Überblick

Grundsicherung nach dem SGB II

Studierende haben regelmäßig keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II (umgangssprachlich „Hartz IV “) nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II ), wenn die Ausbildung dem Grunde nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) förderfähig ist und sie außerhalb des Haushaltes der Eltern wohnen.

Eine Frau wirft zwei Euro in ein gelbes Sparschwein in Igelform.
Foto: Bundesagentur für Arbeit

Studierende, die im Haushalt der Eltern leben, haben nur dann einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II, wenn BAföG-Leistungen gezahlt oder nur wegen der Berücksichtigung von Einkommen und/oder Vermögen nicht gezahlt werden.

Ebenfalls anspruchsberechtigt sind Schüler/-innen, die mangels zwingend notwendiger auswärtiger Unterbringung nicht BAföG-berechtigt sind (§ 7 Abs. 6 Nr. 1 SGB II) oder die Abendschulen besuchen und bereits das 30. Lebensjahr vollendet haben (§ 7 Abs. 6 Nr. 3 SGB II).

Der Anspruch auf Arbeitslosengeld II ist unter anderem davon abhängig, dass Hilfebedürftigkeit vorliegt.

Sofern BAföG und Arbeitslosengeld II gleichzeitig bezogen werden, gilt bei der Einkommensanrechnung ein Absetzbetrag von mindestens 100 Euro für die Ausbildungsförderung.

Für Studierende mit eigener Wohnung und andere Auszubildende, die keinen Arbeitslosengeld-II-Anspruch haben, können aber bestimmte Leistungen erbracht werden (§ 27 SGB II).

Das sind folgende Leistungen:

  • Mehrbedarfe bei Schwangerschaft, Alleinerziehung, medizinisch erforderlicher kostenaufwendiger Ernährung sowie Erstausstattung bei Schwangerschaft und Geburt, wenn das eigene Einkommen dafür nicht ausreicht,
  • in besonderen Härtefällen Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes und der Unterkunft als Darlehen (für Schüler/-innen, die das 30. Lebensjahr vollendet haben, auch als Zuschuss),
  • Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes für den ersten Monat der Ausbildung als Darlehen.

Studierende mit Behinderungen können darüber hinaus zur Finanzierung ihres behinderungsbedingten Mehrbedarfs während der Ausbildung (z.B. für technische Hilfen und persönliche Studienassistenzen) ggf. Eingliederungshilfe beantragen (§ 54 SGB XII).

Sie verwenden einen Adblocker bzw. ein Verfahren zur Ausblendung von Werbung. Bitte bedenken Sie, dass diese Internetseite durch Werbung finanziert wird. Mit Blick auf die künftige Aufrechterhaltung des Umfangs und der Qualität der Informationen bitten wir Sie, den Adblocker auszuschalten. Vielen Dank!