Überblick

Physik

Warum fliegen Vögel, wohingegen Gegenstände zu Boden fallen? Fragen wie diese klärt die Physik. Wie kaum eine andere Wissenschaft hat sie unsere Vorstellung und unser Verständnis von der Welt als Ganzes geprägt. Darüber hinaus bilden die Forschungsergebnisse der Physik die Basis für unzählige technische Anwendungen.

Das Studienfeld im Überblick

Erkenntnisse über den Aufbau von Atomen, die Entdeckung Schwarzer Löcher oder die Zusammenhänge von Raum und Zeit – die Physik beobachtet Naturphänomene und beschreibt sie durch mathematische Modelle und Theorien.

Während sich die Experimentalphysik auf die Beobachtung und Messung spezialisiert hat, widmet sich die Theoretische Physik der Modell- und Theoriebildung. Die intensive Zusammenarbeit beider Bereiche führt zu einem fortschreitenden Verständnis der Natur und ermöglicht vielfältige Formen der Anwendung und Nutzung. Jüngere Beispiele für die Umsetzung physikalischer Forschung in technische Anwendungen sind die Halbleitertechnik, die Optoelektronik, die Nanotechnik sowie die Lasertechnik. Die Mathematik ist die wichtigste Hilfswissenschaft für Physiker/-innen.

Studienangebot

Das Studium der Physik vermittelt die theoretischen und experimentellen Grundlagen. Dabei werden die Studierenden an moderne Methoden der Forschung herangeführt, um sie zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten zu befähigen. Das versetzt die zukünftigen Physiker/-innen in die Lage, physikalische Erkenntnisse und Methoden anzuwenden und weiterzuentwickeln.

In den vergangenen Jahren sind im Bereich der Angewandten Physik eine Reihe interdisziplinärer Studiengänge mit wesentlichen Physikanteilen entstanden, um fachliche Spezialisierungen zu ermöglichen.

  • Die Astrophysik bildet mit der physikalischen Erforschung der Himmelskörper (Planetensystem, Sonne, Fixsterne, interstellare Materie) und des Weltraumes den Hauptschwerpunkt der Astronomie.
  • Das interdisziplinäre Studium der Biophysik befasst sich mit der Anwendung physikalischer und physikalisch-chemischer Methoden zur Erforschung elementarer und komplexer Lebensvorgänge. Es kombiniert eine fundierte biologisch-chemische Grundausbildung mit einer umfangreichen physikalisch-mathematischen Ausbildung, einschließlich der Grundlagen der Informatik.
  • Die Medizinische Physik beschäftigt sich mit technischen Lösungen für Diagnostik und Therapie. Dazu zählen bildgebende Verfahren wie Röntgen, Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) sowie therapeutische Maßnahmen, etwa Strahlentherapie oder der Einsatz von Laser- und UV-Strahlen.

Inhalte des Studiums

Im Bachelorstudium erfolgt eine Grundausbildung in experimenteller und theoretischer Physik, in Mathematik und in weiteren physikalischen und nichtphysikalischen Fächern (zum Beispiel Chemie und Informatik). Hinzu kommen hochschulspezifische Vertiefungsgebiete sowie die Vermittlung experimenteller und theoretischer Arbeitsmethoden (z.B. Umgang mit physikalischen Geräten, Einsatz von Computern, Mess- und Auswertungsverfahren). Neben Vorlesungen stellen Übungen und Praktika die wichtigsten Vermittlungsformen dar.

Das Masterstudium bietet eine Spezialausbildung in mehreren Teilfächern der Physik. Es wird durch das wissenschaftliche Profil der Universität und des Fachbereichs Physik geprägt und gliedert sich in eine fachliche Vertiefungs- und eine Forschungsphase, in der eigenständig eine wissenschaftliche Fragestellung bearbeitet wird.

Berufsmöglichkeiten nach dem Studium

Physiker/-innen arbeiten in Hochschul- und Forschungseinrichtungen sowie in der Industrie, etwa in der Materialforschung, in der Energietechnik, im Maschinen- und Gerätebau, in der Medizin(technik), in der Halbleiterindustrie oder in der optischen/optoelektronischen Industrie. Viele Physiker/-innen sind auch in verwandten technisch-naturwissenschaftlichen Berufen tätig, etwa als Informatiker/-in, Mathematiker/-in oder als Ingenieur/-in. Das Patentwesen und der Wissenschaftsjournalismus sind weitere Tätigkeitsfelder.

Viele Physiker/-innen sind auch freiberuflich tätig, insbesondere als Gutachter/-innen und Sachverständige.

Astronom(inn)en arbeiten überwiegend im öffentlichen Dienst, insbesondere in astronomischen Forschungseinrichtungen (Universitätssternwarten mit angeschlossenen Instituten, Forschungsinstituten) sowie an Volkssternwarten und Planetarien.

Biophysiker/-innen arbeiten in Einrichtungen der lebenswissenschaftlichen Grundlagen- und angewandten Forschung (Universitäten und Forschungsinstitute) sowie in Forschungsabteilungen der Industrie. Weitere Einsatzmöglichkeiten finden sie in der pharmazeutischen und Lebensmittelindustrie sowie im wissenschaftlichen und medizinischen Gerätebau.

Weitere Informationen

Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)

PhysNet der Universität Oldenburg

Überblick über physikalische Institute
www.physnet.de

ISA

Das Informationssystem Studienwahl & Arbeitsmarkt der Universität Duisburg-Essen gibt Informationen zur Entwicklung in den einzelnen Studienbereichen und Teilarbeitsmärkten.
www.uni-due.de/isa

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