Lebensmittel-, Getränketechnologie
Die Verfügbarkeit von hochwertigen und sicheren Lebensmitteln und Getränken ist für die Gesellschaft lebenswichtig. Lebensmittel müssen aber auch speziellen Bedürfnissen (z.B. für Säuglinge oder für Diabetiker*innen) sowie individuellen Erwartungen entsprechen.
Das Studienfeld im Überblick
Die Qualitätsanforderungen an Lebensmittel steigen stetig – besonders im Hinblick auf Gesundheit, Prävention und Funktionalität. Um die Be- und Verarbeitungstechnologie schonend zu gestalten und fortzuentwickeln, müssen Lebensmittel ganzheitlich betrachtet werden: von den Inhaltsstoffen bis hin zu ernährungsphysiologischen Wirkungen.
Worum geht es im Studium?
Die Studiengänge in diesem Feld kombinieren naturwissenschaftliches Basiswissen (Mathematik, Informatik, Physik, Chemie, Biologie) mit lebensmittelspezifischen, ernährungsphysiologischen, technischen, ökologischen und betriebswirtschaftlichen Kenntnissen. Ergänzend werden ingenieurwissenschaftliche Themen wie Verfahrens- und Verpackungstechnik, Maschinen- und Apparatebau, Prozessautomation und Biotechnologie gelehrt sowie physikalische, chemische, mikrobiologische und moderne molekularbiologische Analysenmethoden zur Qualitätskontrolle vermittelt. Außerdem stehen Themen wie Hygiene, Lebensmittelrecht, Pflanzenwissenschaften oder Konservierungstechnik auf dem Plan.
Was muss ich mitbringen?
Die Basis für ein erfolgreiches Studium bilden vertiefte Kenntnisse in Schulfächern wie: Chemie und Biologie, Mathematik und Physik. Je nach Hochschultyp und Hochschule werden teilweise Vorpraktika in studienrelevanten Bereichen vorausgesetzt.
Welche Studienangebote gibt es?
Das Studienangebot in diesem Studienfeld reicht von Brau- und Getränketechnologie über Lebensmittelsicherheit bis hin zu Lebensmitteltechnologie. Manche Hochschulen bieten Lebensmitteltechnologie bzw. Lebensmittelverfahrenstechnik und Lebensmitteltechnik innerhalb der Verfahrenstechnik bzw. des Bio- oder Chemieingenieurwesens an. Entsprechend liegt der Schwerpunkt dann mehr auf den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen und weniger auf der Vermittlung lebensmittelspezifischen Stoffwissens. Je nach Hochschule können auch Studieninhalte der Pharmatechnik und der Technologie von Kosmetika und Waschmitteln Teil des Studiums sein.
Eine Spezialisierung auf Milch- und Molkereiwirtschaft, Vieh- und Fleischwirtschaft oder Weinwirtschaft ist innerhalb des Studienfeldes Agrarwissenschaften möglich.
Das Teilgebiet alkoholische und alkoholfreie Getränke wird als Schwerpunkt im Studium der Lebensmitteltechnologie und als eigenständiger Studiengang Brauwesen und Getränketechnologie angeboten.
Wo arbeitet man nach dem Studium?
Nach dem Studium bist du im In- und Ausland vor allem in der Lebensmittel- und Lifescience-Industrie gefragt. Typische Einsatzfelder sind die Lebensmittelproduktion/-verarbeitung, die Zulieferindustrie sowie Forschung und Entwicklung.
Mit zunehmender Berufspraxis übernimmst du häufig Führungsaufgaben in Entwicklung, Planung, Produktion, Qualitätskontrolle und Vermarktung. Bei Behörden bist du z.B. in der Lebensmittelüberwachung oder Gewerbeaufsicht tätig. Überdies bieten sich dir Beschäftigungsmöglichkeiten in der pharmazeutischen und kosmetischen Industrie, der Chemieindustrie, der Biotechnologie und Umwelttechnik. Prüf- und Beratungseinrichtungen ermöglichen zudem freiberufliche Tätigkeiten.