Studieren, auch wenn man im Rollstuhl sitzt, blind oder taub ist oder aufgrund einer chronischen Erkrankung viele Pausen benötigt? Das geht! Etwa jede*r sechste Studierende in Deutschland hat eine oder mehrere studienerschwerende Gesundheitsbeeinträchtigungen. Nur einem kleinen Teil davon sieht man das Handicap an. Unterstützung durch die Hochschule können alle Betroffenen in Anspruch nehmen. Im aktuellen Top-Thema auf studienwahl.de bekommst du einen Überblick über die verschiedenen Angebote und Möglichkeiten.
Wenn Hannah Hübecker (24) mit ihrem Rollator oder Rollstuhl auf dem Campus unterwegs ist, begegnen ihr häufig Barrieren wie Treppen, nicht vorhandene oder defekte Aufzüge. „Ich muss für meinen Weg deshalb oft doppelt so viel Zeit einplanen“, erklärt die 24-Jährige. Sie studiert im zehnten Semester Humanmedizin an der Universität Duisburg-Essen. Friederike D. dagegen sieht man nicht an, dass sie eine chronische Erkrankung hat. Die 29-Jährige studiert im achten Semester Medizin an der Uni Jena. Das erste Staatsexamen hat sie inzwischen in der Tasche. Trotz vieler Hürden kämpft sie nun darum, auch den Rest des Studiums zu schaffen. Ebenfalls kurz vor dem Studienabschluss steht Josia Topf, der im neunten Semester Jura an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen studiert. Er hat das TAR-Syndrom, kam ohne Arme, ohne Kniegelenke und mit unterschiedlich langen Beinen zur Welt. Neben seinem Jurastudium schwimmt er Weltrekorde und sammelt paralympische Medaillen. Sein Motto: „Geht nicht, gibt’s nicht!“
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