Überblick

Lehramts­ausbildung in Hamburg

In Hamburg erfolgt die Lehrer(innen)ausbildung für folgende Lehramtstypen: Lehramt der Primarstufe und Sekundarstufe I, Lehramt an Gymnasien, Lehramt an Beruflichen Schulen, Lehramt für Sonderpädagogik.

Überblick

Die Ausbildung in den Lehramtsstudiengängen findet in Hamburg in konsekutiven Bachelor- und Master of Education Studiengängen statt. Die Regelstudienzeit beträgt für alle Lehrämter im Bachelorstudiengang sechs Semester und im Masterstudiengang vier Semester. Wird ein künstlerisches Unterrichtsfach gewählt, beträgt die Dauer acht Semester.

Das Studium erfolgt an der Universität Hamburg sowie in fachbezogener Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater (HfMT), der Hochschule für Bildende Künste (HFBK), der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) und der Technischen Universität Hamburg (TUHH).

Lehramt der Primarstufe und Sekundarstufe I (LAPS)

Das Studium umfasst Erziehungswissenschaft einschließlich der Fachdidaktiken der Unterrichtsfächer und Grundschulpädagogik sowie zwei Unterrichtsfächer. Zu wählen ist...

  • eines der Fächer Bildende Kunst, Deutsch, Englisch, Evangelische Religion, Mathematik, Musik, Sport, , katholische Religion, Islamische Religion, Alevitische Religion  sowie
  • ein zweites Fach aus eben dieser Fächergruppe oder
  • eines aus der Fächergruppe Arbeitslehre/Technik, Biologie, Chemie, Französisch, Geographie, Geschichte, Informatik, Physik, Sozialwissenschaften, Spanisch.

Zwei Religionen können formal nicht miteinander kombiniert werden, gleiches gilt für Musik und Bildende Kunst.

Lehramt an Gymnasien (LAGym)

Das Studium umfasst drei Teilstudiengänge: die Erziehungswissenschaft einschließlich der Fachdidaktiken sowie ein erstes und zweites Unterrichtsfach, die aus dem nachfolgenden Fächerkanon grundsätzlich frei wählbar sind:

  • Bildende Kunst, Biologie, Chemie, Deutsch, Englisch, Evangelische Religion, Französisch, Geografie, Geschichte, Griechisch, Informatik, Latein, Mathematik, Musik, Philosophie, Physik, Russisch, Sozialwissenschaften, Spanisch, Sport.

Die Unterrichtsfächer Geschichte, Griechisch, Philosophie und Sozialwissenschaften können nicht miteinander kombiniert werden. Musik und Bildende Kunst können formal nicht miteinander kombiniert werden.

Lehramt an Beruflichen Schulen (LAB)

Zugangsvoraussetzung zum Studium ist eine abgeschlossene Berufsausbildung in der gewählten beruflichen Fachrichtung oder ein einjähriges einschlägiges Praktikum.

Das Studium für das Lehramt an Beruflichen Schulen umfasst das Fach Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Berufs- und Wirtschaftspädagogik, der Didaktik der beruflichen Fachrichtung sowie der Fachdidaktik des Unterrichtsfaches, eine aus der Fächergruppe a) grundsätzlich frei wählbare berufliche Fachrichtung sowie ein weiteres aus der Fächergruppe b) wählbares Unterrichtsfach:

a) Bau- und Holztechnik (nur im B.Sc.), Bautechnik (nur im M.Ed.), Chemietechnik, Elektrotechnik/Informationstechnik, Ernährungs- und Haushaltswissenschaften, Gesundheitswissenschaften, Holztechnik (nur im M.Ed.), Kosmetikwissenschaften, Medientechnik, Metalltechnik, Wirtschaftswissenschaften.

b) Betriebswirtschaftslehre, Biologie, Chemie, Deutsch, Englisch, Geographie, Evangelische Religion, Französisch, Geschichte, Berufliche Informatik, Mathematik, Physik, Sozialwissenschaften, Spanisch, Sport, Türkisch.

Es gibt einige Einschränkungen in den Kombinationsmöglichkeiten von beruflichen Fachrichtungen und Unterrichtsfächern, diese sind:

  • Die Unterrichtsfächer Französisch und Spanisch können nur mit den beruflichen Fachrichtungen Ernährungs- und Haushaltswissenschaften oder Wirtschaftswissenschaften kombiniert werden.
  • Das Unterrichtsfach Geographie kann nur mit der beruflichen Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften kombiniert werden.
  • Die berufliche Fachrichtung Chemietechnik kann nicht mit Chemie kombiniert werden.
  • Die berufliche Fachrichtung Elektrotechnik/Informationstechnik kann nicht mit Physik kombiniert werden.
  • Und die berufliche Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften kann nicht mit Betriebswirtschaftslehre kombiniert werden.

In den Fachrichtungen Bau- und Holztechnik, Elektrotechnik/Informationstechnik, Medientechnik und Metalltechnik kann auf Antrag eine weitere berufliche Fachrichtung als Unterrichtsfach genehmigt werden.

Lehramt für Sonderpädagogik (LAS)

Das Studium für das Lehramt für Sonderpädagogik umfasst das Fach Erziehungswissenschaft einschließlich Fachdidaktik, Grundschulpädagogik und Behindertenpädagogik sowie ein aus der nachfolgenden Liste grundsätzlich frei wählbares Unterrichtsfach:

  • Arbeitslehre/Technik, Bildende Kunst, Biologie, Chemie, Deutsch, Englisch, Evangelische Religion, Französisch, Geographie, Geschichte, Mathematik, Musik, Physik, Sozialwissenschaften, Spanisch, Sport.

Der Förderschwerpunkt „Lernen“ wird im Bachelorstudiengang als erstes behindertenpädagogisches Fach studiert. Im Master kommt ein zweites behindertenpädagogisches Fach hinzu: Die Vertiefung ist möglich in „Sprache“, „emotionale und soziale Entwicklung“, „geistige Entwicklung“, „körperliche und motorische Entwicklung“, „Sehen“ oder „Hören“.

Erläuterungen

Im Rahmen der Lehramtsstudiengänge sind schulpraktische Studien abzuleisten. Für das Studium einiger Lehramtsfächer sind Nachweise über bestandene Eignungsprüfungen oder Sprachkenntnisse erforderlich. Zugangsvoraussetzung für das Lehramt an Beruflichen Schulen ist eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein einschlägiges einjähriges Praktikum (siehe www.uni-hamburg.de/zpla/praxisanerkennung.html) in der gewählten beruflichen Fachrichtung.

Im Anschluss an das konsekutive Studium, das mit dem Master of Education abschließt, absolviert die künftige Lehrkraft einen Vorbereitungsdienst mit einer Dauer von 18 Monaten. Dieser umfasst die Ausbildung an einer Schule (Hospitationen, eigenverantwortlicher Unterricht) und die Teilnahme an Fach- und Hauptseminaren sowie an Ausbildungsmodulen am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung. Die Einstellungstermine und Bewerbungsfristen legt die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) fest, die Angaben sind unter www.hamburg.de/bsb/vorbereitungsdienst zu finden.

Mit bestandener Staatsprüfung wird die jeweilige Lehramtsbefähigung erworben, mit der eine Bewerbung für den Schuldienst möglich ist.

Besonderheiten und Hinweise

Zum Wintersemester 2020/21 sind Strukturveränderungen in der Lehrerausbildung vorgesehen. Bewerber/-innen sollten sich auf jeden Fall immer auch über die Webseiten der Universität Hamburg und dem Zentrum für Lehrerbildung Hamburg (ZLH) zum Stand der Umsetzung informieren.

Weitere Informationen

Portal der Stadt Hamburg

Informationen über den Vorbereitungsdienst (Referendariat) und die aktuellen Einstellungschancen für den Vorbereitungsdienst in Hamburg finden Sie unter

Zentrum für Lehrerbildung

Gemeinsame Einrichtung der Universität Hamburg und des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung sowie der an der Lehrerausbildung beteiligten Hochschulen mit grundlegenden Informationen über die Lehramtsausbildung.
www.zlh-hamburg.de

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