
Hana, dul, set, Seoul
Emma Kiehn tauschte den Blick auf den Kölner Dom gegen den auf den N Seoul Tower: Das Sommersemester 2025 verbrachte die 24-jährige Lehramtsstudentin in Südkoreas Hauptstadt. Vom International Office der Universität zu Köln fühlte sie sich dabei bestens unterstützt.
Die Entscheidung für Korea traf sie aus einem Bauchgefühl heraus. „Ich wollte in ein Land, das grundlegend anders ist. Korea hat mich interessiert, auch weil ich Taekwondo mache“, erzählt Emma Kiehn. Sie studiert im vierten Semester Mathematik und Kunst auf Lehramt an Gymnasien. Für den Auslandsaufenthalt reichte sie ein Urlaubssemester ein.
Über ein Jahr vor der Abreise studierte sie auf der Hochschulwebsite die Liste der ausländischen Partnerhochschulen. „Ich wollte nicht als Freemover gehen, sondern mit Unterstützung der Hochschulen,“ erklärt die Studentin. Im International Office schlug sie erstmals im März 2024 auf. Mit der Beraterin, die für Korea zuständig ist, erörterte Emma Kiehn, welche Unis in Seoul für sie infrage kommen. „Besonders wertvoll fand ich ihren Hinweis, mir zu überlegen, wie viel Zeit ich in die Seminare investieren will und wie viel in die Erkundung von Land und Leuten. Unter den Partnerhochschulen sind nämlich auch zwei der angesehensten Universitäten des Landes, was sehr arbeitsintensiv geworden wäre“, berichtet sie.
Emma Kiehn hingegen wollte ausreichend Zeit haben, in die koreanische Kultur einzutauchen, weshalb sie eine andere Hochschule auf den ersten Platz ihrer Präferenzliste setzte: die Chung-Ang University, an der sie schließlich auch angenommen wurde. Ihre Bewerbung, die sie im Sommer 2024 einreichte, umfasste ein Motivationsschreiben, das Gutachten eines Dozenten und ein übersetztes Transcript of Records, also eine Übersicht ihrer bis dahin erbrachten Studienleistungen.
Stipendien, BAföG und Mobilitätspauschale
Die Beraterin des International Office ging mit Emma Kiehn auch die finanziellen Fördermöglichkeiten durch. Die 24-Jährige bewarb sich erfolgreich um das PROMOS-Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und erhielt Auslands-BAföG. „Davon konnte ich die Lebenshaltungskosten finanzieren. Die Mobilitätspauschale wiederum deckte die 800 Euro, die das Wohnheimzimmer auf dem Campus für die vier Monate kostete, sowie die Kosten für Hin- und Rückflug ab“, erläutert sie.
Nachdem sie von der Uni Köln grünes Licht bekommen hatte, bewarb sich Emma Kiehn direkt bei der Chung-Ang University. „Das International Office hatte mich bis zu diesem Punkt begleitet. Ab da übernahm die Uni in Seoul.“ Eine koreanische Studentin – ein sogenannter Global Ambassador oder Glam Buddy – unterstützte sie dann bei den letzten To-dos, etwa bei der Bewerbung um einen Wohnheimplatz oder der Anmeldung zu den Kursen.
An der Chung-Ang University belegte die Studentin eine Lehrveranstaltung in Mathematik, die ihr nach ihrer Rückkehr angerechnet wurde. Außerdem meldete sie sich für Kurse in klassischer Kunstgeschichte, Physik und Koreanisch an. „Ich wollte auf dem Koreanisch-Sprachkurs aufbauen, den ich an meiner Heimatuni absolviert hatte. Die Unterrichtssprache in Seoul war zwar Englisch – und auch sonst konnte ich mich gut auf Englisch verständigen –, aber ich fand es hilfreich, die koreanische Schrift lesen und ein paar Sätze sprechen zu können“, erzählt sie.
Kontakt zu Einheimischen über den Korea Club
Mit ihrer französischen Mitbewohnerin verstand sich Emma Kiehn sehr gut. Dennoch war es ihr wichtig, in Kontakt mit Einheimischen zu kommen. Eine ihrer besten Erfahrungen war die Mitgliedschaft im Korea Club, dem sie sich an der Uni anschloss. Mit ihrer koreanischen Tandempartnerin hat sich während des Aufenthalts eine Freundschaft entwickelt. Erst kürzlich hat sie Emma Kiehn sogar in Köln besucht.
„Es war unglaublich spannend, in das studentische Leben und das Leben in Seoul an sich einzutauchen, auch wenn ich dort nicht dauerhaft leben möchte“, zieht Emma Kiehn Bilanz. Die Unterstützung des International Office in Köln hebt sie besonders hervor. „Ich bin immer wieder hin und konnte alle meine Fragen klären. Ohne diese Hilfe wäre vieles nicht so reibungslos gelaufen.“
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