Überblick

Garten-, Land­schafts­bau

Der Garten- und Landschaftsbau befasst sich mit der möglichst umweltschonenden Produktion und Züchtung von Pflanzen, die der menschlichen Ernährung, der Verbesserung oder Verschönerung der Umwelt dienen.

Das Studienfeld im Überblick

In diesem Studienfeld geht es zum einen um gärtnerische Produkte und Dienstleistungen, wie Zierpflanzen, Baumschulen, Obst- und Gemüsebau sowie deren Vermarktung (Gartenbau). Zum anderen steht die Bebauung, Bepflanzung und Pflege von Gärten, Grünflächen sowie Sport- und Freizeitanlagen im Fokus (Landschaftsbau).

Studienangebot

Studiengänge gibt es an Fachhochschulen und Universitäten, sowohl als Bachelor- als auch als Masterstudium. Die meisten Studiengänge heißen „Gartenbau(wissenschaften)“ oder auf Englisch „Horticulture“. Im Landschaftsbau gibt es teilweise Überschneidungen zur Landschaftsarchitektur (Abschnitt 3.2.1) und der Umweltplanung (Abschnitt 3.2.21). Je nach Schwerpunktlegung können die Studiengänge einen betriebswirtschaftlichen oder eher technisch-planerischen Fokus haben.

Inhalte des Studiums

Das Studium des Gartenbaus vermittelt ein breites Basiswissen in allen Bereichen der modernen Garten- und Landschaftsbauwissenschaften, wie z.B. in modernen Verfahren der Produktion in Intensivkulturen, nachhaltiger Ressourcennutzung und biologischem Pflanzenschutz. So führt es auch zum ökologischen Verständnis des Garten- und Landschaftsbaus.

Im Bachelorstudium stehen die naturwissenschaftlichen Grundlagen und die gärtnerische Pflanzenproduktion im Vordergrund: Biologie, Botanik, Pflanzenproduktion, Technik im Gartenbau, Gemüse-, Obst- und Zierpflanzenbau, Baumschule, Meteorologie, Pflanzenphysiologie, Bodenkunde, Genetik, Pflanzenernährung und Phytomedizin.

Im anschließenden Masterstudium können Schwerpunkte im biologischen, ökologischen, pflanzenbaulichen, technischen oder ökonomischen Bereich gewählt werden. Es werden Kenntnisse in den Bereichen: Zierpflanzenbau, Gemüsebau, Obstbau, Produktionsoptimierung, gartenbauliche Marktlehre, Betriebsführung, Beratung und ökologischer Gartenbau vermittelt.

Meist ist ein Betriebspraktikum vorgesehen, das zwischen acht Wochen und sechs Monaten dauert. Studierenden, die den Eintritt in den Höheren Landwirtschaftsdienst anstreben, wird ein einjähriges Praktikum dringend empfohlen.

Zulassungskriterien & Studienbewerbung

Je nach Hochschultyp und Hochschule können Vorpraktika vorausgesetzt werden.

Berufsmöglichkeiten nach dem Studium

Absolvent(inn)en der Garten- und Landschaftsbauwissenschaften sind in der öffentlich-rechtlichen Verwaltung, in privaten und öffentlichen Garten- und Landschaftsbaubetrieben, in Handelsbetrieben und Gartencentern sowie in behördlichen, privaten oder fachverbandseigenen gartenbaulichen Beratungsstellen tätig. Darüber hinaus bieten sich Beschäftigungsmöglichkeiten in öffentlich-rechtlichen und industriellen Forschungs- und Versuchsanstalten und -abteilungen, z.B. im Bereich der Pflanzenzüchtung, oder in der Pflanzenschutz- und Düngemittelindustrie. Auch im Vertrieb der Zulieferindustrien werden Gartenbauingenieure/-innen beschäftigt, z.B. bei Herstellern von Pflanzenschutz- und Düngemitteln, gartenbaulichen Spezialmaschinen und -geräten.

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