Überblick

Rechts­wissen­schaft

In einem rechtswissenschaftlichen Studium lernt man, die zahlreichen und oft sehr abstrakten Rechtsnormen zu verstehen und auf unterschiedliche Situationen anzuwenden.

Das Studienfeld im Überblick

Im Bereich der rechtswissenschaftlichen Studiengänge gibt es zum einen die Studiengänge an einer Universität, die mit der Ersten und Zweiten Juristischen Prüfung abschließen. Nach einem Vorbereitungsdienst (Referendariat) erwerben die Studierenden die Befähigung zum Richteramt (Volljurist/-in). Die Studiengänge mit Bachelor- oder Masterabschluss hingegen kombinieren die für die Unternehmens- oder Verwaltungspraxis relevanten Elemente der juristischen Ausbildung mit Inhalten eines betriebswirtschaftlichen Studiums. Die Ausbildung ist auf die spätere praktische Tätigkeit in der Wirtschaft ausgerichtet.

Studienangebot

Neben den klassischen Rechtswissenschaften gehören auch Studienfächer aus den Bereichen „Öffentliches Recht“ sowie „Wirtschaftsrecht“ in dieses Studienfeld.

Studieninhalte

Die Studierenden beschäftigen sich mit den unterschiedlichen Rechtsgebieten wie Bürgerliches Recht, Strafrecht, Öffentliches Recht und Verfahrensrecht. In den Studiengängen aus dem Bereich Wirtschaftsrecht kommen beispielsweise Module zu den Themen Unternehmensrecht, Steuerrecht, Betriebliches Rechnungswesen sowie Wirtschaftsinformatik dazu.

Vertiefungsmöglichkeiten und Schwerpunktsetzungen gibt es etwa in den Bereichen: europäisches oder internationales Privat- und Verfahrensrecht, Kriminologie, Arbeitsrecht und Personalwirtschaft, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medien- und Telekommunikationsrecht, Finanzdienstleistungen, gewerblicher Rechtsschutz, Baurecht und Immobilienwirtschaft, aber auch Wettbewerbs- und Insolvenzrecht. Exkursionen, Fallstudien und überfachliche Modulangebote wie Projektplanung, Wirtschaftsenglisch, Rhetorik und Präsentationstechniken oder Teamarbeit ergänzen das Studium.

Voraussetzung für die Befähigung zum Richteramt und eine Tätigkeit als Richter/-in oder Staatsanwalt/-anwältin sind der Abschluss eines rechtswissenschaftlichen Studiums an einer Universität mit der Ersten Juristischen Prüfung und des anschließenden Vorbereitungsdienstes mit der Zweiten Staatsprüfung („Volljurist/-in“). Dies ist auch notwendig für die Zulassung als Rechtsanwalt/-anwältin und Notar/-in sowie für juristische Bewerber/-innen für den höheren Verwaltungsdienst (außer Auswärtiges Amt).

Hinweis: Mit einem Bachelor- oder Masterabschluss alleine ist kein Zugang in den Vorbereitungsdienst möglich und somit auch keine Tätigkeit als Richter/-in, Staatsanwalt/-anwältin, Rechtsanwalt/-anwältin, Notar/-in oder im höheren Verwaltungsdienst.

Berufsmöglichkeiten nach dem Studium

Jurist(inn)en mit erster juristischer Prüfung und zweiter Staatsprüfung („Volljuristen“) können als Rechtsanwälte/-anwältinnen, Richter/-innen oder Staatsanwälte/-anwältinnen und im höheren Verwaltungsdienst tätig werden. Als Anwalt/Anwältin ist eine freiberufliche Tätigkeit die Regel. Aber auch im Notariatswesen, in der öffentlichen Verwaltung oder in der Wirtschaft (z.B. bei Banken, Versicherungen, großen Industrie- und Handelsunternehmen), in der Wirtschaftsberatung sowie bei Verbänden können Jurist(inn)en tätig  sein.

Wirtschaftsjurist(inn)en arbeiten nicht nur in Rechtsabteilungen, sondern auch in Finanz-, Vertriebs-, Beschaffungs- und Personalabteilungen von Unternehmen. Handel, Banken, Versicherungen, Unternehmensberatungen, Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, das Dienstleistungsgewerbe und Wirtschaftsverbände kommen für eine Tätigkeit ebenfalls in Betracht.

Weitere Informationen

ISA

Das Informationssystem Studienwahl & Arbeitsmarkt der Universität Duisburg-Essen gibt Informationen zur Entwicklung in den einzelnen Studienbereichen und Teilarbeitsmärkten.
www.uni-due.de/isa

Bundesverband der Wirtschaftsjuristen von Fachhochschulen

Wirtschaftsjuristische Hochschulvereinigung (WHV)

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