Personal­management, -dienstleistung

Qualifiziertes Personal zu gewinnen und langfristig zu binden, ist für Unternehmen, Organisationen und Institutionen ein entscheidender Erfolgsfaktor. Angesichts des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels sowie veränderter Arbeitszeitformen wie mobilem Arbeiten und flexiblen Arbeitszeitmodelle werden zukunftsorientierte Personalstrategien immer wichtiger.

Foto: Julien Fertl | Bundesagentur für Arbeit
Vor einer großen Fensterfront sitzt eine junge Frau an einem schwarzen Besprechungstisch. Eine andere junge Frau sitzt ihr am Tisch gegenüber.

Das Studienfeld im Überblick

Das Personalmanagement, klassisch als Personalwesen bezeichnet, beschäftigt sich aus betriebswirtschaftlicher Perspektive mit dem Faktor „menschliche Arbeitskraft“. Ziel eines modernen Personalmanagements ist nachhaltiger Unternehmenserfolg unter Berücksichtigung persönlicher, sozialer und ethischer Aspekte. In diesem Zusammenhang spielt auch Corporate Governance eine Rolle, also die verantwortliche Unternehmensführung, die neben monetärer Wertschöpfung auch ideelle Unternehmenswerte, die nach innen und außen image- und wertsteigernd wirken, im Blick hat. Ein nachhaltiges Personalmanagement gestaltet Rahmenbedingungen und Unternehmenskultur so, dass betriebliche Ziele und Interessen aller Beteiligten in Einklang gebracht werden. Wichtige Aufgabenfelder sind u.a. Personalplanung, Personalbedarfsdeckung, Personalführung, Personalentwicklung, Entgeltgestaltung und Personalverwaltung.

Worum geht es im Studium?

Neben betriebswirtschaftlichen Grundlagen erwerben Studierende spezifische Kenntnisse, etwa in Personalführung und -entwicklung, Personalmarketing und -controlling, Strategie- und Veränderungsorganisation (Change Management). Auf dem Stundenplan stehen aber auch Module zur Gestaltung interner Kommunikationsprozesse, zum Konfliktmanagement, zum Arbeits- und Sozialversicherungsrecht sowie zu Personalpsychologie und -ethik. Teilweise bestehen inhaltliche Überschneidungen mit Studiengängen der Arbeits-, Organisations-  oder Wirtschaftspsychologie (siehe dazu auch Abschnitt „Psychologie).

Was muss ich mitbringen?

Eine gute Grundlage sind – je nach Studiengang – Kenntnisse in folgenden Schulfächern: Mathematik, Wirtschaft/Recht, Englisch und Informatik.

Welche Studienangebote gibt es?

Das Studium wird überwiegend an Hochschulen für angewandte Wissenschaften, aber auch an Universitäten angeboten, meist als Masterstudiengänge, teilweise auch grundständig als duales Modell. Neben spezifischen Studiengängen im Bereich Personalwesen bzw. -management kann dieser Schwerpunkt auch in allgemeinen betriebswirtschaftlichen Studiengängen gewählt werden. Darüber hinaus stehen international ausgerichtete Studiengänge wie Internationales Personalmanagement zur Auswahl. Studiengangsbezeichnungen sind etwa „Personalmanagement“, „Personalwirtschaft“, „Personal & Arbeit“ oder „Management und Personalwesen“.

Wo arbeitet man nach dem Studium?

Absolvent*innen übernehmen Aufgaben im Personalmanagement und in der Betriebsorganisation von Unternehmen und Organisationen aller Branchen, z.B. im Personalmanagement, im Recruiting oder als Fachkräfte in der Personalentwicklung.

Stand: 30.04.2026