Gesund­heits­management, -ökonomie

Um Standards in der Gesundheitsversorgung zu sichern und weiterzuentwickeln, müssen die Akteure des Gesundheitswesens – wie Krankenkassen, Einrichtungen der ambulanten und stationären Versorgung (z.B. Krankenhäuser, Arztpraxen) sowie Pharma- und Medizinproduktehersteller – wirtschaftlich effizient handeln. Dieses Studienfeld bereitet auf Management- und Steuerungsaufgaben im Gesundheitswesen vor.

Foto: Katharina Kemme | Bundesagentur für Arbeit
Eine Frau hält ein Schild mit der Aufschrift Pflegevisite in einen Wochenplan, der an einer Wand hängt.

Das Studienfeld im Überblick

Die Studiengänge Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement beschäftigen sich mit ökonomischen Aspekten des Gesundheitswesens. Das Studium vermittelt deshalb breite betriebswirtschaftliche Kenntnisse und Wissen über die strukturellen Rahmenbedingungen des Gesundheitssystems und qualifiziert für Managementaufgaben in der Gesundheitsversorgung. Betriebswirtschaftliche Inhalte werden ergänzt durch gesundheitswissenschaftliche, medizinische, pharmazeutische, sozialrechtliche und gesundheitspolitische Themen. Hinzu kommen Themen wie Leistungsmessung im Gesundheitswesen, Personalentwicklung sowie Qualitäts- und Dienstleistungsmanagement. Ziel ist es, Abläufe im Gesundheitswesen effizient zu gestalten, sodass bei gleicher oder verbesserter Qualität weniger Kosten entstehen.

Worum geht es im Studium?

Das Bachelorstudium vermittelt theoretisches und praktisches Grundlagenwissen in Wirtschaftswissenschaften, Gesundheitswissenschaft und Medizinmanagement. Mögliche Module sind Grundlagen der Gesundheitswissenschaften, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Strukturen der Gesundheitsversorgung, Management und Personalführung in Gesundheitsorganisationen sowie Unternehmerisches Denken und Handeln in Organisationen des Gesundheitswesens.

Was muss ich mitbringen?

Eine gute Grundlage für ein erfolgreiches Studium sind Kenntnisse in Wirtschaft/Recht, Mathematik, Politik/Sozialkunde, Informatik und Englisch. Je nach Hochschule kann ein internes Auswahlverfahren stattfinden. Teilweise wird ein Vorpraktikum oder eine abgeschlossene Ausbildung in einem Gesundheitsberuf verlangt.

Welche Studienangebote gibt es?

Bachelor- und Masterstudiengänge sind vor allem an Hochschulen für angewandte Wissenschaften, häufig auch dual, aber auch an Universitäten angesiedelt. Mögliche Studiengangsbezeichnungen sind etwa „Gesundheitsmanagement“, „Health Care Management“, „Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik“ oder „Betriebswirtschaft im Gesundheitswesen“.

Wo arbeitet man nach dem Studium?

Studiengänge im Bereich Gesundheitsmanagement und -ökonomie qualifizieren für Einsatzgebiete in der Verwaltung von Arztpraxen, in Krankenhäusern, bei Kranken- und Pflegeversicherungen, in der Gesundheitsförderung und -information sowie in der pharmazeutischen Industrie und im Arzneimittelhandel.

Stand: 30.04.2026