Überblick

Geschichts­wissen­schaften

Die Geschichtswissenschaft erforscht die Entwicklung des Menschen als soziales und handelndes Wesen. Sie versucht, das Geschehene anhand gesicherter Quellen zu rekonstruieren und kritisch zu deuten.

Das Studienfeld im Überblick

Die traditionellen Teilgebiete der Geschichtswissenschaften sind Altertum, Mittelalter und Neuzeit. Es haben sich darüber hinaus teils einzelne Disziplinen entwickelt, z.B. Ägyptologie, Assyrologie oder Byzantinistik (Geschichte und Kultur des Oströmischen Reiches), teils wurden Inhalte auch einzelnen Fachwissenschaften zugeordnet (Kirchen- und Religionsgeschichte, Literatur- und Kunstgeschichte, etc.). Auch eigene Fächer haben sich entwickelt, z.B. zur Geschichte des Judentums (siehe „Jüdische Studien, Judaistik“).

In Reaktion auf die Industrialisierung entstanden die Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie die Technikgeschichte. Aus der Untersuchung einzelner Räume entwickelten sich Regional-, Landes-, Stadtgeschichte sowie Bevölkerungsgeschichte.

Überschneidungen gibt es zum Studienfeld „Altertumswissenschaften, Archäologie“.

Studienangebot

Die Möglichkeit, Geschichtswissenschaften zu studieren, besteht nur an Universitäten. Hilfswissenschaften der Geschichte sind Paläographie (Schriftkunde), Diplomatik (Urkundenlehre), Chronologie (Zeitrechnung), Genealogie (Abstammungslehre), Sphragistik (Siegelkunde), Numismatik (Münzkunde), Heraldik (Wappenkunde); ferner Soziologie, Wirtschaftswissenschaften und Statistik. Nicht an jeder Universität sind alle Richtungen vertreten. Das Lehrangebot ist daher sehr unterschiedlich.

Inhalte des Studiums

Folgende Module vermitteln im Bachelorstudium zunächst die Grundlagen der historischen Forschung, der Arbeitstechniken und Methoden sowie Kenntnisse der Großepochen:

  • Die Alte Geschichte steht in enger Verbindung zur Klassischen Philologie und zur Archäologie.
  • Die Erforschung des Mittelalters ist primär auf handschriftliche Überlieferung angewiesen. Wichtige Bei- und Ergänzungsfächer sind hier Kunst- und Kirchengeschichte, Mittellateinische Philologie sowie die historischen Hilfswissenschaften.
  • Die Neuere Geschichte setzt mit gedruckten Quellen im frühen 16. Jahrhundert ein.
  • Ab 1789 sprechen wir von der Neuesten Geschichte.
  • Mit den historischen Ereignissen nach dem Zweiten Weltkrieg befasst sich die Zeitgeschichte, die ihrerseits wieder in engem Zusammenhang mit der Politikwissenschaft steht.

Darauf aufbauend werden die Kenntnisse in Teilepochen und in ausgewählten Problemfeldern vertieft, wobei i.d.R. eine Profilbildung bzw. Spezialisierung erfolgt.

Hinzu kommen Module in den Teilfächern der Geschichtswissenschaft wie Verfassungs-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, historische Hilfswissenschaften, Landesgeschichte sowie in Schlüsselqualifikationen wie Übersetzen von Quellen und Fachtexten, Informationsbeschaffung u.Ä. 

Zulassungskriterien & Studienbewerbung

Voraussetzung für ein erfolgreiches Geschichtsstudium sind Grundkenntnisse der historischen Epochen und ein ausreichendes Datengerüst wichtiger Ereignisse. An Fremdsprachen sind Latein, Französisch und Englisch hilfreich: Latein für die Rezeption antiker und mittelalterlicher Texte, Französisch und Englisch als internationale Archiv- und Wissenschaftssprachen.

Berufsmöglichkeiten nach dem Studium

Historiker/-innen finden Beschäftigung in der Erwachsenenbildung und politischen Bildung, an Forschungsinstituten, in Museen, Archiven und Bibliotheken, im Auswärtigen Dienst, bei Verbänden, Stiftungen und Parteien sowie im Medienbereich und in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Daneben ist ein Hauptbetätigungsfeld der Historiker/-innen die Unterrichtstätigkeit an Schulen; das Studium wird hierfür mit der Lehramtsprüfung abgeschlossen (siehe „Lehrämter“).

Weitere Informationen

ISA

Das Informationssystem Studienwahl & Arbeitsmarkt der Universität Duisburg-Essen gibt Informationen zur Entwicklung in den einzelnen Studienbereichen und Teilarbeitsmärkten.
www.uni-due.de/isa

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