für Rollstuhl nutzende bzw. mobilitätseingeschränkte Studierende und für Studierende mit Kindern. Zu den Bewerbungsmodalitäten, zur Lage und zu den jeweiligen Mieten der einzelnen Wohnanlagen gibt es Informationen beim Studentenwerk des jeweiligen Hochschulortes.

Eine Liste finden Sie unter www.studentenwerke.de/de/landkarte.

Freier Wohnungsmarkt

Für eine eigene Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt variieren die Kosten je nach Hochschulort. In den klassischen Universitätsstädten und Ballungsgebieten liegen sie deutlich höher als andernorts. So zahlt der Normalstudierende laut der 21. Sozialerhebung in München durchschnittlich 387 Euro Monatsmiete inklusive Nebenkosten, in Leipzig dagegen nur 264 Euro.

Angebote des freien Wohnungsmarktes finden Sie in Tageszeitungen, bei Makler(inne)n, auf einschlägigen Internetplattformen oder an den „Schwarzen Brettern“ im Hochschulbereich. Auch bei den Wohnraumvermittlungsstellen der Studentenwerke und in Ihrem Bekanntenkreis sollten Sie nachfragen. Bei Stadtmagazinen und lokalen Kleinanzeigenblättern können Online-Inserate häufig kostenlos gelesen und aufgegeben werden. Wohnungsbörsen im Internet haben oftmals spezielle Seiten für Studierende eingerichtet. Und Mitwohnzentralen vermitteln Wohnraum auf Zeit, meist zur Untermiete.

Wenn Sie Mietpreise vergleichen, achten Sie darauf, ob es sich um eine Kaltmiete (Nettomiete) oder bereits um die Bruttowarmmiete (Endmiete) handelt. In der Regel muss auch eine Kaution hinterlegt werden, die Sie nach Auszug aus der Wohnung zurückerhalten.

Wohnberechtigungsschein, Wohngeld

Bei niedrigem Einkommen ist es u. U. möglich, einen Wohnberechtigungsschein (WBS) für eine Sozialwohnung ausgestellt zu bekommen. Studierende können auch Anspruch auf Wohngeld haben, wenn sie nicht BAföG-berechtigt sind. Auskünfte hierzu erteilen die Sozialberatungsstellen der Studentenwerke, Wohngeldstellen der Stadt- und Kreisverwaltungen sowie Wohnungsbaugenossenschaften. In der Regel gilt: Sie müssen zuerst eine Förderung nach dem BAföG beantragen, erst danach können Sie sich um Wohngeld bemühen.

Barrierefreies Wohnen

Studienbewerber/-innen mit Behinderungen werden bei der Bewerbung um einen Wohnheimplatz meist bevorzugt berücksichtigt. Trotzdem sollten Sie den Antrag für ein Zimmer in einem Studentenwohnheim möglichst früh einreichen. Einige Wohnheime bieten zusätzliche Unterstützungs- und Serviceleistungen für Studierende mit Pflege-/Assistenzbedarf an, z.B. das Konrad-Biesalski-Haus in Marburg, das Haus Sumperkamp in Bochum und das Wohnheim der SRH Heidelberg. Darüber hinaus können bei der Suche nach Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt das örtliche Wohnungsamt oder der/die Behindertenbeauftragte der Stadtverwaltung behilflich sein.

Weitere Informationen für Studienbewerber/-innen und Studierende mit Behinderungen und chronischer Krankheit sind bei der „Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung“ des Deutschen Studentenwerks erhältlich (www.studentenwerke.de/behinderung, Stichwort: „Studienalltag > Wohnen“).

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Hinweis

Bei rechtlichen Fragen zum Mietvertrag helfen die Studierendenvertretungen oder der Deutsche Mieterbund (www.mieterbund.de).

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